Daniel Welser: „Das Spiel hätte auch in die andere Richtung gehen können.“

Mittwoch, 19.Oktober 2016 - 7:29
photo_293597_20121007.jpg EXPA / Thomas Haumer

Gestern feierte Meister Salzburg einen Endspurtsieg beim VSV. Nach dem 4:1 war man auf beiden Seiten nicht unzufrieden - die Stimmen zum Spiel...

Lukas Herzog (EC VSV)
…über das Spiel: „Wir haben heute sehr viel richtig gemacht. Wir haben gegen den amtierenden Meister super mitgehalten. Ich bin einfach stolz auf die Mannschaft. Super Leistung. Wir haben sehr viel Potential und Kampfgeist. Wir kämpfen bis zum Umfallen und das zeichnet uns aus.

…über Greg Holst: „Er gibt jedem seine Chance und ist ein super Motivator.“

…über das Rückspiel: „Es haben nur Kleinigkeiten gefehlt. Wir können das Spiel in Salzburg gewinnen.“

Greg Holst (Trainer EC VSV)
…über das Spiel: „Es war eine unglaubliche Leistung von meiner Mannschaft. Der Tormann hat auch gut gespielt. Das zweite Tor war sehr glücklich. Die jungen Spieler haben heute sehr viel Eis bekommen. Nur schade, dass in diesem Moment so ein Tor passiert. Salzburg ist eine sehr gute und gefährliche Mannschaft. Wenn wir komplett sind, schaut es vielleicht ein bisschen anders aus. Bis es so weit ist dauert es leider noch ein wenig. Das Spiel war gut für das Selbstvertrauen, denn man hat gesehen, wenn alle Spieler zurückkommen sind wir nicht so weit hinten. Ich bin ohne Frage stolz auf die Mannschaft.“

…über die jungen Spieler: „Herzog ist ein guter Tormann. Es ist eigentlich geplant, dass er zehn bis zwölf Spiele macht. Das war wegen den Verletzungen schon sein Viertes. Das ist für seine Zukunft sehr wichtig. Er hat viel Talent und arbeitet gut mit Markus Kerschbaumer.“

…über Philipp Pinter: „Er hat sehr gut gespielt. Ein guter Impulsgeber von hinten und hat ein Tor geschossen. Ich bin mit ihm sehr zufrieden. Er ist für uns ohne Frage eine große Hilfe.“

Corey Locke (EC VSV)
…über seine Gehirnerschütterung: „Ich hoffe, es dauert nicht mehr zu lange bis ich zurückkomme. Ich freue mich schon auf das nächste Derby“

Philipp Pinter (EC VSV)
…vor dem Spiel über seine Rückkehr aufs Eis: „Ich weiß auf was ich mich eingelassen habe. Ich bin extrem dankbar, dass ich die Chance bekommen habe. Ich war mit dem KAC auf dem Eis und bin relativ fit, aber habe doch seit acht Monaten kein Spiel bestritten. Ich werde schauen, dass ich schnellstmöglich meinen Rhythmus finde und dem Team helfen kann. Ich will mir nicht zu viel Druck auferlegen. Es sind so viele Führungsspieler in der Mannschaft, dass es überhaupt nicht so schwer ist. Es ist eine sehr interessante und giftige junge Truppe.“

Stefan Widitsch (General Manager EC VSV)
…über Philipp Pinter: „Wir sind sehr froh, dass Philipp Pinter bereit war uns schnell zu helfen. Es ist für ihn und für uns gut. Wir müssen die Zeit bis zur Nationalteampause überbrücken.“

…über ein längeres Engagement von Philipp Pinter: „Es ist immer alles offen. Die Entscheidung ist schnell gefallen. Wir haben uns nach dem Derby mit dem Trainer getroffen. Greg Holst hat uns mitgeteilt, dass es super wäre, wenn wir irgendeinen Spieler bekommen könnten, der uns helfen kann. Der Philipp war in der Nähe und ist ein Topspieler. Er hat relativ schnell entschieden, dass er das machen will.“

…über Lukas Herzog: „Wir hätten gerne wieder einen österreichischen Einser-Goalie. Wenn der Lukas in die Fußstapfen von Bernhard Starkbaum oder Gert Prohaska steigen kann, dann wäre das sensationell.“

…über die Ziele des VSV: „Wir haben finanziell ein hartes Jahr vor uns. Die GmbH Gründung hat uns sehr viel Geld gekostet, das wir nicht haben. Das Ziel ist zu überleben und soweit kommen wie möglich.“

Daniel Welser (EC Red Bull Salzburg)
…über das Spiel: „Es war heute eine sehr, sehr schwierige Aufgabe. Wir brauchen uns mit dem Sieg nicht rühmen. Die drei Punkte nehmen wir gerne mit. Villach hat uns das Leben schwer gemacht und das Spiel hätte auch in die andere Richtung gehen können. Wir sind erst nach 14 Minuten mit der Chance von Michael Raffl richtig ins Spiel gekommen. Wir waren mit den Gedanken wo anders und nicht bereit. Im Laufe des Spiels ist es besser geworden, aber dann mussten wir dem Rückstand hinterherlaufen. Villach hat mit viel Selbstvertrauen gespielt und sich voll reingehauen. Villach hat die Chancen nicht genutzt, deshalb bin ich froh, dass wir unsere lucky bounces reingemacht haben und die drei Punkte mitnehmen. Im letzten Drittel hat man gemerkt, dass wir mehr Power in den Füßen hatten. Wir hätten auch mit null Punkte nach Hause fahren können.“

