UNIQA Liga: Vorschau auf die 2. Runde

Samstag, 22.September 2001 - 13:44

Die erste Runde der UNIQA Liga Saison 2001/02 ist gespielt und es gab bereits die eine oder andere Überraschung. Am Sonntag steht die zweite Runde an, in der auch Meister KAC in das Geschehen eingreifen wird. Spielfrei ist in dieser Runde der gestern noch siegreiche HC Innsbruck.In unserer Vorschau gibt es die letzten News von den Teams und die Nachrichten zu ihren Verletzten.


Sonntag, 23.09., 18.30 Uhr: EC Heraklith VSV – EV Vienna Capitals

Schiedsrichter: Cervenak; Siegl, Maier.

Wiedergutmachung beim VSV - bekommt Siedl eine zweite Chance?

DIE Überraschung des ersten Spieltages war vermutlich die deutliche Niederlage des VSV gegen Zell/See. Somit stehen sich am Sonntag mit dem VSV und den Vienna Capitals zwei Teams gegenüber, die nach der ersten Runde keine Punkte auf ihrem konto haben.

Der VSV ist aber sicher, das gegen die Wiener ändern zu können. Die Fehler des Auswärtsspieles wurden analysiert und von Andi Puschnig auf den Punkt gebracht: "Wir haben zuviele Strafen kassiert, spielten meist in Unterzahl. Zuhause werden wir alles gutmachen, gleich auf Sieg spielen.“ Die Vienna Capitals hingegen kommen als grosser Aussenseiter zum Vizemeister. Aufbauend auf den ersten beiden Drittel will Coach Kurt Harand der selben Mannschaft wie gegen Linz die Möglichkeit geben, sich weiter zu steigern. Also wird auch der stark kritisierte Keeper Albert Siedl wieder im Tor stehen. Kurt Harand dazu: "Ich habe mit ihm gesprochen, er weiß auch, daß er nicht gut war." Harand will sich am Sonntag vor allem auf die Defensive konzentrieren und versuchen, wieder einen Schritt weiter nach vorne zu machen.

Herbert Hohenberger (VSV) fällt mit Rippenfellentzündung weiter aus. Tom Searle spielt, ist aber nach einer Grippe noch nicht ganz fit.

Sonntag, 23.09., 18.45 Uhr: EC Graz 99ers – EV KAC

Schiedsrichter: Hagen; Längle, Repnik.

Graz ohne Jan? – Ligaauftakt für Meister KAC

Enttäscht kehrten die Graz 99ers aus Innsbruck zurück. Nicht nur, dass man gegen Innsbruck in einem knappen Spiel doch deutlich mit 2:5 unterlegen war, man muss auch einen Verletzten beklagen. Der neue Stürmer der Grazer, Ivo Jan, hatte sich bei einem Zusammenprall mit dem Ex - Grazer Gilbert Kühn eine Rückenprellung zugelegt. Jan ist zwar in ärztlicher Therapie, es ist aber noch nicht sicher, ob er am Sonntag auflaufen kann. Dennoch ist Trainer Shea optimistisch und bewertet die Chancen der Grazer mit 50:50: "Wir spielen zuhause, sind hochmotiviert und werden alles geben." In der vergangenen Saison konnte Graz kein einziges Match gegen den KAC gewinnen.Mit vier Linien kommt Meister KAC nach Graz. Coach Bergström will im ersten Auftritt des KAC in der neuen Saison weiterhin auf die Jugend vertrauen und alle Linien durchspielen lassen. Im Tor wird Nationaltorhüter Suttnig stehen, davor die gegenüber letztem Jahr gleichgebliebenen Verteidigerpaare Viveiros – Mellitzer, Mertzig – Reichel, Sintschnig – Brabant.

Schweden-Legionär Strömwall läuft mit Ressmann und Kraiger ein, Schaden mit Lange und Patrick Brabant. Die „Gitterlinie“ (Koch, Welser, Hager) blieb unverändert. Jolly Joker in der vierten Linie: Christian Ban, der entweder mit Herbert Ratz verteidigen oder mit Horsky und Ibounig stürmen wird.

Arthur Marczell (99ers) fällt mit Bänderriß weiter aus.

