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VSV trennt sich von Unterluggauer, Mühlstein bleibt, neuer Verteidiger kommt



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Donnerstag, 09.Juni 2016 - 0:00 - Die Villacher Adler haben einige wichtige Entscheidungen hinsichtlich ihres Kaders getätigt. Die Kärntner werden Gerhard Unterluggauer, ihrem langjährigen Kapitän und Führungsspieler keinen Vertrag mehr geben. Dafür bleibt Florian Mühlstein und mit Sam Labrecque kommt ein bislang noch unbekannter, junger Verteidiger aus der Collegelige.

Der VSV hat den Vertrag von Florian Mühlstein um ein weiteres Jahr verlängert. Mühlstein konnte in der abgelaufenen Saison wegen einer Schulterverletzung nur 23 von 66 Spielen für den VSV absolvieren, die Ärzte glauben jedoch, dass die Operation der Schulter so gut verlaufen ist, dass hier keine weiteren Probleme bei dem 25-Jährigen auftreten sollten. Der VSV hat sich vertraglich in diesem Punkt abgesichert und glaubt mit einem fitten Mühlstein einen sehr guten Villacher Verteidiger für die kommende Saison zu haben.

Auch einen Vertrag für eine Spielzeit hat Sam Labrecque erhalten. Der Verteidiger bringt alle Qualitäten mit, die für das heutige Eishockey notwendig sind. Er ist extrem mobil, schnell und hat ein gutes Auge für den Puck. Der 24 jährige spielte die letzten beiden Saisonen im Team der renommierten McGill University in der CIS. Dort erzielte er in der letzten Saison in 28 Spielen 44 Punkte. Mit 16 Toren und 28 Assists war er an vierter Stelle der Punktewertung der gesamten Liga und als einziger Verteidiger unter den ersten neun Top Spielern. Aus der CIS kamen bereits Spieler wie Derek Ryan und Marc Andre Dorion in die EBEL.

Labrecque ist mit 1,73 m zwar nicht der Größte, spielt seinen Part des Spieles aber sehr sicher und abgebrüht und kann seine offensiven Qualitäten hoffentlich auch in Villach entfalten. Der VSV sicherte sich die Rechte für die kommende Saison in Europa an dem Spieler. "Labrecque ist ein ausgezeichneter Spieler und wir sind sehr froh, dass er sich für den VSV entschieden
hat. Klappt bei ihm die Umstellung auf das europäische Spiel und die Lebensgewohnheiten haben wir hier einen Spieler mit enormem Potential unter Vertrag nehmen können." freut sich Headcoach Greg Holst. Labrecque signierte den Vertrag mit dem VSV mit einer Ausstiegsklausel für die NHL, die zum Zug kommt falls er bis zum 15.7.2016 einen unterschrieben Vertrag mit einem NHL Team vorlegen kann.

Lange prüfte der Verein die Optionen für den jungen Eigenbauspieler Adis Alagic. Adis ist in seiner Entwicklung etwas stehengeblieben, würde in der kommenden Saison im Vergleich zu den anderen jungen Spielern in Villach weniger Eiszeit bekommen und es wäre somit schwierig für ihn den nächsten Schritt zu machen. Der VSV möchte aber unbedingt, dass Alagic sein Potenzial abrufen kann und hat daher dem Spieler angeboten, ihn ein Jahr an eine Mannschaft zu verleihen, wo er aufgrund von mehr Platz im Kader mehr Eiszeit bekommt, um sein Spiel wiederzufinden. Das Angebot des VSV ist, gemeinsam den besten Platz für den Spieler auszusuchen, damit Adis in der darauffolgenden Saison eventuell wieder zum VSV zurückkommen kann.

Auch entschieden hat sich die Situation von Gerhard Unterluggauer. Unterluggauer entstammt dem eigenen Nachwuchs und zeigte bald, dass großes Talent in ihm steckt. Schon früh zog er aus um die weite Eishockeywelt kennenzulernen und verbrachte den Großteil seiner Karriere in der DEL und später in Innsbruck. Aus ursprünglich drei Saisonen, die der Rekordinternationale "Luggi" beim VSV spielen sollte wurden nochmals drei Saisonen, die man "Luggi" trotz des fortgeschrittenem Eishockeyalters wegen seiner hohen Qualitäten zutraute. In der Saison 15/16 entschied sich der Stammverein des Verteidigers ihm nochmals die Möglichkeit zu geben, das blau weiße Dress überzustreifen. Obwohl Unterluggauer im Grunddurchgang 31 Spiele verletzungsbedingt fehlte, war er im Play Off wieder voll verfügbar und hat seinen Mann gestanden. Gerhard Unterluggauer feiert heuer im August seinen 40. Geburtstag und kann stolz auf eine lange und erfolgreiche Karriere zurückblicken. Der über viele Saisonen als Kapitän des VSV fungierende Spieler hat zwei Meistertitel gewonnen und in Österreich 850 Spiele absolviert.

Das war es dann auch für Unterluggauer im Trikot des VSV, denn der Verteidiger bekommt keinen neuen Vertrag mehr.

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Quelle:red/PM