EBEL neu: Alba Volan dabei, Punktesystem, neuer Modus

Dienstag, 15.Mai 2007 - 19:36
 Hockeyfans.at/Reinhard Eisenbauer

Alles neu macht der Mai! In der EBEL bricht ab sofort eine neue Zeitrechnung an. Mit Alba Volan wurde die Liga auf 10 Teams erweitert, dazu gibt es einen neuen Spielmodus, der für mehr Abwechslung sorgen und ein Punktesystem, das die Legionärsdiskussion ein für alle Mal eindämmen soll.Alba Volan in der EBEL!
Nach der Aufnahme Laibachs vor wenigen Wochen nahm die EBEL jetzt auch das ungarische Team Alba Volan in den Kreis der Bundesligisten auf. Székesfehérvár hat alle von der Liga geforderten Bedingungen erfüllt und wurde somit in den Kreis der EBEL aufgenommen.

Mit ein Hauptgrund für die Aufnahme der Magyaren war die Tatsache, dass man nach der Aufnahme Laibachs einen zehnten Verein in der Liga benötigte, um wieder eine gerade Anzahl an Teams an Board zu haben. Der ungarische Meister hat alle geforderten Auflagen und Garantien erbracht und zudem mit einigen Anreizen (kostenlose Übernachtungen für Gästeteams) gelockt.

Alba Volan ist das klar beste Team Ungarns und hat in den letzten fünf Jahren immer den Titel in der ungarischen Meisterschaft geholt.

Punktesystem - der Weg zur Chancengleichheit?
Es ist ein komplizierter Weg, doch offenbar der einzige, um die Gehaltsspirale in der EBEL aufzuhalten. Die Bundesliga verschrieb sich sozusagen als Pantentrezept ein "Punktesystem", um die Chancengleichheit für alle Teams zu gewährleisten und den österreichischen Nachwuchs verstärkt zu fördern.

So funktioniert das Punktesystem:
Jeder Spieler wird von allen anderen EBEL-Vereinen, seiner Spielstärke entsprechend, bewertet. Die Punkteskala geht von 1-4 und jedes Team darf die maximale Punkteanzahl von 67 nicht überschreiten. Transferkartenspieler erhalten automatisch vier, U-20-Spieler immer einen Punkt. Der Rest der Cracks wird mit seinem tatsächlichen Wert bewertet - umso besser ein Spieler umso mehr Punkte erhält er.

Mit diesem System hofft man über einen Umweg einen "Salary Cap" ähnlichen Zustand herzustellen. Man hofft dadurch, dass die Teams ausgeglichener besetzt und die jüngeren Spieler, da weniger Punkte "wert", mehr eingesetzt werden. Noch gibt es aber eine nicht zu unterschätzende Hürde für dieses System: der ÖEHV Vorstand muss diesen Beschluss noch bestätigen.

Rein theoretisch könnte eine Mannschaft somit auch mehr als 10 Legionäre einsetzen, wenn man den Rest des Kaders mit U20 Spielern auffüllt.


Neuer Modus, wieder ein Viertelfinale in der EBEL
Die DEL hat es vorgemacht, jetzt wird es auch in der EBEL einen neuen Modus geben. Nicht jedoch ohne die typisch österreichischen Ausprägungen. Der Grunddurchgang wird reduziert, dafür gibt es mehr Play Off Spiele.

Im Grunddurchgang gibt es nur noch zwei Hin- und Rückrunden, also jeweils 18 Heim- und Auswärtsspiele für die Teams. Anschließend geht die Meisterschaft in einer Zwischenrunde weiter, die in zwei Gruppen aufgeteilt wird. Die ersten sechs des Grunddurchgangs spielen in einer Hin- und Rückrunde (10 Spiele) die Platzierungsspiele für die Viertelfinalpaarungen aus, die anderen vier Teams (7. – 10. des Grunddurchgangs) ermitteln in einer „Hoffnungsrunde“ – auch Hin – und Rückrunde (6 Spiele) - die letzten zwei Play-off-Tickets.

Bonussystem in der Zwischenrunde
Für den Erstplatzierten gibt es zum Start der Platzierungsspiele vier Bonuspunkte, der Zweite erhält drei, der Dritte zwei Punkte, der Viertplatzierte einen, der Fünft- und Sechstplatzierte keinen Punkt. Zum Start der „Hoffnungsrunde“ erhält der Siebtplatzierte des Grunddurchgangs zwei Punkte, der Achtplatzierte einen und der Letzte und Vorletzte des Grunddurchgangs keinen Punkt.

Viertelfinale, Halbfinale, Finale
Anschließend werden die Viertelfinali (best of five) gespielt, die die Halbfinalpaarungen ermitteln. Die Sieger der Halbfinali (best of seven) spielen im Finale (best of seven) um den Titel der Erste Bank Eishockey Liga.
Bezüglich der Punktevergabe (2/Sieg, 1/Unentschieden), Overtime (5 Minuten) und Penaltyschießen (3 Schützen/Team) bleibt alles wie bisher.

Das einzige, was abgeschafft wurde, ist die Punkteteilung.

Saisonstart am 21. September
Der Startschuss zur Erste Bank Eishockey Liga erfolgt heuer, gleich wie im Vorjahr, am 21. September 2007 und endet Ende März 2008. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es drei Spieltage weniger, dadurch soll eine bestmögliche Voraussetzung für die Vorbereitung des ÖEHV-Nationalteam auf die B-Weltmeisterschaft in Innsbruck, die von 13. bis 19. April 2008 stattfindet, unterstützt werden.

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