Ein Sieg fürs Selbstvertrauen

Sonntag, 28.April 2002 - 9:10

Ganz sicher war sich niemand, in welcher Stärke das Team Austria bei dieser WM auftreten würde. Jetzt ist das Angstspiel bravourös gemeistert – doch nach Schweden wartet mit Russland bereits das nächste große Kaliber. Erleichterung machte sich nach dem 3:5 gegen Schweden im Eröffnungsspiel breit – „ein respektables Ergebnis gegen die Eishockeymacht Schweden“, diagnostizierte Gerhard Unterluggauer. Trainer Ron Kennedy sprach davon, daß „wir mehr Tore als nötig bekommen haben“. Dass Schweden im Schlußdrittel, in dem Österreich 12 Schüsse aufs Tor abgegeben hatte, die Gastgeber aber nur acht, bereits abgestellt hatte, sei dahingestellt. Der schwedische Coach Hardy Nilsson zeigte sich jedenfalls „sehr zufrieden mit dem Sieg“, Kennedy wiederum war beeindruckt, dass Österreich sich nach dem 1:4-Rückstand wieder ins Spiel gekommen ist und ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zu kämpfen aufhörte.

Jetzt muß dort weitergemacht werden, wo das Team Austria aufgehört hatte: Das geliche Spiel wie im letzten Drittel gegen Schweden aufzuziehen, körperbetont, aber kontrolliert spielen, viel eislaufen. „Hoffentlich nimmt uns Russland als Gegner nicht so ernst, dann können wir auch gegen den Olympiadritten ein gutes Ergebnis liefern“, glaubt Kennedy. „Wir müssen 60 Minuten lang so wie im letzten Drittel gegen Schweden spielen.“ Wie stark die Russen wirklich sind, ist kaum einzuschätzen: Das Team unterscheidet sich grundlegend von der Mannschaft, die in Salt Lake City Bronze holte. Nur zwei Spieler des Olympiaturniers sind mit dabei: Tormann Egor Podomatski (Jaroslawl) ist diesmal die Nummer 1, bei Olympia hütete er noch die Ersatzbank hinter Nikolai Khabibulin. Als zweiter ist Buffalo-Sabres-Stürmer Maxim Afinogenov dabei. An der Bande steht wie beim letzten Weltmeistertitel 1993 Boris Michailow – er muß aus Verletzungsgründen auf drei starke Verteidiger und fast alle NHL-Stars verzichten. Nur Afinogenov, Dmitri Kalinine (Buffalo) und Roman Liashenko (New York Rangers) sidn mit dabei.
Im Tor der Österreicher wird Claus Dalpiaz, der schon gegen Schweden ein sicherer Rückhalt war, beginnen.

Quelle: Kärntner Tageszeitung

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