Greg Poss (Trainer EC Red Bull Salzburg)
…über das Spiel: „Die Villacher haben eine sehr gute Mannschaft und haben hart gekämpft. Es war ein Kampfspiel. Wir haben viel in das Drittel der Villacher gespielt und versucht auf das Tor zu schießen. Irgendwann kommt so ein Schuss, der reingeht. Das dritte Tor war auch sehr wichtig. Es war ein knappes Spiel bis zum Ende. Wir haben mit vier Reihen gespielt, das gibt uns mehr Kraft. Es ist wichtig, dass wir die Tiefe im Kader ausnutzen.“

…über die bisherigen Leistungen der Salzburger: „Es ist eine sehr knappe Liga. Fast jedes Spiel ist ein 50:50 Spiel. Die Mannschaft die ein bisschen mehr arbeitet oder cleverer spielt wird gewinnen, aber jedes Spiel ist hart. Ich gehe davon aus, dass jedes Spiel so sein wird.“

Raphael Herburger (EC Red Bull Salzburg)
…über seine Rückkehr nach Österreich: „Mir gefällt die österreichische Liga mehr. Da man in der Schweiz absteigen konnte, hat jeder Spieler um seinen Beruf gekämpft.“

…über seine bisherige Zeit bei Red Bull Salzburg: „Es war nicht vorhersehbar, dass ich so schlecht starte. Ich hatte sehr viele schlaflose Nächte. Die Chancen sind ja da. Letztendlich geht es um die harte Arbeit, die muss in den nächsten Spielen von vorne bis hinten gemacht werden, dann kommt das Glück schon wieder. In Salzburg muss man sich unterordnen und jeder muss seine Rolle finden.“

…über seine Gehirnerschütterung: „Es ist natürlich zu verzweifeln. Man denkt, das gibt es nicht, jetzt passiert das auch noch. Ich glaube ich bin auf einem guten Weg und dass ich stärker zurückkomme, als ich zuvor gespielt habe.“

Gerhard Unterluggauer (Sky Experte):
…über das Spiel: „Das Spiel hat sensationell begonnen. Es war ein hohes Tempo im ersten Drittel. Im zweiten Drittel war die Luft ein wenig draußen. Die Salzburger haben vier volle Reihen und die Jungs sind im Saft, da kann man im letzten Drittel auch noch voll marschieren. Das Glück war heute auf Seite der Salzburger.“

…über das 3:1: „Meiner Meinung nach war es eine Kickbewegung. Schwierig, ob er bremst und die Scheibe drauf bekommt.“

…über den VSV: „Die Villacher haben bis zum Schluss gekämpft wie die Löwen. Die Tore waren ein bisschen unglücklich. Lukas Herzog hat sensationell gehalten. Der Mannschaft kann man keinen Vorwurf machen. Salzburg muss vom Potential her sicher noch etwas nachlegen. Die Villacher können sehr viel Positives aus dem Spiel rausnehmen. Mit ein bisschen Glück hätten sie das Spiel gewinnen können. Es war im Großen und Ganzen ein gutes Spiel des VSV.“

…über den umstrittenen 2:1 Führungstreffer der Salzburger: „Daniel Welser will irgendwie vorbeikommen. Es war auch unglücklich, da die Scheibe vom eigenen Verteidiger abgefälscht wurde. Das ist Eishockey. Es ist schwierig. In Luft kann sich keiner von beiden auflösen. Wenn der Schiedsrichter es nicht pfeift, ist es korrekt“

…über Greg Holst „Die Jungen sehen, sie bekommen eine Chance bei ihm. Das motiviert auch jeden der in der Kabine sitzt, hoppla da spielen viele Junge, wenn ich gut trainiere bekomme ich auch meine Möglichkeit. Das ist der Schlüssel zum Erfolg.“

…über seine Rückkehr nach Villach: „Es war eine sehr schöne Zeit. Ich halte mich auch immer noch fit. Was mir am meisten abgeht ist die Kabine. Wenn ich den Jungs beim Eislaufen nach dem Training zusehe, dann bin ich schon froh, dass ich zurzeit auf der anderen Seite stehe.“

…über Christof Kromp, Benjamin Lanzinger und ihre bekannten Väter: „So wie es aussieht, haben beide einiges von ihren Vätern mitbekommen. Christof Kromp ist angekommen und spielt ein wirklich gutes Eishockey. Er ist letztes Jahr nach einer Verletzung aus Kanada zurückgekommen und hat gleich gut gespielt. Das lustige ist, dass Kromp und Lanzinger wiedervereint sind, so wie vor 20 Jahren. Anscheinend passt die Chemie auch bei den Kids.“

…über Lukas Herzog: „Es war überhaupt kein Risiko. Der Lukas hat es sich mehr als verdient. Er hat die letzten Jahre sehr hart mit Markus Kerschbaumer gearbeitet. Ein junger und talentierter Goalie muss spielen und ich finde es auch super, dass er jetzt eine Möglichkeit hat.“

Quelle: red/PM