Tölzer Löwen bleiben in Kaufbeuren ohne Tore

Samstag, 27.Januar 2018 - 9:18

Es kommt nicht oft vor, dass im Eishockey eine Mannschaft über 60 Minuten ohne Tor bleibt. Den Tölzer Löwen ist dieses Missgeschick am Freitagabend passiert. Gegen die beste Defensivmannschaft der Liga fehlte den Buam jegliche Offensiv-Power. Das Spiel ging mit 0:5 (0:3, 0:1, 0:1) verloren. Mit nur einem Kontingentspieler starteten die Tölzer Löwen in das Spiel beim ESV Kaufbeuren. Joonas Vihko, Chris St. Jacques, Tuomas Vänttinen und Marcel Rodman fielen allesamt verletzungsbedingt aus. Dazu gab Rick Boehm Andreas Mechel im Löwentor die Chance. Der 26-jährige vertrat den geschonten Mikko Rämö und erwischte einen schlechten Tag. Mechel erhielt den Vorzug, weil er in den vorangegangenen Partien gegen den ESVK gut gehalten habe, erklärte Rick Boehm. Der finnische Goalie Rämö durfte Kraft für die wichtigen kommenden Wochen tanken. Früh im Spiel hatten beide Teams Powerplay-Möglichkeiten. Schon in dieser Phase machte sich ein deutlicher Unterschied zwischen beiden Teams deutlich. Kaufbeuren spielte zielstrebig und schoss in Überzahl schnell das 1:0. Christopher Kasten traf mit einem halb-verdeckten Schuss ins Löwentor. "Kaufbeuren hat das Spiel verdient gewonnen. Sie waren in allen Belangen stärker, als wir. Ausschlaggebend auch dazu das Über- und Unterzahl. Wir hätten länger das 0:0 halten müssen, um eine Chance zu haben zu gewinnen. Danach war es relativ schwierig", monierte Boehm. Innerhalb des ersten Drittels erhöhte Kaufbeuren in Person von Daniel Oppolzer auf 3:0. Der Mann mit der auffälligen Gesichtsbehaarung schoss Mechel einmal durch die Hosenträger und einmal ins Torwarteck über die Schulter. Doch die Tölzer waren in allen Mannschaftsteilen unterlegen. Die Ausfälle waren spürbar und auch die deutschen Leistungsträger fanden nicht zu ihrem besten Spiel. Im Trainerjargon klingt das dann wie folgt: "Wir waren auch leider etwas zu unentschlossen, in Bezug auf die Chancenverwertung. Dadurch ist die null vorne auch in Ordnung", so Boehm. Spätestens nach dem 4:0 durch Sami Blomqvist - einem Shorthander - war das Spiel gelaufen. "Ab der 30. Minute sind einfach viel zu viele Strafen auf beiden Seiten gefallen, das Spiel war dann sehr zerfahren", sagte ESVK-Coach Andreas Brockmann. Selten hatten die Tölzer Löwen so wenige Torchancen in einer DEL2-Partie, wie am Freitagabend. Das war zum einen auf die gute Defensivarbeit des Gegners, aber auch auf die eigene Harmlosigkeit zurückzuführen. Nur Joey Lewis traf noch zum 5:0-Endstand. Ein Powerplay-Tor in der letzten Spielminute.

Quelle: Quelle: Pressemitteilung