Debakel für Österreich

Montag, 30.April 2001 - 21:22

Das Spiel bislang schwächste Spiel in der Arena Nürnberg haben die Slowaken gegen Österreich bestritten. Der Vizeweltmeister spielte gewohnt kombinationssicher und siegte am Ende hochverdient mit 5:0. Nach den vier Gegentoren beim 8:4 Sieg gegen Japan, agierten die Verteidiger diesmal kompromisslos und liessen den läuferisch und körperlich unterlegenen Österreichern keine Chance. „Wir haben uns vor allem in Unterzahl verbessert und unser Torhüter war überragend.“, verriet Ivan Droppa das Geheimrezept. Vorallem die Reihe mit Robert Petrovicky, Vladimir Orszagh und Peter Pucher erzielte drei der fünf Tore. Nach knapp einer gespielten Minute musste Österreichs Nummer 1 Reinhard Divis gleich zweimal gegen Petrovicky und Orszagh in höchster Not retten. In Überzahl brillierte die NHL Reihe der Slowaken. Richard Zednik, Ladislav Nagy und Marian Hossa schafften es aber auch nicht Divis zu überwinden. Im Powerplay hatten die Alpenländer, die immer wieder versuchten mit zwei Spielern vor Pavol Rybar Rebounds zu erzwingen, ihre einzig gute Torchance. Gerald Ressmann fälschte den Puck nach einem Schlagschuss ab, aber die Hartgummischeibe trudelte am Tor von Rybar vorbei. „Offensiv machen wir zu wenig und es fehlt die Spritzigkeit etwas zu riskieren.“, so brachte es der österreichische Aussenstürmer Dieter Kalt auf den Punkt. In Überzahl hat der slowakischee Trainer Jan Filc tief in die Trickkiste gegriffen. Zednik spielte Verteidiger und Zdeno Chara sollte mit seinen 2,03 Metern für Verkehr vor dem Tor sorgen. Zednik zog von der blauen Linie vor das Tor und bekam auch den punktgenauen Pass von Hossa, doch er scheiterte aus kurzer Distanz an Divis >br>Der zweite Abschnitt war ein Spiegelbild des Ersten. Es war ein Spiel auf ein Tor und die Slowaken hatte durch Petrovicky und Orszagh die ersten beiden Chancen. Ein zählbarer Erfolg sprang bis zur 31. Minute dabei Dank des starken österreichischen Goalies Divis nicht heraus. Das erste Tor vor über 4000 Zuschauern besorgte der Vizeweltmeister in gewohnter Manier. Der Austro-Kanadier Domenic Lavoie verschätzt sich und die Slowaken bekamen eine 3 auf 1 Gelegenheit. Robert Petrovicky hatte soviel Zeit, dass er den Puck sogar im Torraum stoppen und locker vollenden konnte. Seine Reihe zusammen mit Orszagh und Peter Pucher war auch fünf Minuten später für das 2:0 verantwortlich. Orszagh spielte durch zwei Österreicher auf Pucher, der Divis mit der Höchststrafe belegte und ihm den Puck durch die Beine schob. Im letzten Drittel war Schluss für Divis, der für das letzte und entscheidende Vorrundenspiel gegen Japan geschont wurde. Für ihn kam der ehemalige Rosenheimer Claus Dalpiaz zwischen die Pfosten. Auch die Slowaken schalteten einen Gang zurück, aber ohne Divis war Österreich nur die Hälfte wert. Milan Hlinka nutzte einen Fehler von Dalpias, der den Puck unten dem Arm durchrutschen liess. Auch Zdenko Cigar durfte sich noch in die Torschützenliste eintragen lassen. Er nutzte eine Vorlage von Hlinka und netzte ohne Probleme ein. Das war immer noch nicht das Ende, denn Peter Pucher machte im Fallen sein zweites Tor des Nachmittags zum Endstand von 5:0. Das Team von Ron Kennedy schaffte es in 60 Minuten nicht, einmal gefährlich vor das Tor von Pavol Rybar zu kommen, der ein geruhsames Shoutout feiern konnte. Die Österreicher müssen nun auf ihr Spiel gegen Japan hoffen, die zwar auch hoch gegen die Slowaken verloren haben, aber immerhin Torhüter Pavol Rybar viermal überwinden konnten. „Wir wussten im Hinterkopf, dass es nur auf das Japan Spiel ankommt und es egal ist, ob wir gegen Finnland oder die Slowakei gewinnen. Dann ist es doppelt schwer.“, sagte Österreichs Trainer Ron Kennedy nach der Partie. „Wir fahren nach Köln.“, ist Dieter Kalt nach dem Spiel trotzdem optimistisch.

Quelle: