NHL Splitter 20.12.2001

Donnerstag, 20.Dezember 2001 - 18:43

Die San Jose Sharks sind in der NHL das Team der Stunde und blieben durch den 4:2 Sieg bei den Atlanta Thrashers zum zehnten Mal in Folge (davon 9 Siege) ungeschlagen. Weiterer Grund zur Freude war die Tatsache, daß Hoffnungsträger Patrick Marleau seine Durststrecke mit zwei Treffern gegen das NHL-Schlußlicht beenden und Marco Sturm seinen 11.Saisontreffer wieder einmal in Unterzahl erzielen konnte. Dabei schien es zunächst als könnten die Thrashers ihr Dusel aus der Partie gegen Boston hinüberretten, als nach deutlicher Überlegenheit der Sharks und torlosem ersten Drittel der in Freiburg geborene Dany Heatley, bereits Torschütze des "golden goals" gegen die Bruins, zu Beginn des zweiten Drittel die 1:0 Führung erzielte. Aber Marleau und Niklas Sundström brachten den Favoriten noch im Mittelabschnitt mit 2:1 in Front. Nachdem Lubos Bartecko im letzten Drittel erneut ausgleichen konnte, erzielte Marco Sturm mit seinem 11.Saisontor das game winning goal in Unterzahl. Mit seinem zweiten Treffer sorgte Patrick Marleau dann für den Endstand, der die Sharks auf Platz 2 der Western Conference führt. Besser im Westen sind nur noch die Detroit Red Wings, die ihre kleine Krise mit einem 4:1 Sieg gegen die Vancouver Canucks beenden konnten. Brett Hull, der zuvor in acht Spielen erfolglos blieb, konnte die Negativserie der Red Wings nach 128 torlosen Minuten beenden, als er einen Fehler von Gäste-Goalie Dan Cloutier zum 1:0 in der 4.Minute nutzte. Im 2.Drittel sorgte Kapitän Steve Yzerman mit seiner Vorarbeit zu dem beiden Toren von Boyd Devereaux und Chris Chelios für die Vorentscheidung, bevor Jason Strudwick im letzten Abschnitt den Ehrentreffer und Brendan Shanahan den Endstand herstellten. Auch die Colorado Avalanche bleiben nach dem mühsamen 2:1 Sieg gegen die Mighty Ducks of Anaheim mit 44 Punkten dran am Spitzenreiter der NHL, nachdem Chris Drury und Milan Hejduk die glänzende Vorarbeit von Pascal Trepanier zur 2:0 Führung nutzten. Obwohl Matt Cullen Goalie Patrick Roy in der 59.Minute einen weiteren seiner ungezählten Shutouts verdarb, überwog die Freude über den knappen aber verdienten Heimsieg. Punktgleich mit den Verfolgern San Jose, Edmonton und Colorado (alle 44 Punkte) sind nun auch wieder die Chicago Blackhawks nach einem hart erkämpften 6:5 bei den Buffalo Sabres. Die Basis für den wichtigen Auswärtserfolg legten sie in den ausgeglichenen ersten 40 Minuten mit einer 4:3 Führung durch Boris Mironov, Eric Daze und den zweifachen Torschützen Kyle Calder. Für die Sabres trafen bis dahin Rob Ray, Stu Barnes und Slava Kozlov. Obwohl die Gategeber im letzten Drittel dominierten schafften es die Blackhawks aus vier Torschüssen zwei Tore durch Peter White und Steve Sullivan zu machen, was reichte da auch die Gastgeber nur zweimal durch Maxim Afinogenov und Verteidiger Jason Woolley -jeweils nach Vorarbeit von Tim Connolly- erfolgreich waren. Mit der 5:6 Niederlage kassierten die Sabres die fünfte Niederlage im 6.Spiel und verlieren die Play-Offs Plätze in der Eastern Conference langsam aus den Augen. Gleiches gilt für die Pittsburgh Penguins, die nach dem 0:7 Desaster gegen Carolina zumindest im letzten Drittel gegen die Montreal Canadiens wieder den Weg in Richtung Tor fanden. Bis dahin stand es jedoch schon wieder 0:3 durch Patrick Traverse, Richard Zednik und Mike Ribeiro. Danach wachten die Penguins zwar endlich auf, aber mehr als der Ehrentreffer zum Endstand von 1:3 zwei Minuten vor Schluß durch Kris Beech sprang dabei nicht raus. Ähnlich wie bei den Penguins und den Sabres sind auch die bisherigen Leistungen der Washington Capitals in keinster Weise vergleichbar mit den Erfolgen der letzten Saison, zumal die Caps nach der Verpflichtung von Superstar Jaromir Jagr zu den Topfavoriten auf den Stanley Cup zählten. Der teuerste Spieler der NHL musste bei der 2:5 Niederlage bei den Florida Panthers im zweiten Drittel passen, da er vom Schläger von Lance Ward getroffen wurde und dabei einen Zahn einbüsste. Die überlegenen Gastgeber aus Miami führten zu Beginn des letzten Drittels bereits vorentscheidend mit 4:0 durch Jason Wiemer, Bill Lindsay, Olli Jokinen und Dan Boyle, der zu diesen Treffern außerdem noch zwei Vorlagen gab.Nach dem von Adam Oates mustergültig eingeleiteten Doppelschlag in der 53.Minute durch Chris Simon und Joe Reekie kam kurzzeitig soetwas wie Spannung auf, aber Brad Ference sorgte zwei Minuten vor der Schlußsirene für den endgültigen k.o. der enttäuschenden Caps, die damit ebenso wie Buffalo und Pittsburgh im Osten dem Feld und den Play-Off Rängen hinterherlaufen. Obwohl die New Jersey Devils meistens überlegen agieren, bleiben auch sie hinter den Erwartungen zurück. Der Finalist von 2001 und Stanley Cup Champion von 2000 hatte auch im Lokalduell bei den New York Rangers die besseren Chancen, aber Mike Richter lieferte nach seiner Nominierung für das US-Olympia-Team eine Glanzleistung ab und wehrte 32 Schüsse und einen Penalty von Devils Verteidiger Collin White ab. Sein Kontrahent Martin Brodeur, dessen Berufung ins Team Canada schon länger feststand hatte zwar weniger zu tun, verhinderte aber in der letzten Sekunde der Overtime mit einem big save gegen Mike York die drohende Niederlage. So blieb es beim 2:2 durch Powerplay-Treffer von Andrej Zyuzin und Brian Rafalski sowie die beiden von Brian Leetch eingeleiteten Rangers Tore durch Jeff Toms und Mike York. Das wohl bemerkenswerteste Comeback feierten die Phoenix Coyotes seit ihrem Umzug nach Arizona. Nach der jüngsten Negativserie und einem 0:3 Rückstand nach 16 Minuten durch Bob Boughner und zweimal Toni Lydman konnten sie gegen die defensivstarken Calgary Flames noch mit 6:3 gewinnen. Die Basis für die grandiose Aufholjagd stellten Claude Lemieux und Michal Handzus her, als sie in der 18.Minute innerhalb von 9 Sekunden den Anschluß wieder herstellen konnten. Im 2.Drittel folgte dem Ausgleich durch Shane Doan der Führungstreffer erneut durch Veteran Lemieux, der einen Schuß von Rookie Krystofer Kolanos zum 4:3 abfälschen konnte. Für den Endstand sorgten im Schlußabschnitt Daymond Langkow und Shane Doan mit seinem zweiten Treffer.

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