Sonntag, 23.09., 18.15 Uhr: EHC Black Wings Linz – EC Pewag KSV

Schiedsrichter: Wohlgenannt; Mayr, Potocan.

Linzer schauen auf die Defensive – Kapfenberg rechnet mit Niederlage

Die Black Wings können nach dem deutlichen Sieg in Wien und der Tabellenführung beruhigt in das erste Heimspiel gegen die Kapfenberg Tigers gehen. Vor vermutlich wieder gut gefülltem Haus werden die Linzer versuchen, die in Wien georteten Schwächen in der Defensive auszumerzen und das Augemerk auf die Kompaktheit der Mannschaft und die Defensivarbeit setzen. Damit wollen die Linzer auch gegen die Kapfenberger die notwendigen Tore erzielen.Der Schock bei den Kapfenbergern sitzt nach der 2:7 Schlappe im Heimspiel gegen Lustenau noch tief. Auch Trainer Svitak ist schwer enttäuscht: „Wir haben sehr schlecht gespielt. Nichts hat funktioniert, es war keine Atmosphäre im Team.“ Nach guten Testspielauftritten hat die Steirer die Realität eingeholt und Svitak meint dazu: „Wir sind schwächer als die anderen. Aber im Freitagspiel haben alle unerklärliche Fehler gemacht, niemand hat seine gewohnte Leistung gebracht. Der beste Mann am Eis war der 19-Jährige Strassegger.“ Er rechnet daher auch nicht mit einer Überraschung in Linz, hofft aber auf eine bessere Leistung der Tigers.

Stefan Janisch fehlt weiter. Der Kapitän wurde im Training am Montag aus der ersten Linie genommen, Werner Kerth, mit dem sich die Klubführung erst knapp vor Saisonbeginn auf eine Vertragsverlängerung geeinigt hatte, an seine Stelle gesetzt. Seitdem trainiert Janisch nicht mehr mit – und auch die Linie mit Kerth, Provencher und Melong wird wieder auseinandergerissen. Laut Svitak liegt der Ball bei Janisch – er kann zurückkommen, wird aber nicht mehr Kapitän und muß mit einer Geldstrafe rechnen.

Sonntag, 23.09., 17.30 Uhr: EHC Lustenau – EK Zell/See

Schiedsrichter: Kaukonen; Bacher, Kofler.

Das Duell der grossen Sieger der ersten RundeDer nach Vorarlberg zurückgekehrte Kapitän Lampert zeigt sich nach dem Kantersieg der Lustenauer in Kapfenberg gnädig mit dem Gegner: „Sie haben nicht so schlecht gespielt, aber leider kann nur die 1. Linie richtig Druck amchen.“ Ähnlich wie am Freitag wollen die Lustenauer auch gegen Zell am Sonntag auftreten. Wichtig wird sein, dass man das dynamische Duo Foster/Fry möglichst gut neutralisiert und in der Defensive auf der Hut ist. Man möchte bei der Heimpremiere in der neuen Rheinhalle unbedingt gewinnen. Die Zeller Eisbären haben derzeit jedoch andere Probleme. Im Pinzgau ist man wegen der unglaublichen Verletzungsserie schon ratlos. Roland Kowalczyk verletzte sich 5 Minuten vor Ende der Partie gegen den VSV im Duell mit Stewart und hat sich dabei das Sprunggelenkt gebrochen. Heute wird bereits operiert, der Spieler muss bis Weihnachten pausieren. Das Pech der Zeller fasst Robert Wurzer, sportlicher Leiter der Zeller zusammen: „Doppelt schade, denn Kowalczyk war gut in Form – und die zweite Linie mit ihm, Pewal und Göttfried fast besser als unsere erste mit den „schrecklichen Zwillingen“ Foster und Fry.“ Die Euphorie in Zell/See nach dem Auftaktsieg könnte aber ihr übriges dazu tun und diesen schmerzhaften Ausfall kompensieren. Aber es gibt auch gute Nachrichten aus Zell/See: der für Aronsson nach Zell geholte Kanadier Ben Storey konnte in seinem ersten Spiel überzeugen.

(mit Material des ÖEHV Pressedienstes)
Quelle: