Vienna Capitals wollen beim Tabellenführer vieles besser machen



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Mittwoch, 06.Oktober 2004 - 12:36 - Nach dem misslungenen Heimspiel-Wochenende folgt nun ein schweres Auswärtsspiel für die Vienna Capitals: Der aktuelle Tabellen-Vierte der Erste Bank Eishockey Liga muss zum Spitzenreiter nach Tirol.„Am Heim-Wochenende wurden wir für Fehler gnadenlos bestraft.“ Jim Boni möchte das Null-Punkte-Wochenende möglichst schnell abhaken, der Fokus liegt auf dem nächsten Auswärtsspiel in Tirol.



Zu Hause in der Albert Schultz-Halle wollte man sich, angetrieben von der guten Stimmung und der beeindruckenden Choreographie, den Fans in bester Spiellaune präsentieren, dieser Schuss ist nach hinten losgegangen. Nun müssen die Wiener wieder auswärts antreten, und zwar bei niemand geringerem als dem Tabellenführer: Die Innsbrucker Haie sind gegenwärtig die stärkste Mannschaft der Liga und wollen auch den Hit am Freitag gegen die Vienna Capitals siegreich überstehen.



Kleines Detail am Rande: Aufgrund der Ausgeglichenheit der Liga könnten die Caps im Falle eines Sieges in Tirol die Haie in der Tabelle sogar überholen!


Jim Boni konzentrierte sich im Training auf das Ausmerzen der Individualfehler. Auch das Verhalten in Unterzahlsituationen soll besser werden, im Power-Play sind die Caps schon das gefährlichste Team der Liga: Kein anderer Verein trifft so oft in numerischer Überzahl.



Es gibt jedoch auch schmerzhafte Nachwirkungen vom Heimspiel-Doppel: Peter Kasper erhielt beim KAC-Spiel seine zweite Spieldauerdisziplinarstrafe in dieser Saison und ist daher für das Duell gegen seine ehemaligen Mannschaftskameraden gesperrt. Mario Altmann, der in den ersten Meisterschaftsrunden bereits eine Talentprobe seines Könnens abgegeben hat, wird seinen Platz in der Verteidigung einnehmen.



Neben den Langzeitverletzten Jari Suorsa und Andre Niec ist auch der Einsatz von Manuel Latusa fraglich.



Die Innsbrucker Haie laden zu Besuch in ihr neues „Haifischbecken“, in die Wasserkraft-Arena. In die schmucke Neo-Spielstätte wurden auch viele Hochkaräter „gefischt“, unter ihnen Nationalteamverteidiger Gerhard Unterluggauer, der sich in den ersten Meisterschaftsrunden bereits in blendender Form zeigte, oder Ex-Villach Wirbelwind Roland Kaspitz und die Top-Schweden Patrick Zetterberg und Henrik Nordfeldt.



An der Bande steht ein Mann, der Wiener Eishockeyfans noch bekannt sein dürfte: Tommy Samuelsson. Der mittlerweile 41-jährige Schwede war in den 90er Jahren in Wien Kapitän, will jetzt mit den Innsbrucker Haien den großen Coup schaffen und im Jahr der Heim-WM die Meistertrophäe nach Tirol bringen.


Jim Boni: „Wir arbeiten sehr hart und versuchen, die Individualfehler in Zukunft zu vermeiden. Gegen Innsbruck haben wir keinen Druck, da sind die Gastgeber die Favoriten.“ Nach dem Spiel bei Meisterfavorit Innsbruck ist die erste Hinrunde in der Erste Bank Eishockey Liga für die Vienna Capitals beendet, am Sonntag sind die Wiener spielfrei.

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