NHL Playoffs: Zwei Serien vor der Entscheidung

Freitag, 26.April 2002 - 17:48

Ein Bericht von Iceman Zwei Teams hatten gestern die Möglichkeit ihre Serien vor heimischer Kulisse zu beenden und damit in die Conference Halbfinale einzuziehen. Die St. Louis Blues und die Colorado Avalanche lagen in ihren Serien mit 3:1 Siegen in Front. Nur ein Team schaffte allerdings den Aufstieg. In den weiteren Begegnungen das Abends versuchten die Boston Bruins in Montreal die Serie auf 2:2 auszugleichen. In der zweiten Partie ging es für die Detroit Red Wings darum eine Serie zu durchbrechen. Noch kein Team hatte in der Serie zwischen der Mannschaft aus Hockeytown und den Vancouver Canucks ein Heimspiel gewonnen. Ob es dem Gewinner der "Presidents Trophy" gelungen ist, gibts in den Zusatzinfos...


Boston @ Montreal 5:2 (3:0/1:1/1:1) Nach der bitteren 3:5 Niederlage von vor 48 Stunden waren die Bruins auf Wiedergutmachung aus. Und dies gelang ihnen eindrucksvoll. Die Partie war praktisch nach dem ersten Drittel entschieden. Die Gäste aus New England begannen gleich wie die Feuerwehr. P.J. Stock (3.) gelang gleich nach 3 Minuten der Führungstreffer. Diesem liessen Joe Thornton ( 16.pp) und Martin Lapointe (18.pp) zwei Powerplaytreffer folgen. Ein 3-Tore Vorsprung zur ersten Pause, ein zweites Mal ließen sich die Bruins so einen Vorsprung nicht noch mal nehmen lassen. Sie hatten aus ihren Fehlern vom Dienstag gelernt und konzentrierten sich in der noch verbleibenden Zeit auf ihre Defensivarbeit. Und die Canadiens machten auch nicht den Eindruck als ob sie das Kunststück noch mal zustande bringen würden. Zu harmlos war der Rekordmeister gestern im Angriff. Nur ein kritische Phase hatten die Gäste im Mitteldrittel zu überstehen. Richard Zednik(35.pp) war im Powerplay der Anschlusstreffer gelungen und nur wenig später musste erneut ein Bruin auf der Strafbank Platz nehmen. Doch anstatt eines weiteres Überzahltreffers fingen sich die Hausherren das vierte Gegentor ein. Bostons Unterzahlspezialist Brian Rolston(36. sh) sorgte knapp 4 Minuten vor dem Ende des Drittels für den neuerlichen 3 Tore Vorsprung. Im letzten Dirttel kamen die Canadians durch ein zweites Powerplaytor von Richard Zednik (48.pp) noch mal heran. Das letzte Wort hatten aber die Gäste. Sergei Samsonov(55.) sorgte mit seinem Tor zum 5:2 für den Endstand. Eine unötige Aktion leistete sich in der Schlussphase Kyle MacLaren, er schlug mit dem Unterarm in Verletzungsabsicht Montreals zweifachen Torschützen Zednik in das Gesicht Diesem mußte anschließend mit einer Trage vom Eis geholfen werden. Chicago @ St. Louis 3:5 (0:1/3:2/0:2) Die St. Louis Blues haben es geschafft. Sie sind als erste Mannschaft in das Conference Halbfinale eingezogen. Das Team von Reinhard Divis, der wieder nur auf der Tribüne saß, bezwang die Chicago Blackhawks vor eigenem Publikum mit 5:3. Sie gewannen damit nach der Auftaktniederlage die nächsten 4 Spiele. 3 davon mit Shutouts für Brent Johnson. Er hätte heute der erste Goalie der Geschichte werden können der 4 Playoff Shut Outs in Folge erreicht hätte. "Hauptsache wir sind eine Runde weiter. Alles andere ist Nebensache, auch wenn es schön gewesen wäre," meinte St. Louis' Schlussmann nach der Begegnung über seine Ambitionen. Das erste Drittel des offensiv geführten Spieles konnte Johnson noch ohne Gegentreffer überstehen. Die Hausherren gingen sogar mit einer 1:0 Führung in die erste Drittelpause. Kurz vor Ende des Drittels erzielte Scott Mellanby (20.pp) ein Powerplaytor. Im zweiten Drittel war es dann soweit. Nach gut 207 Minuten ohne Gegentor wurde Johnson von Steve Thomas ( 25.) geschlagen. Und die Gäste legten gleich nach. Sie gingen durch Tore von Kyle Calder(33.pp) und Steve Sullivan(34.) mit 3:1 in Führung. Von da an wars aber vorbei mit der Herrlichkeit der Gäste. Die Hausherren erzeugten auf einmal ungeheuren Druck und kamen durch Scott Young(35.) und Chris Pronger(40.) noch zum verdienten Ausgleich. Das dritte Drittel sollte dann das letzte in der diesjährigen Saison für die Blackhawks werden. Jamal Mayers(47.) erzielte nach einem Verteidigungsfehler der Hawks die 4:3 Führung und als die Gäste mit dem Rücken zur Wand stehend mit aller Macht auf den Ausgleich drängten, war es Keith Tkachuk (56.) mit dem 5:3, der sie in den Sommerurlaub verabschiedete. Vancouver @ Detroit 0:4 (0:4/0:0/0:0) Ein fantastisches Drittel genügte dem Favoriten auf den Gewinn des Stanley Cups um in der Serie mit 3:2 in Führung zu gehen. Damit entschädigten die Wings auch ihre Fans für die beiden Auftaktniederlagen. Gleich das erste Powerplay nutzte Sergey Fedorov (5.pp) zur 1:0 Führung. Danach gerieten die Hausherren das erste und einzige Mal in Bedrängnis. Gleich 3 Unterzahlsituationen hatten sie zu überstehen. Aber Domink Hasek kommt immer besser in Form und hielt alle Schüsse die auf seinen Kasten kamen. Kurz vor Ende der 3. Strafe erzielten die Wings sogar die 2:0 Führung. Mathieu Dandenault(14.sh) war der Torschütze. Knapp zwei Minuten später beendete Boyd Deveraux(16.) den Auftritt von Dan Cloutier. Er hatte von 9 Schüssen nur 6 halten können und verließ entnervt seinen Kasten. Jetzt musste sich Ersatztorhüter Peter Skudra beweisen und kam somit zu seinem Einsatz in der "Joe Louis Arena". Er schaffte es auch ganze 3 Minuten ohne Gegentor zu bleiben. Dann schlug auch bei ihm nach einem Schuss von Sergei Fedorov (20.) die Scheibe im Netz ein. Damit war die Partie natürlich gelaufen. In den noch folgenden zwei Dritteln galt es für die Gäste Schadensbegrenzung zu betreiben und für Detroit ihrem tschechischen Schlussmann zu seinem Shutout zu verhelfen. Zwei- drei Mal konnte sich Hasek noch auszeichnen und hielt seinen Kasten sauber. Los Angeles @ Colorado 1:0 (0:0/0:0/0:0/1:0) Die LA Kings holen die Serie noch mal zurück ins "Staples Center". Craig Johnson (63.) sorgte mit seinem Treffer nach 139 Sekunden in der Overtime für lange Gesichter im "Pepsi Center" zu Colorado. Johnson fälschte einen Pass von Jaroslav Modry zum 'Goldenen Tor' des Abends ab. Die Kings suchten von der ersten Minute der Verlängerung an die Entscheidung. Zuerst scheiterte noch Ziggy Palffy zweimal an Roy, doch dann war Johnson zur Stelle. Das Spiel war vor allem von starker Devensivleistung der beiden Teams geprägt. Torchancen waren leider Mangelware und wenn mal ein Stürmer gefährlich vor dem Tor auftauchte konnte einer der beiden Goalies eingreifen. Patrick Roy konnte am Ende 22 Saves verbuchen, Felix Potvin mußte 26 Schüsse entschärfen um zu seinem achten Playoff - Shutout zu kommen. Playoffstände: Eastern Conference Boston Bruins – Montreal Canadians2:2 Phildelphia Flyers – Ottawa Senators1:3 Carolina Hurricanes – New Jersey Devils3:2 Toronto Maple Leafs – New York Islanders 2:2 Western Conference Detroit Red Wings – Vancouver Canucks3:2 Colorado Avalanche – LA Kings3:2 San Jose Sharks – Phoenix Coyotes3:1 St. Louis Blues – Chicago Blackhawks4:1 St.Louis gewinnt die Serie Quelle: