KAC feiert Shutoutsieg in Ungarn und steht im Play Off

Sonntag, 14.Januar 2018 - 21:14
 Expa

Zwei Überzahltreffer wiesen dem EC-KAC am Sonntagabend im Auswärtsspiel bei Fehérvár AV19 den Weg zum 3:0-Erfolg und damit in die EBEL-Play-Offs 2018. Wenig zwingende Offensivszenen prägten den ersten Spielabschnitt, zwar agierte der ECKAC spielerisch leicht überlegen, die besseren (der nur vereinzelten) Möglichkeiten fand jedoch Fehérvár AV19 vor. Bereits in der ersten Spielminute fuhren die Hausherren nach einem geblockten Kapstad-Schuss einen „Drei-gegen-Eins“-Konter, Patrick Harand arbeitete allerdings großartig nach hinten und hinderte Olivier Latendresse im letzten Moment am Abschluss aus aussichtsreicher Position. Nachdem Johannes Bischofberger einen ersten Warnschuss abgegeben hatte, den Goalie Mac Carruth mit den Beinschonern parierte (7.), tauchte Dániel Koger frei im Slot vor David Madler auf, verzog seinen Handgelenksschuss jedoch (9.). Nur noch ein Mal wurden die Gastgeber im Startdrittel gefährlich: Bei einem zügigen Konter war der KAC-Schlussmann aber gegen David Gilbert zur Stelle (13.). Die beste Möglichkeit der Rotjacken ließ wenig später Neuzugang Andrew Kozek liegen: Nachdem er sich am Torraum gut behauptet hatte, zog er die Scheibe zum Körper, wischte dann jedoch über das Spielgerät, den Rebound, der um ein Haar am Schläger des einschussbereiten Marco Brucker gelandet wäre, konnte ein Abwehrspieler der Ungarn noch in höchster Not aus der Gefahrenzone befördern (15.). Die Rotjacken kamen in der Folge auch zu ihrem ersten Überzahlspiel der Begegnung, Latendresse hatte das Laufduell gegen Stefan Geier verloren und musste zum Stockschlag von hinten greifen (17.). Da in diesem Powerplay eine Direktabnahme von Thomas Koch vom linken Faceoff-Punkt aus, die Torhüter Carruth im zweiten Versuch entschärfen konnte (19.), die einzig nennenswerte Offensivaktion des EC-KAC blieb, ging es mit einem torlosen Unentschieden zum ersten Mal zurück in die Kabinen. Gleich in ihrem ersten Shift im zweiten Abschnitt kamen die Klagenfurter zu ihrem zweiten Überzahlspiel der Partie (Haken von Manavian gegen Richter, Anm.). Nachdem Carruth einen ersten Distanzschuss von Stefan Espeland noch mit der Fanghand halten konnte (21.), saß der zweite Versuch des Norwegers: Von der Half-Wall aus spielte Stefan Geier quer, sein Bruder Manuel und Julian Talbot nahmen dem gegnerischen Torhüter die Sicht und der aufgerückte KAC-Verteidiger sorgte für die Führung (22.). Danach verteidigte sich Rot-Weiß in zwei Unterzahlsituationen geschickt, Fehérvárs beste Möglichkeit war ein deutlich zu hoch angetragener Schuss von Luka Vidmar, abgegeben aus halblinker Position (28.). Als dann wieder der EC-KAC bei numerischer Überlegenheit agieren durfte, hätte Kevin Kapstad den Vorsprung seines Teams fast verdoppelt: Sein verdeckter Schuss hoppelte abgefälscht aber um Zentimeter am Pfosten vorbei (32.). In den verbleibenden Minuten des zweiten Durchgangs stand dann mehrfach der bestens aufgelegte Torhüter David Madlener im Mittelpunkt: Er parierte zunächst ein Solo des völlig alleine auf ihn zulaufenden Aleš Muši? (37.) und zeichnete sich danach, als die zunehmend undiszipliniert agierenden Rotjacken nahezu drei Minuten hindurch in Unterzahl spielen mussten (73 Sekunden davon gar nur zu dritt, Anm.), mehrfach sehenswert aus. Dazwischen fuhr der EC-KAC bei numerischer Unterlegenheit einen feinen Konter, an dessen Ende Stefan Geier am hellwachen Mac Carruth scheiterte, der sich mit den Pads breitmachte (37.) Der dritte Spielabschnitt startete mit einer Großchance für den EC-KAC: Nur elf Sekunden waren gespielt, als Kevin Kapstad die Scheibe über sämtliche Gegenspieler hinweg an die gegnerische blaue Linie chippte, von wo aus Manuel Ganahl in Penalty Shot-Manier auf Carruth zulief, jedoch an diesem scheiterte. Aber der zweite Treffer des Abends für die Klagenfurter war damit nicht aufgehoben, sondern lediglich aufgeschoben: In einem weiteren Powerplay fanden die Rotjacken rasch in ihre Formation, von hinter dem Tor aus drängte sich Johannes Bischofberger in Richtung Zentrum, seinen Querpass dem Crease entlang musste Jamie Lundmark am langen Pfosten lauernd nur noch über die Linie drücken (43.). Von diesem Zeitpunkt an hatte der Rekordmeister das Spiel unter Kontrolle, Fehérvár AV19 versuchte zwar, sich noch einmal aufzubäumen, öffnete damit aber nur die Räume für einige sehr flüssige KAC-Angriffe. Gegen Adrew Kozek rettete Carruth mit dem letzten Zacken seines Beinschoners (44.), gegen Marco Richter machte der Schlussmann der Ungarn die kurze Ecke zu (49.) und bei einem Konter über Stefan Geier fiel der abschließende Kapstad-Schuss zu zentral aus (50.). Im Glück war der Goalie dann abermals gegen Kozek, der seinen eigenen Rebound - von zwei Gegenspielern noch behindert - knapp am Gehäuse vorbeistocherte (51.). Die einzige nennenswerte Möglichkeit der Ungarn im dritten Drittel fand Áron Reisz in Minute 53 vor, aus spitzem Winkel jagte er einen Abpraller hoch am langen Eck vorbei. So ging auch der dritte Treffer des Abends auf das Konto der Klagenfurter: Bei einem flink vorgetragenen Angriff über Johannes Bischofberger und Thomas Koch bekam Jamie Lundmark den Puck am langen Eck noch gut unter Kontrolle, er legte anstatt zu schießen auf Bischofberger quer, der das Spielgerät aus schon recht schlechtem Winkel unters Tordach zimmerte (58.). Ohne weitere Chancen der (in dieser Partie insbesondere im Passspiel sehr ungenauen) Ungarn zuzulassen, spielte der EC-KAC die Zeit souverän herunter, der Shutout-Erfolg in Székesfehérvár sicherte den Rotjacken endgültig das Ticket für die Play-Offs 2018.

Quelle: red/Erste Bank Eishockey Liga