St. Louis in Runde 2, Rangers und Bruins verlieren

Sonntag, 22.April 2012 - 6:15
 Eisenbauer

Während die St. Louis Blues bereits in Runde 2 eingezogen sind, kämpfen mit den Rangers, Devils und Titelverteidiger Boston gleich drei prominente Teams gegen das frühzeitige Aus in der ersten Play Off Runde. Chicago zog noch einmal den Kopf aus der Schlinge

St. Louis Blues - San Jose Sharks 3:1 (Serie 4:1)
Die St. Louis Blues sind eine Runde weiter! Im vierten Duell mit den San Jose Sharks waren es vor allem die Routiniers, die den Unterschied ausmachten! Nachdem San Jose 11 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels das 1:0 erzielt hatte, drehten die Blues in diesem Heimspiel im Schlussabschnitt so richtig auf. Ab der 52. Minute trafen Langenbrunner, Perron und McDonald zum 3:1 Endstand und schossen ihre Mannschaft damit in die Conference Halbfinals.

Der Gegner für diese Serie steht noch nicht fest. Für die Sharks geht die Saison zu Ende, wobei San Jose vor allem an der unglaublich starken Defensive ihres Gegners gescheitert sind.

New York Rangers - Ottawa Senators 0:2 (Serie 2:3)
Die New York Rangers waren in der regulären Saison das beste Team im Osten, doch in Runde 1 bekämpfen die Broadway Blueshirts bereits das Saisonende. Die Ottawa Senators, nur die Nummer 8 in der Eastern Conference, haben mit einem 2:0 Auswärtssieg die Hand an der Riesenüberraschung und führen in der Best of Seven Serie mit 3:2 Siegen. Zu Hause könnten die Kanadier mit einem weiteren Erfolg den Aufstieg fixieren.

Der "Sargnagel" des Abends hieß aus Rangers-Sicht Jason Spezza. Der Angreifer hatte in den ersten vier Duellen kein Tor geschossen, traf dafür im Madison Square Garden in Spiel 5 gleich doppelt. Noch wichtiger bleibt aber Craig Anderson, der im Tor der Senators schon wieder über sich hinaus gewachsen ist und 41 Schüsse für einen Shutout abwehrte.

Die Rangers haben enorme Probleme im Spiel 5 gegen 5 und konnten seit 261 Minuten mehr keinen Treffer bei numerischem Gleichgewicht erzielen. Wenn dann das Power Play auch auslässt, kommt eine schmerzhafte Niederlage für den Favoriten zustande. Dieser muss nun in der Nacht auf Dienstag zurückschlagen. Im Scotiabank Place von Ottawa geht es für die Rangers bereits gegen das Saisonende.

Florida Panthers - New Jersey Devils 3:0 (Serie 3:2)
Seit 1996 hat Florida keine Play Off Serie mehr gewonnen, nach dem 3:0 Heimsieg gegen New Jersey fehlt den Panthers aber nur noch ein Sieg, um diese schwarze Serie zu beenden. In Spiel 5 war es Goalie Jose Theodore, der zum Matchwinner avancierte und sich dabei von Martin Brodeur inspiriert zeigte. Der Routinier-Torhüter der Devils war im vorletzten Spiel aus dem Gehäuse geholt worden und antwortete im Match danach mit einem Shutout. Das habe ihn inspiriert, meinte Theodore anerkennend.

Es war der zweite Play Off Shutout für den Goalie - in seiner Karriere! Die Devils taten sich abermals sehr schwer im Spiel nach vorne und vor allem mit ihrer Effizienz. Dafür traf Florida und konnte sich auf seine Special Teams verlassen. In der 25. Minute markierte Versteeg im Power Play die 1:0 Führung und mit diesen hauchdünnen Vorsprung ging es auch ins letzte Drittel. In diesem machte Scottie Upshall gerade noch rechtzeitig vor der Schlussoffensive der Gäste das 2:0 und als New Jersey schon den Torhüter vom Eis geholt hatte, folge noch ein Shorthander ins leere Tor zum 3:0 Endstand.

In der Nacht auf Mittwoch müssen die New Jersey Devils nun zu Hause antworten und den ersten Matchpuck der Panthers bekämpfen.

Boston Bruins - Washington Capitals 3:4 (Serie 2:3)
Der Titelverteidiger steht mit dem Rücken zur Wand! Nicht nur, dass die Bruins im fünften Spiel ihrer Serie gegen die Washington Capitals verloren, sie haben auch den Heimvorteil aus der Hand gegeben! Mit dem 4:3 Sieg in Boston können die Capitals rund um Alexander Ovechkin schon in der Nacht auf morgen alles klar machen.

Und die Capitals zeigten sich bereit für die Sensation, legten im Mittelabschnitt eine 2:0 Führung vor und ließen sich auch von einem Doppelschlag binnen 18 Sekunden nicht aus der Ruhe bringen. Im letzten Drittel ging Washington erneut in Führung und fand auf das relativ schnelle 3:3 die perfekte Antwort. Nur 87 Sekunden vor Schluss traf Troy Brouwer im Power Play zum 4:3 und machte damit den Game Winner des Abends.

Phoenix Coyotes - Chicago Blackhawks 1:2 (Serie 3:2)
Die Phoenix Coyotes haben ihre erste Chance vergeben. Noch nie hat der Verein, der 1996 aus Winnipeg übersiedelt ist, eine Play Off Runde überstanden und nach der Heimniederlage gegen Chicago werden die Nerven wieder flattern.

Die Blackhawks mussten dieses Spiel gewinnen, wollten sie ihre Saison verlängern. Es sah aber einige Zeit nicht danach aus, denn Phoenix ging in der 23. Minute in Führung und verteidigte diese bis zum Schlussabschnitt. Dann allerdings gelang Chicago 11 Minuten vor dem Ende der Ausgleich und die Partie ging in die Overtime. In dieser schlug dann Jonathan Toews zu und machte nach 2:44 Minuten das 2:1 - der Sieg für die Blackhawks!

Übrigens werden Verlängerungen in dieser Serie schon zur Gewohnheit. Es war die fünfte Overtime im fünften Duell - das gab es bislang noch nie in der NHL Geschichte! Und auch Chicago sollte schön langsam Erfahrung in solchen Sachen haben, denn die Hawks haben nun schon sieben Mal in Serie in den Play Offs in einer Overtime gespielt.

Quelle: