Zwischen Wien und Graz geht es um die Serie

Samstag, 06.November 2010 - 15:29
img_5222.jpg MKL / Hockeyfans.at

Die Vienna Capitals empfangen am Sonntag (18:00 Uhr) im letzten Spiel vor der Liga-Pause die Moser Medical Graz99ers. Die Wiener gewannen ihre letzten sieben Heimspiele, die Steirer feierten vier Siege in Folge! Im Saisonduell führen die Murstädter mit 2:0-Siegen! Die Vienna Capitals unterlagen am Freitag bei Leader EC-KAC mit 3:5 und müssen damit weiter auf den ersten Saisonsieg gegen Klagenfurt warten. Am Sonntag setzen die Wiener die Meisterschaft nun mit einem Heimspiel gegen die Moser Medical Graz99ers fort. Auch die Steirer fehlen den Caps noch auf ihrer Abschussliste. Die Wiener verloren beide Duelle mit 2:3 – vor einer Woche in Graz allerdings erst nach Penaltys. Seit der 2:3-Heimniederlage in der dritten Runde am 17. September 2010 gegen die Moser Medical Graz99ers haben die Vienna Capitals allerdings kein Heimspiel mehr verloren, feierten sieben Heimsiege am Stück. Außerdem feuerten Francois Fortier und Company vor eigenem Publikum bisher aus allen Rohren, erzielten in neun Heimspielen bereits 47 Treffer (Ligabestwert), bei nur 23 Gegentreffern. Capitals-Stürmer Rafael Rotter sprach nach der 3:5-Pleite in Klagenfurt - der fünften Auswärtspleite in Folge - von einer „katastrophalen Leistung: Der EC-KAC konnte mit uns machen, was er wollte. Wir waren verloren, zeigten zu wenig Körperspiel und sind zu wenig eisgelaufen. Mit einer solchen Leistung kann man in Klagenfurt nicht gewinnen. Der EC-KAC ist momentan die beste Mannschaft, dass war uns bewusst. Aber wir haben ebenfalls ein gutes Team und sind in der Lage die Rotjacken zu schlagen. Wir dürfen aber nicht zu faul sein 1 gegen 1 zu spielen. Wir müssen uns jetzt selber an der Nase nehmen und schon im Training damit anfangen“, so der Wiener, der am Sonntag gegen die Moser Medical Graz99ers an einen Fortsetzung der tollen Heimserie – sieben Siege in Folge - hofft: „Jetzt müssen wir zu Hause gewinnen, aber dafür brauchen wir eine bessere Leistung. Es rechnen auch alle - vom Vorstand bis zu den Fans - mit einem Sieg. Wir wollen nun endlich den ersten Sieg gegen Graz feiern. Schon in Graz wäre mehr als ein Punkt drinnen gewesen.“ Bei einer Niederlage droht den Capitals außerdem ein weiterer Rückfall in der Tabelle. Bei den Wienern fehlt neben Cory Larose und Youssef Riener weiterhin auch Kapitän Benoit Gratton. „Ihn kann man nicht ersetzen. Jeder muss nun noch mehr machen“, weiß Rotter, der sich sehr über die Einberufung in das Nationalteam freut: „Das gibt mir einen Extrapush und zu Hause läuft es bisher sehr gut für uns. Allerdings müssen wir anders auftreten als in Klagenfurt, sonst wird es auch zu Hause schwer.“ Die Vienna Capitals stellen mit Francois Fortier den wertvollsten Spieler der Liga. Der Kanadier hält bereits bei 28 Punkten (20 Tore, acht Assists). 20 Saisontreffer sind übrigens ebenfalls Ligaspitze. Steirer am Weg nach vorne Seit vier Spielen ist Christoph Harand nach einer Verletzung wieder retour bei den Moser Medical Graz99ers und mit ihm kam auch der Erfolg zurück. Denn seither feierten Harry Lange und Company in vier Spielen vier Siege und schafften in der Tabelle den Anschluss an das vordere Mittelfeld. Ihren Erfolgslauf wollen die 99ers nun auch am Sonntag – im letzten Spiel vor der Liga-Pause – in Wien fortsetzen. Die Steirer führen im Saisonduell mit den Vienna Capitals mit 2:0-Siegen und waren die letzte Mannschaft, die in der Bundeshauptstadt gewinnen konnte. Danach feierten die Wiener zu Hause allerdings sieben Siege in Folge. Die Freude über das erfolgreiche Comeback merkt man Christoph Harand, der in 13 Spielen bisher fünf Tore und drei Assists scorte, regelrecht an: „Vier Siege in Folge seit meinem Comeback ist natürlich super. Ich glaube allerdings nicht, dass der Erfolg ganz alleine an mir liegt. Wir haben jetzt vier Linien, die ununterbrochen spielen können. Seit ich mit Harry Lange und Manuel Ganahl in der vierten Linie zum Einsatz komme, haben wir einen Plus-Minus-Wert von +4. Natürlich sollte ich nicht in der vierten Linie sein, aber der Erfolg gibt der Mannschaft Recht. Allerdings wird es nach der Liga-Pause sicherlich Veränderungen geben.“ Nun freut sich der Stürmer auf das Gastspiel in seiner Heimatstadt Wien: Die ersten beiden Saisonduelle haben die 99ers gewonnen. Chris Harand, dessen Bruder Patrick ebenfalls den Graz99ers-Dress trägt, warnt jedoch vor den Capitals, die ihre letzten sieben Heimspiele gewannen: „Wien ist immer gefährlich, vor allem zu Hause. Wir dürfen keine Strafen nehmen, denn im Powerplay sind sie gut. Außerdem müssen wir in der Defensive wieder konsequent und top spielen. Der Schlüssel zum Erfolg, werden auch die Special Teams sein. Die Mannschaft muss in Wien nicht zaubern, sondern 60 Minuten konstant ihre Leistung bringen.“ 99ers zeigen Auswärtsstärke Zuletzt besiegten die Grazer am Freitag SAPA Fehervar AV19 mit 4:3 und unterstrichend damit ihre Auswärtsstärke (neun Spiele – sechs Siege). Außerdem drehten die Steirer - wie schon eine Woche zuvor in Zagreb mit vier Treffern in Mitteldrittel - einen 0:2-Rückstand nach 20. Minuten um. „Wir spielen im zweiten Drittel besser, konsequenter und mit mehr Hirn, Es läuft jetzt. Jetzt wollen wir in Wien den fünften Sieg in Folge feiern“, berichtete der gebürtige Wiener. Mit einem Sieg würden die Graz99ers übrigens in der Tabelle an Wien vorbeiziehen. Nach zwei freien Tagen, die Christoph Harand in Wien verbringen wird, bereiten sich die 99ers in der Liga-Pause unter Co-Trainer Martin Krainz auf die nächsten Aufgaben vor. Topscorer der Grazer ist Mike Ouellette mit 17 Punkten (acht Treffer und neun Assists). Der Kanadier führt mit acht Treffern auch die klubinterne Torschützenliste vor Warren Norris und Markus Peintner (je 7 Tore) an. Headcoach Bill Gilligan steht der gesamte Kader zur Verfügung. Sonntag, 07. November 2010, 18:00 EV Vienna Capitals – Moser Medical Graz99ers (093). Schiedsrichter: FALKNER, Hofstätter, Smeibidlo. Bisherige Saisonduelle: 17.09.2010: EV Vienna Capitals – Moser Medical Graz99ers 2:3 (0:1, 1:0, 1:2) 31.10.2010: Moser Medical Graz99ers - EV Vienna Capitals 3:2 n. P. (1:1, 1:1, 0:0, 0:0, 1:0).

Quelle: