Nachbarschaftsduell unter besonderen Vorzeichen

Sonntag, 03.Mai 2009 - 8:54
 Eisenbauer

Der erste Sieg bei der 2009 IIHF Weltmeisterschaft war wichtig für das Selbstvertrauen - nach dem 6:0 über Ungarn liegt Österreichs Nationalteam im Soll. Nächster Gegner am Sonntag ist Deutschland, das als Veranstalter der nächsten WM nicht absteigen kann. Am Samstag stand ein lockeres Training auf dem Programm. Mit den Kräften haushalten, heißt die Devise. Immerhin bestreitet das ÖEHV-Team am Sonntag und am Montag innerhalb von 24 Stunden zwei entscheidende Partien – noch dazu an zwei verschiedenen Standorten. Nach dem 6:0-Sieg über Ungarn ist die Erleichterung spürbar. „Stimmung und Konzentration waren die ganze Zeit über gut“, erklärt Teamchef Lars Bergström. „Die sechs Tore sind jetzt natürlich positiv für unser Selbstvertrauen.“ Auch mit seinen Umstellungen vor dem Ungarn-Spiel lag Bergström richtig. Der Wechsel von Oliver Setzinger in die erste Linie, welche sich hauptverantwortlich für die erzielten Tore zeichnete, tat der Offensive gut. Neu in der zweiten Linie spielte auch Roland Kaspitz, der sein erstes Tor bei dieser WM erzielte. Andreas Nödl verbuchte seinen ersten Scorerpunkt für das ÖEHV-Team. „Wir haben immer nur kleine Umstellungen gemacht. Jetzt haben wir scheinbar die richtige Mischung“, erklärt Bergström, betont aber gleichzeitig: „Dass wir zuvor wenig Tore erzielt haben, lag nicht an der Zusammenstellung der Linien. Wir haben einfach die schwerste Gruppe gehabt.“ Deutschland ist für die 2010 IIHF WM bereits fix qualifiziert, womit nur noch ein Platz in der Weltgruppe für das nächste Jahr frei ist. Dazu ist der Gruppensieg oder ein zweiter Rang hinter Deutschland notwendig. Das 3:1 von Dänemark über die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp analysiert der Teamchef so: „Deutschland hat Druck gemacht, aber Dänemark stand kompakt und hatte einen sehr guten Torhüter.“ Österreichs nächster Gegner hat bislang in vier Spielen vier Treffer erzielt. Hier ortet Bergström mangelnde Effektivität: „Sie waren auch gegen Frankreich besser, haben aber die Tore nicht gemacht. Jede Mannschaft hat manchmal Phasen, wo sie nicht trifft.“

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