Jim Boni Trainer für Team Austria?

Dienstag, 12.Juli 2005 - 9:00
Mit ihm kam auch der Erfolg nach Wien: Coach Boni,  Hockeyfans.at/Reinhard Eisenbauer

Vier Kandidaten gibt es noch im Rennen um den Trainerposten für das österreichische Eishockeynationalteam. Wie Hockeyfans.at bereits vergangene Woche berichtet hatte, trafen sich die ÖEHV Größen am vergangenen Wochenende. Nun gibt es offensichtlich konkrete Verhandlungsaufträge, um den Nachfolger von Herbert Pöck zu finden.Die Qualifikation für Turin 2006 wurde verpasst, die Universiade ohne Medaille beendet und bei der Heim WM stieg man enttäuschend ab. Die Saison 2004/05 verlief für das Team Austria alles andere als positiv. Kein Wunder, dass der ÖEHV derzeit auf der Suche nach einem neuen Teamtrainer ist. Die Tage von Herbert Pöck sind gezählt.

Nach einer Sitzung am vergangenen Wochenende scheint sich der Vorstand des ÖEHV auf konkrete Trainerkandidaten geeinigt zu haben. Im Rennen sind demnach noch immer Jim Boni (Vienna Capitals) und Ron Kennedy (ERC Ingolstadt/DEL), sowie neu Hans Zach (Kölner Haie/DEL) und Pierre Paget (Eisbären Berlin/DEL).

Jim Boni ist den österreichischen Eishockeyfans ohnehin ein Begriff. Er führte die Vienna Capitals in der vergangenen Saison zum historischen Meistertitel. Ebenso wie Pierre Page die Eisbären Berlin in der DEL. Auch Ron Kennedy kennt man in Österreich: er war bereits Nationalteamtrainer und zudem mit dem VSV Meister in der Bundesliga.

In Eishockeykreisen zur Ikone wurde in den letzten Jahren Köln-Trainer Hans Zach. Als "Alpenvulkan" führte er die Deutsche Eishockeynationalmannschaft zurück in die A-Gruppe und nahe ran an die Weltspitze.

Der ÖEHV hat offensichtlich Teamkapitän Giuseppe Mion bereits damit beauftragt, sich mit den vier Kandidaten zu unterhalten und erste Verhandlungen zu führen. Die Vorgaben des Verbandes sind dabei eindeutig: es wird keinen hauptamtlichen Teamtrainer mehr geben, der neue Headcoach wird dies nur neben einem eventuellen Clubengagement machen.

Daher gilt auch Capitals Trainer Jim Boni als aussichtsreicher Kandidat. Er hätte zudem den Vorteil, dass er die Teamspieler praktisch die gesamte Saison über vor Augen hätte und ihren Leistungsstand demnach ständig überprüfen könnte. Zudem hat Boni bereits mehrfach Interesse am Job als Teamtrainer bekundet.

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