Macht Salzburg den Sack zu?

Montag, 03.März 2008 - 14:52
RBS 07/08, Welser, von vorne Eisenbauer.com

Ein Sieg fehlt Meister Salzburg noch zum Finaleinzug. Die Mozartstädter haben schon im Heimspiel am Dienstag den ersten Matchpuck am Schläger und könnten die hoch gehandelten Vienna Capitals mit einem Sweep in den Urlaub schicken. Die Wiener hoffen noch auf eine Minichance, der Titelverteidger will sich den Sieg in der Serie aber nicht mehr nehmen lassen.Dienstag, 04. März 2008, 19.15 Uhr, Premiere Austria Live. EC Red Bull Salzburg – EV Vienna Capitals (245). Schiedsrichter: BERNEKER, BOGEN, Graber, Mathis. Titelverteidiger EC Red Bull Salzburg kann am Dienstag im Premiere-Austria-Livespiel gegen die Vienna Capitals bereits das Finalticket lösen: Die Bullen liegen in der Halbfinalserie fast uneinholbar 3:0 voran. Trotzdem wollen die Caps nicht kampflos aufgeben und glauben an ihre Chance. Die Salzburger haben nach dem dritten Erfolg in Serie gegen die Vienna Capitals nun vier Matchbälle um ins Finale der EBEL aufzusteigen und wollen am liebsten schon am Dienstag vor eigenem Publikum den Aufstieg fixieren. Trotzdem bleibt man im Lager der Red Bulls am Boden, auch Goalie Reinhard Divis will die Wiener nicht unterschätzen und weiß, dass es noch nicht vorbei ist: „Es ist erst vorbei, wenn man vier Mal gewonnen hat. Wir werden sicher nicht den gleichen Fehler wie im Viertelfinale gegen den VSV machen, in dem wir die Villacher nach einer 2:0-Führung in der Serie unterschätzt haben und sie wieder herankommen ließen. Die Capitals werden noch einmal alles probieren, wir müssen auf der Hut sein.“ Auch Bullen-Kapitän Dieter Kalt weiß, wie schwer die vierte Partie in der Mozartstadt werden kann: „Wir haben in Wien die ersten 30 Minuten einfach schlecht gespielt, danach haben wir uns aber zurückgekämpft und unsere Chancen im zweiten Drittel zum Ausgleich genützt. Vielleicht hatten wir auch das Glück des Tüchtigen. Wien hat nun am Dienstag nichts mehr zu verlieren, aber angeschlagene Gegner sind bekanntlich immer die gefährlichsten. Wir dürfen nur bis zum Spiel denken und nicht schon an das Finale.“ Capitals glauben noch an ihre kleine Chance Nach dem Spiel in Wien war die Enttäuschung über die Niederlage den Vienna Capitals in das Gesicht geschrieben, vor allem weil man bereits mit 3:0 geführt hatte, dann allerdings innerhalb von nur 3:04 Minuten drei Gegentreffer hinnehmen musste und dann noch den entscheidenden Treffer 42 Sekunden vor Spielende kassierte. Auch Caps-Headcoach Kevin Gaudet war sprachlos: "Ich bin schon sehr lange im Eishockey tätig, aber so ein unglückliches Spiel habe ich noch nicht erlebt.Wir haben das Spiel im Griff gehabt bis Salzburg das erste Tor erzielte. Nun müssen wir das Spiel analysieren, damit uns in Salzburg nicht dieselben Fehler wieder passieren, wir müssen wieder weniger Strafen nehmen und an unsere Chance glauben!" Auch Manuel Latusa will von einem vorgezogenen Urlaub nichts wissen, glaubt an die Chance: "Wir wussten von Anfang an, dass es gegen die Red Bulls sehr schwer wird, sie haben den besten Kader der Liga. Doch nichts ist unmöglich, solange es eine kleine Chance gibt, werden wir alles versuchen um in der Serie noch einmal zurückzukommen, aber es wird sehr, sehr schwer."

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