Bozen Präsident: EBEL Chancen nur bei 50:50

Montag, 07.Juli 2014 - 15:40
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Seit der HC Bozen im April als Liganeuling in der EBEL den Meistertitel geholt hat wurde es immer ruhiger um die Südtiroler. So ruhig, dass man schon beunruhigt wurde. Das scheint sich durchaus als gerechtfertigt herauszustellen, denn in einem Interview bestätigt der Präsident der Südtiroler die prekäre Situation. Als der Druck vorletzte Woche besonders groß geworden ist und auch in den Medien wieder verstärkt über die Ruhe beim HC Bozen berichtet wurde, gingen die Italiener in die Offensive. Sie bestätigten finanzielle Probleme und wollten innerhalb von 10 Tagen bekannt geben, wie es weiter geht. Das war vor 11 Tagen... In der gestrigen Ausgabe der Zeitung "Alto Adige" gibt Dieter Knoll, Präsident des HC Bozen, weiterhin Probleme zu. Es gibt noch immer finanzielle Löcher der unerwartet erfolgreichen und dadurch auch teuren letzten EBEL Saison zu stopfen. "Realistisch gesehen würde ich sagen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Teilnahme an der nächsten Spielzeit bei 50% liegt", lässt der Boss des Champions aufhorchen. Im selbigen Interview wird an die lokale Wirtschaft apelliert, sich beim HCB zu melden und den italienischen Rekordmeister zu unterstützen. Zuerst müsse man die Löcher der letzten Saison stopfen, danach kann man erst an die Planung der neuen Spielzeit gehen. Egal in welcher Liga der HCB spielen möchte, er ist spät dran. Verdammt spät. In zwei Monaten beginnt die EBEL Saison, in 6 Wochen die CHL und in knapp 4 Wochen steht das erste Testspiel am Programm. Das alles ohne Budget, ohne Trainer und ohne Mannschaft... Spätestens in dieser Woche soll nun klar sein, wie es weiter geht - und ob es in der EBEL weiter geht. Sollte es mit der Erste Bank Eishockey liga nicht klappen würde die Rückkehr in die höchste italienische Liga auf der Hand liegen. Allerdings nicht mit Dieter Knoll, denn nach den vielen Streitereien der letzten Jahre mit dem Verband will er laut "Alto Adige" diesen Weg nicht gehen.

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