Mit Louis Liotti soll es nun in Sterzing klappen

Sonntag, 13.Oktober 2013 - 18:30

Der WSV Sterzing Broncos Weihenstephan ist hoch erfreut, die Verpflichtung des US-amerikanischen Verteidigers Louis Liotti bekannt geben zu können.

Der in New York geborene Liotti, 186 cm groß und 89 kg schwer, spielte in der vergangenen Saison bei Esbjerg in Dänemark. Der Rechtsschütze wurde nach der Ankunft mehrere NHL-Verteidiger vom Trainingscamp des AHL-Clubs Utica Comets vor zehn Tagen ausgemustert.

Liotti ist ein sehr guter Eisläufer mit einem harten Schuss, der vor allem daran denkt, vor dem eigenen Tor für Ruhe zu sorgen. Ein guter und schneller erster Pass, Führungsqualitäten sowie ein trotz seiner Reputation als Defensivverteidiger durchaus vorhandener Offensivinstinkt sollten ihn exakt zu dem Spieler machen, den die Broncos brauchen.

An der renommierten Northeastern University spielte er vier Jahre lang mit ex-Bronco Ryan Ginand und HCP-Publiumsliebling Dennis McCauley und legte eine beachtliche Karriere in einer der besten College-Hockey-Divisionen hin, die er 2008-09 mit der Prämierung als bester Defensivverteidiger der Hockey East abschloss. In vier Jahren bei den NU Huskies spielte er 146 Spiele, erzielte 6 Tore und 24 Assists für 30 Punkte und sammelte 178 Strafminuten. Außerdem war er in den letzten beiden Jahren Assistenzkapitän seines Teams. Seine Plus-Minus-Statistik in der NCAA hält bei +15, wobei er es zweimal mit +12 unter die besten 30 Verteidiger schaffte.

Dank seiner exzellenten Karriere im College-Hockey wurden die Worcester Sharks auf ihn aufmerksam, die ihn für die Saison 2009/10 mit einem AHL-Vertrag ausstatteten. Er schaffte es sogar ins Trainingscamp der San Jose Sharks und begann die Saison in der AHL bei Worcester, wo er aber im Kampf um Eiszeit gegen die Spieler mit NHL-Vertrag den Kürzeren zog. Die Sharks schickten ihn nach nur fünf Spielen zu ihrem ECHL-Farmteam, den Kalamazoo Wings, wo er sich viel Eiszeit verdiente und auch in Über- und Unter AHL eingesetzt wurde. Zwei weitere Male wurde er für insgesamt 10 Spiele von den Worcester Sharks in die AHL zurückgeholt.

In der darauf folgenden Saison wurde er vom Trainer der Reading Royals geholt, um ein Team zu verbessern, das nur knapp am Einzug ins Playoff-Finale gescheitert war, und war dort zwei Jahre lang einer der wichtigsten und beständigsten Verteidiger. Zwei Mal wurde er noch von Bridgeport und Lake Erie für Kurzauftritte in die AHL zurückgeholt. Seine Gesamtbilanz aus 178 Spielen in der ECHL erzählt mit drei Toren und 32 Assists nur die halbe Geschichte, und auch die 125 Strafminuten und die Plus-Minus-Wertung von -5 sind für seinen wahren Wert nur bedingt aussagekräftig.

Im Sommer 2012 unterschrieb er einen Vertrag beim dänischen Erstligisten Esbjerg, wo er mit vier Toren und 22 Punkten in 42 Spielen in der teaminternen Scorerwertung der zweitbeste Verteidiger war. Ligaweit platzierte sich Liotti trotz seiner Reputation als Defensivkünstler an elfter Stelle unter den Verteidigern.

Der sportliche Leiter der Wildpferde Egon Gschnitzer ist zuversichtlich, den richtigen Mann gefunden zu haben: „Er ist mit Sicherheit kein spektakulärer Spieler, der alles niederwalzt, was sich ihm in den Weg stellt oder mit einem Sololauf durch die gesamte gegnerische Mannschaft die Fans aus den Sitzen holt, aber das ist nicht das, was wir brauchen. Wir brauchen genau einen Spieler wie Liotti, der die kleinen Dinge richtig macht, Schüsse blockt, den gegnerischen Stürmern Zeit und Raum wegnimmt und die Scheibe mit schnellen und präzisen Pässen aus der eigenen Zone bringt. Darüber hinaus verfügt er über einen harten Schuss und ist Rechtsschütze, wodurch wir eine weitere Option im Powerplay haben. Ehemalige Trainer und Mitspieler wie auch Trainer aus der DEL2, die sich eingehend über ihn informiert haben, haben uns Louis wärmstens empfohlen. Er selbst hat sich bei Ryan Ginand eingehend über Sterzing informiert und ist voll motiviert. Die Fitness ist mit seiner Einstellung und vor allem nach einem AHL-Trainingscamp mit Sicherheit kein Thema, und deshalb bin ich mir sicher, dass das Spielerkarussell in der Verteidigung nun endlich zur Ruhe kommt.“

Quelle: Quelle: Pressemeldung //PI