Hält die 99ers Heimserie auch gegen den VSV?

Mittwoch, 14.Oktober 2009 - 14:29
img_9118.jpg MKL / eishockeybilder.com

Die Moser Medical Graz 99ers empfangen am Donnerstag den EC VSV. Die Steirer gehen als Favorit ins Verfolgerduell: Die Murstädter feierten in sechs Heimspielen sechs Siege! In den letzten neun Runden konnten die 99ers immer punkten, holten 17 Zähler. Die Villacher Adler wollen nach drei Niederlagen in Folge zurück auf die Siegerstraße. Das „Werkl“ der Moser Medical Graz 99ers läuft derzeit auf Hochtouren. Die Arbeit von Trainer Bill Gilligan trägt Früchte: Harald Lange und Co. lernen ihren Gegnern wieder das Fürchten: In den letzten neun Spielen konnten die Steirer immer punkten und dabei acht Siege feiern. Mit 21 Zählern belegen die Murstädter hinter dem punktegleichen Leader, EHC LIWEST Black Wings Linz, den zweiten Platz. Schon ein Punkt genügt den Schützlingen von Bill Gilligan am Donnerstag im Heimspiel gegen den EC VSV um zumindest für 24 Stunden die Tabellenspitze zu erklimmen. Doch Harald Lange und Co. wollen mehr, zwei Punkte sind das Ziel. Heimstarke Graz 99ers Vor eigenem Publikum konnten die 99ers bisher vollkommen überzeugen: In sechs Spielen feierten die Grazer sechs Siege (Torverhältnis: 28:11) und sind als einiges Team der Erste Bank Eishockey Liga zu Hause noch ohne Niederlage! „Die Mannschaft ist hungrig nach Erfolg. Wir sind am richtigen Weg, müssen uns aber weiterhin verbessern. Wichtig ist es die Heimspiele zu gewinnen. Wir wollen vor unseren Fans stark auftreten und zu Hause voll punkten. Dann können wir auswärts befreiter aufspielen“, berichtete 99ers-Stürmer Markus Peintner, der im Vorjahr noch den Dress des EC VSV trug und bereits mit dem EHC LIWEST Black Wings Linz, den Vienna Capitals und den Villacher Adlern je einen Meistertitel holte. 99ers wollen ihre Serien fortsetzen Ihre tollen Erfolgsserien - neun Partien am Stück immer gepunktet und zu Hause in sechs Spielen sechs Siege – wollen die Steirer auch gegen den EC VSV, der zuletzt drei Niederlagen in Folge kassierte, fortsetzen. Markus Peintner, der selbst vier Jahre in der Draustadt spielte, warnt vor seinem Ex-Klub: „Auch wenn der VSV zuletzt einige Spiele verloren hat, werden wir Villach nicht unterschätzen. Beim VSV ist der Zusammenhalt sehr groß. Sie spielen oft gerade in schwierigen Phasen sehr gut.“ Kontakt hat der gebürtige Vorarlberger nach wie vor zu einigen VSV-Spielern. Das intensive Programm der vergangenen Tage sieht der 28-Jährige als kein Problem. „Wir spielen durchgehend mit vier Linien.“ Begeistert zeigte sich Markus Peintner auch von seinem jungen Vorarlberger Landsmann Manuel Ganahl, der im Sommer von Dornbirn in die Steiermark wechselte. Durch den Ausfall von Mark Brunnegger bekam Ganahl beim 5:3-Erfolg in Wien am Dienstag mehr Eiszeit. Der 19-jährige Stürmer spielt heuer seine erste Saison in der Erster Bank Eishockey Liga. „Er hat sehr gut gespielt, als wäre er schon einige Jahre mit dabei“, so der 99er. Coach Bill Gilligan stehen Sven Klimbacher und Martin Hohenberger nicht zur Verfügung. Mark Brunnegger ist fraglich. Adler zuletzt gestrauchelt Nach dem tollen Höhenflug zu Saisonbeginn, ist der Motor es EC VSV zuletzt etwas ins Stottern geraten. In den vergangenen drei Runden mussten die Adler drei Mal als Verlierer vom Eis und sind in der Tabelle von Platz 1 auf 3 abgerutscht. Am Dienstag verloren die Draustädter bei SAPA Fehervar AV19 in Ungarn klar mit 1:5. Dabei verzeichneten die Kärntner in den ersten 40 Minuten mehr als doppelt so viele Torschüsse wie die Hausherren (33:15). „Die Mannschaft war in guter Verfassung, aber nicht intelligent genug. Wir hatten etwas zu wenig Respekt vor den Konterattacken der Ungarn“, ärgerte sich Headcoach Johan Strömwall, der nach drei Niederlagen in Folge in Graz zurück auf die Siegerstraße will: „Es wird sehr schwer für uns. Die Grazer sind für mich zurzeit die beste Mannschaft in der Liga. Wir müssen unser bestes Niveau abrufen.“ Mit einem Sieg nach 60 Minuten können sich die Blau-Weißen zumindest für 24 Stunden den Platz an der Sonne zurückholen. Auswärts reichte es für Mike Stewart und Co. in sechs Spielen allerdings erst zu zwei Siegen. Das 1:5 in Ungarn ist bereits aufgearbeitet. „Wir haben nach dem Spiel in der Kabine noch eine Besprechung gehabt. Wir müssen in unserem Drittel kompakter agieren und die vielen Turn-Overs im Mitteldrittel abstellen. Die Ungarn sind zu oft 2 gegen 1 oder 3 gegen 2 auf unser Tor gefahren. Außerdem war ihr Goalie unglaublich stark. Wir haben viel Druck gemacht, aber es ging einfach nix rein“, berichtete auch VSV-Kapitän Mike Stewart und fuhr fort: „Es herrscht jetzt keine Panik. Wir müssen wieder zum Wesentlichen zurückkehren. Nun warten zwei sehr schwere und wichtige Spiele auf uns, zunächst in Graz und am Sonntag zu Hause gegen die Vienna Capitals. Die Steirer sind super drauf, sie haben eine sehr kompakte Mannschaft und spielen in der Defensive sehr stark. Es wird sicher eine große Herausforderung. Außerdem dürfen wir nicht zu viele Strafen nehmen. Zu viele Unterzahlspiele kosten zu viel Kraft und Powerplaysituationen können Spiel entscheidend sein. Wir wollen den Sieg und mit zwei Punkten aus Graz heimreisen.“ VSV-Headcoach Johan Strömwall steht Michael Raffl nicht zur Verfügung. Auch Verteidiger Mike Martin dürfte weiterhin ausfallen. SKY Sport Austria überträgt das Spitzenspiel live aus dem Bunker zu Graz/Liebenau. Donnerstag, 15. Oktober 2009, 19.15 Uhr, SKY Sport Austria live. Moser Medical Graz 99ers – EC VSV (069) Schiedsrichter: FALKNER, SCHIMM, Kaspar, Siegl. Bisherige Saisonduelle: 13.09.2009: EC VSV – Moser Medical Graz 99ers 4:3 (2:0, 0:2, 2:1)

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