Bousquet schießt VSV ins Finale

Sonntag, 19.März 2006 - 20:17

Die Villacher Adler stehen im Finale der EBEL! Der VSV setzte sich im siebten und entscheidenden Halbfinale mit 6:4 gegen den HC Innsbruck durch und trifft damit ab Dienstag im Finale auf die Red Bulls Salzburg. Matchwinner für die Kärntner war Danny Bousquet mit einem Hattrick!Der EC Pasut VSV gewann das 7. und entscheidende, von Offensiveishockey geprägte Halbfinalspiel gegen den HC TWK Innsbruck mit 6:4 (3:2, 1:0, 2:1). Hattrick von Bousquet. Innsbruck ging heute ohne die U-20 Spieler Michael Holst und Florian Schönberger sowie den Langzeitverletzten Raimund Divis in diese entscheidende Partie, Villach trat komplett an. Langes Abtasten in diesem entscheidenden 7. Spiel der Halbfinalserie gab es keines, beide Teams mit Offensivdrang auf der schnellen Suche nach einer Entscheidung, setzten die Villacher die Haie etwas mehr unter Druck, taten mehr fürs Spiel. Nach vier Minuten eröffnete Lanzinger – nach schönem Rückpass von Kaspitz - im ersten Powerplay der Blau-Weißen mit einem Direktschuss ins lange Eck den Torreigen in den ersten 20 Minuten – 1:0. In der 7. Minute dann wieder Toralarm, doch nach Videostudium gab Schiri Carlsson den Treffer nicht – Bousquet traf nur die Latte. Wenig später dann doch Torjubel, allerdings bei den rund 100 mitgereisten Haie-Fans – Cloutier (9.) zum 1:1. In der 11. Minute tankte sich Peintner durch und verwertete den eigenen Abpraller zur abermaligen Führung – 2:1. Doch der Jubel über die Führung währte nur kurz. Eine Minute später konterten die Innsbrucker erneut eiskalt mit dem wiederholten Ausgleich. Im 4 gegen 3, in gleicher Formation wie beim entscheidenden Treffer beim letzten Auswärtssieg in Villach, traf Unterluggauer mit einem Schlagschuss - für Prohaska unhaltbar - ins lange Eck – 2:2. Nach nur 18 Minuten gingen die Adler bereits zum dritten Mal in Führung. Im Powerplay hielt Elick die Scheibe im Angriffsdrittel an der Blauen, schoss aufs Tor und im Nachsetzen traf Bousquet (18. Powerplaytor) im Nachsetzen – 3:2. Im Mittelabschnitt setzte sich die leichte Überlegenheit der Villacher nicht nur fort, die Adler waren Spiel bestimmend. In einem Powerplay der Innsbrucker schaltete VSV-Verteidiger Mike Stewart in die Offensive, spitzelte im Konter die Scheiber zu Bousquet, der in bekannter (42. Saisontreffer) Manier die spielerische Überlegenheit der Villacher in einen erstmaligen zwei-Tore-Vorsprung umwandelte – 4:2 (27.). Die Adler-Fans waren nun komplett aus dem Häuschen, hielten es nicht mehr auf den Sitzen und feierten mit Standing Ovations ihre Mannschaft. Der VSV, davon beflügelt, hatte gleich darauf durch Elick, der von der Strafbank gekommen war, die Chance auf den 5. Treffer, den Dalpiaz aber zu verhindern wusste. In der 36. Minute wieder eine Großchance der Heimischen. Bousquet schoss - diesmal in ungewohnter Manier - am Tor vorbei, nach dem Dalpiaz schon geschlagen gewesen war. Die Innsbrucker hatten ihrerseits kurz vor der Pause durch ein Solo von Elik, der an Prohaska scheiterte, ihre beste Möglichkeit in Abschnitt zwei. Der Schlussabschnitt verlief etwas ausgeglichener. Die Villacher schalteten immer öfter vom Angriff in die Verteidigung um, wollten den Vorsprung halten und überließen den Tirolern jetzt etwas mehr vom Spiel. In der 47. Minuten dennoch das 5:2. Im 4 gegen 4 schnappte sich Kaspitz die Scheibe vorm eigenen Tor und vollendete den Sololauf mit einem Schuss ins kurze Eck unter die Latte. Eine Minute später war der alte zwei-Tore-Vorsprung allerdings wieder hergestellt. Noch im selben 4 gegen 4 Spiel überraschte Martin Hohenberger Prohaska mit dem Bauerntrick – 5:3. In der 52. Minute setzte sich dann erneut die personifizierte Torfabrik der Villacher, Dany Bousquet in Szene und war nur durch ein Foul zu stoppen: Penalty. Der Gefoulte trat selbst an, mit der Vorentscheidung an der Scheibe behielt der Kanadier die Nerven und stellte auf 6:3. In der 55. Minute keimte bei den Haien noch einmal Hoffnung auf. Im Powerplay zog Unterluggauer von der Blauen ab und traf mit einem durchaus haltbaren Schuss zum 6:4. 100 Sekunden vor dem Ende nahm HCI-Coach Haworth Dalpiaz vom Eis, doch die Villacher brachten den Vorsprung über die Runden. Der EC Pasut VSV steht somit nach 2003/04 wieder im Finale der Erste Bank Eishockey Liga und trifft schon am Dienstag im ersten Finalspiel in Salzburg auf den EC The Red Bulls Salzburg.

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