Olympia: Österreichs Spieler kämpfen um Chance ihres Lebens

Dienstag, 18.Februar 2014 - 7:18
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Realistisch gesehen wird es für die österreichischen Nationalspieler im Normalfall nie mehr wieder eine derartige Chance geben. Heute um 12 Uhr Ortszeit (9 Uhr unserer Zeit) treffen die ÖEHV Schützlinge beim OIympia Turnier auf Slowenien - der Sieger steht im Viertelfinale. Begünstigt von der Auslosung und durchaus respektablen Leistungen in ihren Vorrundengruppen haben sich die beiden B-Nationen Österreich und Slowenien die Ausgangslage für den heutigen Viertelfinal-Quali-Tag redlich verdient. Für beide Mannschaften hat sich durch den direkten Vergleich eine Lebenschance ergeben. Der Sieger steht nämlich im Viertelfinale, mischt im Konzert der Top 8 mit. Doch so weit wollen die Österreicher erst gar nicht denken, denn der Fokus liegt ganz klar auf dem Match gegen die Slowenen. Vor knapp zwei Wochen hatte man in einem allerdings eher nichtssagenden inoffiziellen Test die Nase mit 4:1 vorne, das letzte offizielle und wichtige Spiel gewann Slowenien bei der B-WM mit 3:2. "Das ist ein Team mit einer Struktur, das hart arbeitet, also sehr ähnlich spielt wie wir. Es wird sicher ein gutes Spiel", so Teamkapitän Thomas Vanek mit mahnender Stimme. Der NHL Torjäger blieb bisher noch hinter seinen Erwartungen zurück und zeigte sich in den vergangenen Tagen vor allem wegen der teilweise sehr schlechten Presse verärgert. Seine Interviews begann er fast immer mit "Für ein drittklassiges Team war die Leistung gegen Norwegen ganz ok"... Kein EBEL Duell Auch wenn viele Medien von einem Duell der Ligapartner sprechen - ein Blick auf die Kader verrät anderes. Bei den Slowenen spielen nur 5 EBEL Cracks, der Rest der Spieler kommt aus den verschiedensten Ligen. Der Superstar heißt Anze Kopitar und ist auch in der NHL einer der besten Spieler. Doch er musste das letzte Spiel der Vorrunde verletzt abbrechen, hinter seinem Einsatz oder zumindest seiner Fitness steht ein großes Fragezeichen. Es geht am heutigen Vormittag darum, die Leistung vom Sonntag nicht nur zu wiederholen, sondern sogar zu toppen. Eine Bestätigung, sozusagen als Nachricht mitten ins Gesicht all jener, die nach den Spielen gegen die übermächtigen Gegner Finnland und Kanada über sie hergezogen sind. Es ist nicht mehr oder weniger als die Chance des Lebens für die Spieler des Team Austria. So schnell wird man wohl als aktueller Teamspieler nicht mehr so nahe an ein Olympisches Viertelfinale herankommen.

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