Dornbirn braucht gegen Graz dringend Heimpunkte

Donnerstag, 14.November 2013 - 13:32
photo_438691_20131025.jpg EXPA Erwin Scheriau

Der Dornbirner EC empfängt am Freitag die Moser Medical Graz99ers. Während die Vorarlberger zu Hause noch nicht auf Touren kamen, lief es für die Steirer auswärts noch nicht nach Wunsch. Mit Manuel Ganahl und Daniel Woger kehren zwei Vorarlberger heim. Der Dornbirner Eishockey Club legte nach der Pause einen Fehlstart hin. Die Vorarlberger unterlagen am Mittwoch beim EC VSV klar mit 1:7 und kassierten damit die höchste Saisonniederlage. Zum zweiten Mal in Folge erzielten die Bulldogs nur einen Treffer. Vor allem in der Anfangsphase ließen Patrick Jarrett und Co. in Villach einige Hochkaräter ungenützt und schlitterten danach in ein Debakel. „Die Anfangsminuten haben ganz klar uns gehört. Wenn wir in dieser Drangperiode das erste Tor erzielt hätten, wäre das Spiel vielleicht anders verlaufen“, ärgerte sich Martin Oraze, der vor allem mit der mangelnden Chancenverwertung seines Teams haderte: „Das ist keineswegs ungewöhnlich. Momentan leidet die ganze Mannschaft an Ladehemmung. Ab dem 5:1 für Villach war die Moral stark angeknackst und wir waren oft einen Schritt zu langsam.“ Insgesamt 660 Mal schossen die Bulldogs schon auf das gegnerische Tor und erzielten dabei 60 Treffer, macht eine Scoring Effizienz von 9,09%. Damit liegt die MacQueen-Truppe als Siebter eigentlich im Mittelfeld. Die beste Scoring Effizienz hat Villach mit 11,34%, die Schwächste HDD Telemach Olimpija Ljubljana mit 6,43%. Der nächste Gegner, die Moser Medical Graz99ers, aktuell Tabellenvierter kommt auf eine Scoring Effizienz von 8,76% (Platz 8). Aber auch die Defensive der Bulldogs muss sich bei der Nase nehmen, denn Adam Dennis und Co. kassierten heuer in 21 Spielen bereits 74 Tore. Nur die beiden Tabellennachzügler HC TWK Innsbruck „Die Haie“ (76) und HDD Telemach Olimpija Ljubljana (87) mussten mehr Treffer hinnehmen. Auch hier bietet sich ein Vergleich mit den Moser Medical Graz99ers an: Die Steirer haben zwar bisher drei Tore weniger als die Bulldogs erzielt, aber gleich um 22 Gegentreffer weniger kassiert als die Vorarlberger und liegen als Vierter mit 27 Punkten um sechs Plätze vorm DEC (18 Punkte). Nun wartet auf den DEC am Freitag bereits das letzte Spiel dieser Woche daheim gegen die Moser Medical Graz99ers, ehe nächsten Donnerstag und Freitag zwei Auswärtsspiele in Wien und Znojmo am Programm stehen. Vor eigenem Publikum lief es für die Bulldogs noch nicht nach Wunsch. Aus elf Spielen holten Patrick Jarrett und Company erst zehn Punkte oder fünf Siege. Schlechter schnitten zu Hause bisher nur SAPA Fehervar AV19 (9 Punkte) und Ljubljana (5) ab. Um in der Tabelle nicht weiter an Boden zu verlieren, braucht der Tabellenzehnte daher gegen die 99ers Punkte: „Das nächste Spiel wird für uns enorm wichtig. Auf uns warten danach schwere Aufgaben in Wien und Znojmo, da ist ein Heimsieg gegen Graz von enormer Wichtigkeit. Es muss uns gelingen daheim öfters zu Punkten. Wenn wir nicht an Boden verlieren wollen, müssen wir die Heimschwäche überwinden. Ausreden gibt es jetzt keine mehr“, weiß Verteidiger Oraze. 99ers in den Top 4 angekommen Die Moser Medical Graz99ers haben zu Saisonbeginn das Ziel ausgegeben, man wolle sich im Spitzenfeld der Erste Bank Eishockey Liga etablieren. Der Trainerwechsel brachte bei den Steirern nun den gewünschten Erfolg. Mit einem beeindruckenden 6:1-Heimsieg über SAPA Fehervar AV19 meldeten sich die 99ers am Mittwoch aus der Nationalteampause zurück und sind nun in den Top 4 angekommen! Damit sind die Murstädter auch das beste Heimteam der Liga, holten bereits 19 Punkte aus elf Spielen. Beim 6:1-Heimsieg über SAPA Fehervar AV19 waren bei den Steirern sechs verschiedene Spieler erfolgreich. Daniel Woger, der nach 31 Spielen seine persönliche Torsperre durchbrach, weiß: „Petri Matikainen brachte neuen Schwung ins Team. Wir spielen einen ziemlich ähnlichen Spielstil, arbeiten hart und nehmen jetzt auch die Punkte mit. Wir wollen jetzt konstant gute Leistungen liefern und uns vorne festsetzen.“ Bereits am Freitag wartet auf die 99ers das nächste Spiel in Dornbirn. Bereits heute, Donnerstag, traten Daniel Woger und Company die Reise ins Ländle an. Während die Steirer zu Hause die Nummer 1 der Liga sind, lief es in der Fremde noch nicht nach Wunsch. Aus zehn Auswärtsspielen holten die 99ers erst acht Punkte (drei Siege). Unter Petri Matikainen konnten die Steirer allerdings in allen sechs Spielen (fünf Siege) punkten und das einzige Auswärtsspiel in Villach 2:1 gewinnen. „Die Kehrtwende haben wir schon in Villach eingeleitet. Nun wollen wir auch aus Dornbirn zwei Punkte mitnehmen. Wir müssen unser Spiel durchziehen. Ich freue mich schon auf das Match und wieder einmal vor meiner Familie und Freunden zu spielen“, so der 25-Jährige, der wie Teamkollege Manuel Ganahl aus Vorarlberg stammt und bereits den DEC-Dress trug. Headcoach Petri Matikainen muss weiterhin auf Olivier Labelle verzichten. Freitag, 15. November 2013 (19:15 Uhr, live im Internet bei LAOLA1.tv) Dornbirner Eishockey Club – Moser Medical Graz99ers (130) Schiedsrichter: M. NIKOLIC, VEIT, K. Nikolic, Nothegger Bisherige Saisonduelle: 11.10.2013: Dornbirner Eishockey Club – Moser Medical Graz99ers 4:2 (0:1,0:0,4:1) 25.10.2013: Moser Medical Graz99ers – Dornbirner Eishockey Club 2:0 (0:0,0:0,2:0)

Quelle: Erste Bank Liga