EBEL: Das Duell Graz gegen Liga geht weiter

Freitag, 27.Dezember 2013 - 5:11
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Jetzt wird's teuer. Die Graz 99ers haben zwar am Donnerstag wichtige Punkte geholt, allerdings trotzdem wieder einmal für Unruhe gesorgt. Der Grund: die Liga hat auf die lautstarke und teils untergriffige Kritik aus der Steiermark reagiert und Geldstrafen verhängt. Es war vor knapp zwei Wochen, als sich der Präsident der Graz 99ers, Jochen Pildner-Steinburg, via "Kleine Zeitung" lautstark an die Öffentlichkeit wandte. Wenig diplomatisch polterte er am Tag vor der Ligasitzung - und blieb dieser dann fern. In der Präsidentensitzung wurden alle Anträge der Grazer mit 11:1 Stimmen abgeschmettert... ...und jetzt gab es auch noch ein Nachspiel. Die EBEL hat den Steirern zwei Geldstrafen von jeweils 2.500 Euro aufgebrummt, berichtet wieder die Kleine Zeitung. Doch damit nicht genug, steht noch eine Strafe gegen Jochen Pildner-Steinburg im Raum. Es wird ein mögliches "ligaschädigendes Verhalten" untersucht, das im Strafenkatalog der Erste Bank Eishockey Liga deutlich geregelt ist und mit Strafen von 5.000 bis 10.000 Euro belegt werden kann. Die Aufregung in der steirischen Landeshauptstadt ist groß, man beschwert sich über die mangelnde Möglichkeit gegen die Urteile der EBEL Rechtskommission in Berufung zu gehen. Auch das ist nichts Neues, vor allem sollte den Grazern diese Regelung nicht unbekannt sein, haben sie bei ihrem Beschluss ja immerhin auch mitgestimmt. Interessant ist auch, dass gerade bei den Steirern immer alle EBEL Urteile an ausgewählte Medien weitergeleitet werden. Genau derartige Strafen will man seit Jahren innerhalb der Liga nur noch intern abhandeln - alle Vereine haben sich bislang auch an diese Vereinbarung gehalten. Bis auf die 99ers, die einmal mehr die Karte "Medien" ausspielen. Zum Nachlesen: Der Bericht über den Rundumschlag von Jochen Pildner-Steinburg: 99ers Chef holt zum Rundumschlag aus

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