Pflicht erfüllt - Capitals schlagen Kapfenberg

Freitag, 28.Dezember 2001 - 23:07

Mit Reserve-Goalie Albert Siedl im Tor hat es auch mit einem Sieg geklappt. Vor 2550 Zuschauern konnten die Vienna Capitals den Tabellenletzten aus Kapfenberg mit 9:3 besiegen. Nach den letzten durchschnittlichen Leistungen der Wiener konnten sie an diesem Abend richtiggehend aufgeigen.
Vienna Capitals - Pewag Kapfenberg Tigers 9:3 (3:0,4:1,2:2)

Albert Schultz Eishalle: 2550 Zuschauer

Tore: 1:0 Pilloni (7.), 2:0 C.Harand (13.), 3:0 Kniebügel (14.), 4:0 Tsurenkov (25.), 4:1 Schuller (28.), 5:1 Tsurenkov (30.), 6:1 C.Harand (36.), 7:1 König (36.), 8:1 Wortman (41.) 8:2 Strassegger (49.), 9:2 Kniebügel (57.), 9:3 Schuller (60.)

Kurt Harand, Trainer der Vienna Capitals, hat wie angekündigt Albert Siedl aufgestellt, damit sich Christian Cseh vor dem Monsterprogramm der nächsten Spieltage noch regenerieren kann, und der Reserve-Goalie hat seine Chance genützt. Mit einem gehaltenen Penalty und einigen guten Paraden hat er sicherlich einige Plus-Punkte bei den Fans gesammelt. Einziger Minus-Punkt war das zweite Tor der Tigers durch Strassegger. Siedl fiel der Puck nach einem Schuss noch einmal aus dem Handschuh und der Stürmer brauchte nur noch dankend abziehen.

Einigen Fans schwirrte sicherlich noch die 2:1-Niederlage beim Spiel in Kapfenberg in den Köpfen. Damals feierten die Tigers den ersten Sieg der Saison und bislang haben sie auch nur 2 auf dem Konto. Aber an diesem Abend kam es doch wie erwartet zu einem klaren Sieg des Favoriten.

Die Vienna Capitals hatten das gesamte Spiel fest im Griff. Sogar die jungen Wilden Patrick Harand, Peter Kniebügel und Manuel Latusa spielten phasenweise mit den Kapfenbergern Katz und Maus. Die Steirer kamen so gut wie nie zu richtigen Chancen, einzig einige gefährliche Breaks ergaben sich durch die recht offensive Spielweise der Capitals.

Besonders auffällig zeigte sich in diesem Spiel Stürmer Joni Lius, den man mit insgesamt 4 Assists ruhig als Vater des Sieges bezeichnen kann. Ebenfalls sehr gut spielten Kniebügel und Tsurenkov, der endlich wieder einmal seine technische Überlegenheit ausspielen konnte.

Die Kapfenberg Tigers spielten gezwungenermaßen ein recht defensives System und mussten auf ihre Chancen lange warten. Dennoch nutzten sie jeden noch so kleinen Fehler der Wiener aus und brachten den Favoriten in diesem Spiel mehr als einmal in Verlegenheit, besonders beim letzten Treffer. Sieben Sekunden vor Schluss traf Schuller, der den Puck nach einem Fehlpass im Angriff vor den Schläger bekam. Albert Siedl war zu diesem Zeitpunkt der wohl einzige defensive Spieler auf dem Eis.

Nach diesem Spiel kann man trotz der kleineren Ungereimtheiten positiv in die Zukunft blicken. Am Sonntag findet wohl das Vorentscheidungsspiel um Platz 4 in der Tabelle statt, denn da gastieren die Vienna Capitals bei den Zeller Eisbären. Erst dann wird man sehen was dieser Sieg wert war.

Man of the Match:

Vienna Capitals: Kniebügel

Kapfenberg Tigers: Schuller

Weitere Ergebnisse:

Graz 99ers – EHC Black Wings Linz 1:5 (0:1,0:4,1:0)

Innsbruck Haie – Klagenfurter AC 6:4 (2:1,1:3,3:0)

Zell am See – EHC Lustenau 4:2 (0:0,2:2,2:0)

Villacher SV spielfrei!

Quelle: