Alba Volan hat keine Angst vor den 99ers

Donnerstag, 21.Januar 2010 - 14:59
09-10-bwl-alba1-satosaari-port1.250.jpg BWL/Eisenbauer

SAPA Fehervar AV19 empfängt am Freitag (19.15 Uhr) Tabellenführer Moser Medical Graz 99ers. Die Ungarn präsentierten sich in dieser Saison bisher sehr heimstark, gewannen 16 von 22 Spielen und stehen vor ihrer ersten Play-off-Teilnahme in der Erste Bank Eishockey Liga.

Nach zwei erfolglosen Anläufen, befindet sich SAPA Fehervar AV19 heuer in der Erste Bank Eishockey Liga voll auf Play-off-Kurs. Neun Runden vor dem Ende des Grunddurchgangs ist Ungarns Meister mit 48 Punkten sicherer Sechster, bereits 13 Zähler vor einem Nicht-Play-off-Platz.

Bereits 16 Heimsiege
Außerdem können die heimstarken Ungarn von den letzten neun Spielen fünf Partien zu Hause bestreiten. Daheim feierten die Magyaren bisher in 22 Spielen 16 Siege. Nur die Vienna Capitals (18), die Red Bulls Salzburg und die Moser Medical Graz 99ers (jeweils 17) feierten mehr Heimsiege. Nach der 1:6-Schlappe in Klagenfurt kehrten die Ungarn am Dienstag mit einem 3:1-Heimsieg gegen KHL Medvescak Zagreb gleich wieder auf die Siegerstraße zurück und unterstrichen damit ihre Heimstärke: Von ihren letzten sieben Heimspielen haben die Schützlinge von Jarmo Tolvanen nur eine Partie verloren. „Wir zeigten gegen die Kroaten vom Beginn an eine sehr gute Leistung und dieses Mal waren wir auch sehr effizient. Außerdem agierten wir in der Defensive sehr stark und auch diszipliniert. Wir führten von der ersten bis zur letzten Minute und wir haben das Match klar dominiert. Zagreb wurde uns nie wirklich gefährlich und unser Sieg stand nie in Frage”, so Fehervar-Co-Trainer Lajos Enekes.

Besonders zufrieden war Fehervar-Headcoach Jarmo Tolvanen mit den Special Teams. „Wir spielten stark in Unterzahl und Überzahl mit dem kleinen Wehrmutstropfen, dass uns kein Powerplay-Treffer gelungen ist. Die Mannschaft verdient für ihre Leistung ein Sonderlob und wir konnten mit diesem Sieg auch unseren Fans viel Freude bereiten”, ließ er uns durch seinen Co-Trainer ausrichten.

Kein Angst vor dem Leader
Am Freitag wartet auf die Ungarn schon das nächste Heimspiel: Mit den Moser Medical Graz 99ers kommt der Tabellenführer nach Szekesfehervar. „Wir wollen überraschen. Die Spieler müssen realisieren, dass das Spiel gegen Zagreb vorbei ist: Sie müssen wieder hart und zielstrebig arbeiten, um gegen die 99ers erfolgreich zu sein. Wenn es uns gelingt erneut eine so starke Defensivleistung, wie gegen Medvescak zu zeigen und wir vorne unsere Chancen nützen können, dann haben wir eine realistische Chance auf zwei Punkte. Außerdem müssen wir von der Strafbank fernbleiben und die 1-gegen-1-Situationen für uns entscheiden“, so Lajos Enekes.

Die Teufel müssen Verteidiger Rastislav Ondrejcik vorgeben. Im Tor soll Zoltan Hetenyi den Vorzug gegenüber Tommi Satosaari bekommen. Topscorer der Magyaren ist Arpad Mihaly mit 48 Punkten (20 Treffer und 28 Assists). Die meisten Treffer hat Krisztian Palkovics (22) erzielt.

Ein guter Test
Der Countdown läuft: Nur noch neun Spiele stehen für Tabellenführer Moser Medcial Graz 99ers bis zum Start der Play-offs auf dem Programm. Neun Spiele in denen die Murstädter ihren ersten Platz verteidigen und sich auf die heiße Phase der Meisterschaft vorbereiten wollen.

„Bisher haben wir mehr gut als schlecht gespielt, das sieht man ja schon an der Tabelle. Jetzt warten noch neun Spiele auf uns. Wir wollen diese Spiele gewinnen und am Ende in der Tabelle möglichst weit vorne stehen. Unser Ziel ist es gut vorbereitet und in toller Form ins Play-off zu gehen“, so Headcoach Bill Gilligan, der das Spiel gegen die Ungarn als guten Test für die Play-offs sieht: „Die Ungarn sind sehr heimstark. Aber die Liga ist als ganzes sehr ausgeglichen: Ljubljana hat gegen den KAC gewonnen. Auch Jesenice oder Zagreb sind zu Hause für einen Sieg gut. In Ungarn brauchen wir wieder eine gute Defensivleistung und Disziplin.“

Die Defensive war bisher der große Trumpf der Moser Medical Graz 99ers: In 45 Spielen mussten Fabian Weinhandl, der mit einer Fangquote von 92,08 Prozent die Nummer eins der Torhüter-Statistik der Liga ist, bzw. Sebastien Charpentier erst 110 Mal den Puck aus den Maschen holen.

Außerdem reisen die 99ers als bestes Auswärtsteam nach Szekesfehervar: Aus 23 Spielen konnten Harry Lange und Co. 29 Punkte (13 Siege) holen. Weiters sind die Moser Medical Graz 99ers im Penaltykilling (86,15 Prozent ihrer Unterzahlspiele überstehen die Grazer ohne Gegentreffer) und in der Fair-Play-Wertung (nur 13,04 Minuten verbringen die Steirer in jedem Spiel im Durschnitt in der Kühlbox) top. Mit Eric Healey spielt auch der Liga-Topscorer in den Reihen der 99ers: Der US-Amerikaner hält bereits bei 59 Punkten (24 Tore, 35 Vorlagen). Die meisten Tore der Murstädter hat Warren Norris (25) erzielt.

Die Moser Medical Graz 99ers müssen aus Patrick Harand, Rodney Jarrett und Manuel Ganahl verzichten, für Florian Iberer ist die Saison vorbei.

Freitag, 22. Jänner 2010, 19.15 Uhr.
SAPA Fehervar AV19 – Moser Medical Graz 99ers (226).
Schiedsrichter: TRILAR, Hribar, Rakovic.

Bisherige Saisonduelle:
11.09.2009: SAPA Fehervar AV19 – Moser Medical Graz 99ers 1:6 (1:1, 0:3, 0:2).
09.10.2009: Moser Medical Graz 99ers – SAPA Fehervar AV19 3:2 (2:0, 0:2, 1:0).
15.11.2009: Moser Medical Graz 99ers – SAPA Fehervar AV19 3:2 n.V. (0:1, 1:1, 1:0, 1:0).
13.12.2009: SAPA Fehervar AV19 – Moser Medical Graz 99ers 4:2 (2:1, 1:0, 1:1).
29.12.2009: Moser Medical Graz 99ers – SAPA Fehervar AV19 3:1 (3:0, 0:0, 0:1).

Quelle: