Thriller Linz gegen Jesenice in letzter Runde

Samstag, 23.Februar 2008 - 14:41
 BWL/Snapdox

Am Sonntag muss die Serie zwischen Linz und Jesenice entschieden werden. Beide Teams lieferten sich bislang einen spannenden Schlagabtausch, bei dem immer nur Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entschieden. Urlaub oder Laibach - darum geht es in diesem Spiel.Sonntag, 24. Februar 2008, 18 Uhr. EHC Liwest Black Wings Linz – HK Acroni Jesenice (237). Schiedsrichter: REICHERT, Hofer, Peiskar. Der EHC Liwest Black Wings Linz hat am Sonntag im fünften und entscheidenden Viertelfinalspiel den HK Acroni Jesenice zu Gast. Der Sieger trifft im Semifinale auf den HDD ZM Olimpija Ljubljana. Alles oder nichts! Der EHC Liwest Black Wings Linz hat am Sonntag im fünften und entscheidenden Viertelfinale den HK Acroni Jesenice zu Gast. Für beide Mannschaften ist es bisher „das Spiel des Jahres“: Der Sieger zieht ins Halbfinale der Erste Bank Eishockey Liga ein und startet die Best-of-seven-Serie bereits am Dienstag mit einem Heimspiel gegen den HDD ZM Olimpija Ljubljana, für den Verlierer ist die EBEL-Saison 2007/08 hingegen zu Ende. Und eines ist gewiss: Niemand will jetzt schon in den Urlaub! Zum bereits elften Mal in dieser Saison stehen sich die Stahlstädter am Sonntag in Linz gegenüber. Die Bilanz ist mit 5:5 ausgeglichen. Im Rahmen der Play-off (2:2) konnten beide Vereine jeweils ihre beiden Heimspiele gewinnen. Im letzten Aufeinandertreffen waren die Oberösterreicher einem Auswärtserfolg jedoch sehr nahe, führten bis zur 45. Minute mit 1:0, ehe man - mit 1:4 - doch noch klar unterlag. „Wir waren bis zu dem Zeitpunkt das klar bessere Team. Am Sonntag müssen wir unsere Chancen besser nützen und vorm gegnerischen Tor hungriger sein. Wir wollen zu Hause den Sack zumachen & ins Halbfinale einziehen. Wir spielen Play-off, werden alles geben. Das Spiel wird ein Kampf, wir dürfen es keinesfalls zu locker nehmen. Jesenice läuft super Eis, beißt und fightet. Entscheidend wird sein, dass wir härter arbeiten und immer einen Schritt schneller sind“, erzählt Martin Hohenberger, Stürmer der Black Wings Linz. Die Oberösterreicher sind jedenfalls bereit für die entscheidende, fünfte Viertelfinalparte, sind voll auf den Tag X fokussiert. Dies bestätigt auch Mark Szücs: „Die Mannschaft ist bereit für das Spiel. Wir sind das bessere Team. Es wird klappen mit dem Halbfinaleinzug! Die ganze Konzentration gilt jetzt diesem Match. Unser großer Vorteil ist die tolle Chemie innerhalb der Mannschaft, wir sind eine Familie. Der Verein, der den Sieg mehr will und mit größerem Kampfgeist und Herz bei der Sache ist, wird sich durchsetzen.“ Ein großes Plus könnte für die Truppe von Jim Boni der Heimvorteil sein: Bisher konnten die beiden Teams im Rahmen der Play-off jeweils ihre Heimspiele gewinnen. Der Headcoach, der noch immer von der Unterstützung der Fans im letzten Heimspiel begeistert ist, appelliert daher: „Wir brauchen euch.“ Der Rückhalt in der Linzer Eishalle könnte jener Extrakick sein, der das Team zum Sieg treibt. Headcoach Jim Boni muss auf Markus Schlacher (Saisonende nach Schulteroperation) verzichten. Gerd Gruber ist fraglich. Topscorer der Black Wings ist weiterhin Brad Purdie mit 59 Punkten (16 Tore & 43 Assists). Der 35-Jährige führt mit 43 Assistpunkten die Assist-Wertung der Erste Bank Eishockey Liga an. In der klubinternen Torschützenliste liegt Rob Shearer mit 22 Saisontreffern voran. Sorgt Jesenice für zwei Finalserien? Nur wenn es der EHC Liwest Black Wings Linz bis ins Finale schafft, steht neben dem Sieger der Erste Bank Eishockey Liga auch der österreichische Meister erst nach der EBEL-Finalserie fest. In allen anderen Fällen ist die Halbfinalserie zwischen dem EV Vienna Capitals und dem EC Red Bull Salzburg/EC VSV automatisch das Endspiel um die österreichische Meisterschaft. Daran denkt man in Linz, derzeit aber noch nicht. „Wir konzentrieren uns auf Sonntag.“ Kim Collins, Headcoach des HK Acroni Jesenice: „Es ist zwar ungewöhnlich, aber so ist die Liga.“ Zufrieden war man in Jesenice natürlich nach dem 4:1-Heimsieg und dem 2:2-Ausgleich in der Best-of-five-Serie. „Meine Mannschaft hat gut gespielt und konnte sich auf einen ausgezeichneten Torhüter (Anmerkung: Robert Kristan) verlassen. Am Sonntag hat Linz ein Heimspiel, aber wir kommen mit einem Sieg im Rücken. Ich hoffe die Black Wings haben etwas Angst vor uns“, so HKJ-Coach Kim Collins. Bei einem Sieg winkt dem HKJ in der Erste Bank Eishockey Liga ein rein slowenisches Halbfinale gegen den HDD ZM Olimpija Laibach. „Für meine slowenischen Spieler ist das ein zusätzlicher Anreiz. Aber wir wollen die Partie als Mannschaft gewinnen und es geht für alle um Prämien“, ergänzte der Coach, der im Entscheidungsspiel, die gleiche Aufstellung, wie beim 4:1-Heimsieg, ins Rennen schicken möchte. Nach dem Ausgleich in der Viertelfinalserie, bekamen die Spieler am Freitag frei. Auch beim HKJ fiebert man der Entscheidung entgegen: „Wichtig ist, dass unser Goalie wieder ein gutes Spiel liefert und wir unsere Chancen nützen. Wir kennen mittlerweile ihre Schwächen und unsere Stärken“, so Collins. Immerhin standen sich die beiden Klubs in dieser Saison bereits zehn Mal gegenüber. Die Slowenen reisen erst am Spieltag nach Linz an. „So weit ist es auch wieder nicht“, so der Coach, der weiter auf Markus Matthiasson (verletzt) verzichten muss. Topscorer der Stahlstädter ist Conny Strömberg mit 43 Punkten (24 Tore bzw. 19 Assists). Der 32-jährige Schwede führt mit 24 Treffern auch die klubinterne Torschützenliste an.

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