99ers stehen in Dornbirn unter Siegzwang

Donnerstag, 23.Januar 2014 - 13:21
photo_445897_20131115.jpg EXPA Peter Rinderer

In der Qualifikationsrunde spitzt sich der Kampf um die Play-off-Plätze weiter zu: Der Dornbirner EC, der 2014 bisher alle Heimspiele gewann, empfängt am Freitag die noch sieglosen Moser Medical Graz99ers. „Wenn wir so weiterspielen, wie in den letzten Wochen, dann schaffen wir die Play-off-Teilnahme“, ist Stürmer Martin Grabher-Meier überzeugt. Aktuell steht der Dornbirner EC allerdings nicht auf einem Play-off-Platz. Durch die 1:3-Niederlage bei SAPA Fehervar AV 19 sind die Vorarlberger in der Tabelle der Qualifikationsrunde auf den dritten Platz abgerutscht. Auf Leader EC-KAC fehlt Patrick Jarrett und Co. aber nur ein Zähler und die Ungarn liegen gar nur dank des besseren Torverhältnisses vorm DEC. „Es war von beiden Seiten ein gutes Spiel. Wir hätten in Ungarn genauso gewinnen können. Leider haben wir es verabsäumt in Überzahl aus unseren Chancen mehr als ein Tor zu machen“, weiß der 30-Jährige. Die Schützlinge von Dave MacQueen mussten damit nach sechs Siegen wieder als Verlierer vom Eis. Der Scoring Streak von Grabher-Meier 2014 ging aber weiter, der Stürmer punktete auch im achten Spiel im Jänner. Aktuell hält der Vorarlberger bei 30 Punkten (13 Treffer und 17 Assists) aus 41 Liga-Einsätzen. Seit Ende November bildet Martin Grabher-Meier beim DEC eine Sturmlinie mit Chris D’Alvise und Jamie Arniel. „Es läuft gut bei uns“, weiß Dornbirns bester Österreicher. Im Kampf um die letzten freien Play-off-Tickets steht für die Vorarlberger nun ein wichtiges Wochenende bevor: Am Freitag empfangen die Bulldogs die Moser Medical Graz99ers und am Sonntag geht es nach Ljubljana. Daheim lief es für die Vorarlberger 2014 bisher ausgezeichnet: Im Jänner konnte die Truppe von Dave MacQueen alle vier Heimspiele gewinnen und dabei einen Gesamtscore von 23:5-Treffern erzielen. „Es darf auch gerne so weiter gehen“, so Grabher Meier, der die Gründe des Erfolges kennt: „Wir spielen jetzt hinten kompakter und auch defensiver als zu Beginn und nützen unsere Konterchancen.“ Dieses Wochenende ist für Patrick Jarrett und Co. auch richtungsweisend im Kampf ums Play-off. Mit Siegen über die Moser Medical Graz99ers und den HDD Telemach Olimpija Ljubljana könnte man sich zwei Konkurrenten vom Leibe halten. Auch wenn die Bulldogs gegen die 99ers mit 3:1-Siegen und gegen die Slowenen mit 4:0 eine klar positive Saisonbilanz haben, bleibt Martin Grabher Meier vorsichtig: „Graz hat eine gute Mannschaft. Die 99ers hatten zwar zuletzt eine schwierige Phase, aber genau das macht sie gefährlich. Wir müssen auf der Hut sein. Ein Vorteil ist, dass wir zu Hause spielen, da müssen wir einfach die Punkte holen. Wir müssen wieder kompakt auftreten. Ihren Goalie mit vielen Schüssen beschäftigen, Strafen vermeiden und selbst unser Powerplay nützen.“ Und zu Ljubljana, wohin die Bulldogs schon am Samstag anreisen, äußerte sich der Stürmer so: „Dort ist es immer schwer. Aber wir wollen auch dort zwei Punkte!“ Das Line-up bleibt unverändert, Brett Sonne fehlt den Bulldogs weiterhin. 99ers vor vorentscheidendem Wochenende Nach zwei bitteren Niederlagen zum Auftakt der Qualifikationsrunde sind die Moser Medical Graz99ers im Tabellenkeller angekommen. Die Steirer haben allerdings immer noch gute Chancen auf die Play-off-Teilnahme. Nun wartet auf die 99ers aber bereits ein vorentscheidendes Wochenende: Am Freitag gastieren Olivier Latendresse und Company in Dornbirn und am Sonntag kommt dann Leader EC-KAC. Aktuell trennen die Murstädter drei Punkte von einem Play-off-Platz. Die 99ers reisen bereits heute, Donnerstag, ins Ländle. Für Daniel Woger und Manuel Ganahl geht es wieder einmal zurück zu den Wurzeln. Letzterer bringt es auf den Punkt: „Wir sind momentan Letzter. Das Wochenende ist unsere letzte Chance, zu zeigen was wirklich in der Mannschaft steckt: Entweder wir sind dann wieder voll dabei oder die Saison ist gelaufen.“ Zuletzt blieben die Moser Medical Graz99ers sechs Mal in Folge sieglos. Auch die Reise ins Ländle hat sich für die Steirer zuletzt nicht ausgezahlt. Nach einem Sieg beim ersten Gastspiel im Ländle am 16. September 2012 mussten die 99ers drei Mal in Folge als Verlierer die Messehalle verlassen. „Dornbirn hat eine sehr gute erste Linie und ein sehr gutes Powerplay. Defensiv spielen wir ja auch nicht schlecht, nur schießen wir keine Tore. Wir müssen noch mehr zum Tor gehen und die Scheibe zum Tor bringen. Ein, zwei Powerplay-Treffer würden uns auch helfen“, so Manuel Ganahl. Das Powerplay ist heuer die Achillesferse der 99ers: In 142 Powerplays gelangen bisher erst 15 Treffer (Effizienz: 10,56 Prozent). Damit belegen die 99ers den zwölften Platz in der Powerplay-Wertung. Der DEC hingegen hat mit einer Effizienz von 25,53 Prozent das beste Powerplay der Liga. Bereits seit zehn Runden konnte die Matikainen-Truppe kein letztes Drittel mehr für sich entscheiden. „Das hat sich bei den Spielern teilweise schon in den Köpfen festgesetzt, teilweise ist uns auch die Kraft ausgegangen. Jetzt haben wir aber wieder vier volle Linien, können voll attackieren und wollen die Statistik ändern. Wir haben jetzt noch acht wichtige Spiele und die wollen wir positiv bestreiten“, sagte der 23-Jährige, der in 46 Spielen 13 Tore und 17 Assists scorte und damit zweitbester Scorer der 99ers ist. Bei den Graz99ers ist Mario Scalzo (im Training umgeknickt) fraglich. Ryan Kinasewich soll nach der Olympia-Pause sein Comeback feiern, für Alexandre Picard ist die Saison wohl zu Ende. Freitag, 24. Jänner 2014, 19:15 Uhr Dornbirner Eishockey Club – Moser Medical Graz99ers (281) Schiedsrichter: FALKNER, GEBEI, Johnstone, Kalb. Bisherige Saisonduelle: 11.10.2013: Dornbirner EC – Moser Medical Graz99ers 4:2 (0:1,0:0,4:1) 25.10.2013: Moser Medical Graz99ers – Dornbirner EC 2:0 (0:0,0:0,2:0) 15.11.2013: Dornbirner EC – Moser Medical Graz99ers 8:6 (1:2,2:4,5:0) 10.01.2014: Moser Medical Graz99ers – Dornbirner EC 3:4 n. V. (1:0,1:2,1:1,0:1)

Quelle: Erste Bank Liga