Kann ausgerechnet Jesenice die 99ers stoppen?

Montag, 30.Januar 2012 - 15:18
photo_205055_20120120.jpg EXPA / M. Kuhnke

Die Moser Medical Graz99ers empfangen am Dienstag (ab 19:15 Uhr) in der Qualifikationsrunde den HK Acroni Jesenice. Die Steirer gewannen ihre letzten acht Heimspiele, während die Slowenen in der Fremde bereits seit 15 Spielen ohne Sieg sind. Alle (Acht-)ung vor den Moser Medical Graz99ers! Die Steirer besiegten am Sonntag Liga-Neuling HC Orli Znojmo mit 3:2 nach Verlängerung und feierten damit ihren achten Heimsieg in Folge. Dabei sahen die Murstädter lange Zeit nicht wie der Sieger aus. Bis zur 53. Minute lagen die Steirer gegen die Tschechen nämlich mit 0:2 zurück, ehe Kapitän Cole Jarrett und Manuel Ganahl ihr Team in die Overtime retteten. In der Overtime hatten die 99ers dann dank Znojmo-Schreck Zdenek Blatny das bessere Ende. Der 31-jährige Stürmer erzielte gegen seine tschechischen Landsleute heuer bereits seinen dritten Treffer (achten Scorerpunkt). „Die Tschechen waren der erwartet harte Gegner. Aber wir haben niemals aufgegeben und wurden dafür belohnt“, berichtete 99ers-Headcoach Mario Richer. 99ers heiß auf den neunten Streich Damit führen die 99ers weiter die Tabelle der Qualifikationsrunde an und sind als einziges Team in der Hoffnungsrunde sogar noch ungeschlagen! Am Dienstag treffen Cole Jarrett und Co. nun in einem weiteren Heimspiel auf Schlusslicht HK Acroni Jesenice. Im Saisonduell mit den Red Steelers, die ihre letzten 15 Auswärtsspiele verloren, führen die Steirer mit 4:0. Dennoch bleibt Mario Richer vorsichtig und warnt sein Team vor dem HKJ: „Die Slowenen haben ein gutes junges Team und arbeiten stets sehr hart. Am Sonntag musste sich der HKJ zu Hause gegen Villach nur knapp 2:3 geschlagen geben. Wir müssen wieder bereit sein und uns weiter steigern. Es gibt keine leichten Spiele in dieser Liga. Und die Duelle mit Jesenice verliefen meist eng und waren hart umkämpft“, so Trainer Mario Richer, der den neunten Heimsieg in Folge im Visier hat. Starke Defensive In der Qualifikationsrunde konnte sich der 46-jährige Franko-Kanadier bisher auf seine Defensive um Schlussmann Frederic Cloutier verlassen. Erst vier Treffer mussten Frederic Cloutier und Co. in ihren drei Spielen der Hoffnungsrunde hinnehmen. Auffallend: In der Qualifikationsrunde fallen allgemein viel weniger Tore (bisher erst 35 Treffer in vier Runden), als in der Platzierungsrunde (72). „Die Defensive ist ein wichtiger Baustein zum Erfolg. Bei uns sind alle Spieler auch für die Defensive verantwortlich. Aber vielleicht haben die Top-Sechs-Teams auch die größeren Könner und es fallen deshalb in der Platzierungsrunde mehr Tore?“, lächelte Mario Richer, der mit Freude auch die Unterstützung seines Teams durch die Fans gegen den HC Orli Znojmo aufgenommen hat. „Die Fans haben die Spieler toll unterstützt. Auch gegen den HK Acroni Jesenice brauchen wir wieder die Fans als unseren siebten Mann.“ Mario Richer muss weiter auf Stürmer Daniel Woger (verletzt) verzichten. In der Steiermark grassiert außerdem die Grippe. Stürmer Toni Dahlman und Verteidiger Sebastien Bisaillon sind daher für Dienstag fraglich. Jesenice will nicht nur Punktelieferant sein Der HK Acroni Jesenice war in den letzten Wochen nur Punktelieferant. Seit dem 2:1-Sieg über Meister EC Red Bull Salzburg am 1. Jänner 2012 mussten Tomi Hafner und Co. zehn Mal als Verlierer das Eis verlassen. Dabei erzielten die Red Steelers nur zehn Treffer, bei 37 Gegentreffern. Erst am Sonntag mussten sich die Slowenen daheim im Karawankenderby den EC REKORD-Fenster VSV mit 2:3 geschlagen geben. Beinahe hätten Tomi Hafner und Co. ihren zweiten Sieg 2012 eingefahren, aber letztlich fehlte den Slowenen erneut ein Vollstrecker. 28 Mal schossen die Steelers auf das Tor von Bernhard Starkbaum, durften aber nur zwei Mal jubeln. „Villach wäre zum Erwischen gewesen. Die Adler präsentierten sich nicht so stark, wie in den letzten Duellen. Wir ließen aber zu viele Chancen aus, während die Adler ihre Routine ausspielten und unsere individuellen Fehler zu drei Treffern nützen“, ärgerte sich Co-Trainer Dejan Varl. Nun wartet auf die Truppe von Heikki Mälkiä am Dienstag das vierte Spiel im Rahmen der Qualifikationsrunde bei den Moser Medical Graz99ers. Auswärts mussten die Slowenen zuletzt sogar 15 Mal in Folge als Verlierer das Eis verlassen. Die Play-off-Chancen des HKJ sind nach der Niederlage gegen den EC REKORD-Fenster VSV wohl nur noch mathematischer Natur. Dennoch wollen sich Tomi Hafner und Co. mit Anstand verabschieden und in den letzten Spielen nicht nur Punktelieferant sein. „Die Jungs werden wieder kämpfen, denn wir haben nichts zu verschenken und können gegen jeden Gegner überraschen“, gibt sich Varl zuversichtlich. Während die Slowenen in der Defensive in den vergangenen Tagen und Wochen durchwegs überzeugten, hatten die Stürmer die Hex am Schläger. Nur zehn Treffer erzielten die Red Steelers in ihren letzten zehn Spielen. Die Abwehr um Goalie Michal Fikrt hingegen musste in diesem Zeitraum „nur“ 37 Gegentreffer (durchschnittlich: 3,7 Treffer pro Spiel) hinnehmen. „Wir müssen einfacher spielen: Die Stürmer müssen aggressiver agieren, vor dem gegnerischen Tor hungriger sein und auf die Rebounds gehen.“, kennt der ehemalige Verteidiger das Erfolgsrezept für sein Team. Die Slowenen haben US-Stürmer Jonathan Juliano wieder abgegeben und setzen dafür auf einen jungen Slowenen. Jure Dolinsek fehlt dem HKJ weiterhin verletzt. Im Tor beginnt erneut Michal Fikrt. Dienstag, 31. Jänner 2012, 19:15. Moser Medical Graz99ers – HK Acroni Jesenice (245) Referees: GEBEI, VEIT, Kovacs, Nagy Bisherige Saisonduelle: 02.10.2011: Moser Medical Graz99ers – HK Acroni Jesenice 3:2 (2:0, 1:1, 0:1) 30.10.2011: HK Acroni Jesenice – Moser Medical Graz99ers 3:4 n. V. (2:1, 1:0, 0:2, 0:1) 06.12.2011: HK Acroni Jesenice – Moser Medical Graz99ers 0:3 (0:2, 0:0, 0:1) 20.01.2012: Moser Medical Graz99ers – HK Acroni Jesenice 4:1 (2:0, 2:0, 0:1)

Quelle: Erste Bank Liga