WOLFSBURG,GERMANY,17.APR.16 - ICE HOCKEY - DEL, Deutsche Eishockey Liga, Play Off, final, Grizzly Adams Wolfsburg vs EHC Red Bull Muenchen. Image shows Yanni Seidenberg (RB Muenchen) and Tyler Haskins (Wolfsburg). Photo: GEPA pictures/ Citypress24/ Hay - For editorial use only. Image is free of charge. GEPA pictures/ Citypress24

München gewinnt auch das zweite DEL Finale



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Sonntag, 17.April 2016 - 17:58 - Der EHC Red Bull München hat auch Spiel zwei der Finalserie um die Deutsche Eishockey-Meisterschaft gewonnen. In einem begeisternden Spiel setzte sich die Mannschaft von Trainer Don Jackson in Wolfsburg mit 5:4 (1:2|2:0|2:2) durch. Damit führt der EHC in der „best of seven“-Serie jetzt mit 2:0.

Vor 4.503 Zuschauern gingen die Grizzlys im ersten Drittel durch Brent Aubin und Vincenz Mayer schnell mit 2:0 in Führung, doch Jeremy Dehner sorgte für den Anschlusstreffer. Im zweiten Spielabschnitt gelang Steve Pinizzotto und Yannic Seidenberg ein Doppelschlag zum 3:2 für die Red Bulls. Jason Jaffray und Dominik Kahun erhöhten im dritten Drittel mit zwei Überzahltoren auf 5:2. Jimmy Sharrow und Mark Voakes brachten Wolfsburg noch einmal heran, doch die Isarstädter brachten die knappe Führung über die Zeit.

Die Grizzlys Wolfsburg erwischten den besseren Start und sorgten früh für die ersten beiden Tore. Brent Aubin traf nach Scheibengewinn im Drittel der Münchner zum 1:0 (2.), Vincenz Mayer nach schnellem Konter zum 2:0 (6.). Doch die Red Bulls hatten die richtige Antwort parat. Yannic Seidenberg und Jason Jaffray brachten die Scheibe mit einer guten Kombination ins Angriffsdrittel, Jeremy Dehner – der Siegtorschütze aus Spiel eins – vollendete per Schlagschuss ins kurze Eck (9.). In der Schlussphase des ersten Drittels wurde Steve Pinizzotto bei einem Konter gerade noch gestoppt, auch Frank Mauer verpasste das 2:2 nach Puckeroberung im Wolfsburger Drittel nur knapp. Allerdings hatten die Red Bulls anschließend noch eine lange 3-gegen-5-Situation zu überstehen. 1:57 Minuten hatten die Grizzlys zwei Mann mehr auf dem Eis, doch der EHC verteidigte gut und Torwart David Leggio verhinderte mit zwei starken Paraden den dritten Gegentreffer.

Auch im zweiten Drittel konnte sich der US-Amerikaner gleich wieder in Unterzahl auszeichnen, er hielt gegen Tyler Haskins. Auf der anderen Seite scheiterte Steve Pinizzotto nach weitem Pass von Daryl Boyle. Doch dann drehten die Red Bulls die Partie mit einem Doppelschlag innerhalb von 45 Sekunden. Erst eroberte Steve Pinizzotto in der neutralen Zone die Scheibe und schloss ins kurze Eck ab (33.). Dann steckte Michael Wolf an der Mittellinie einen harten Check ein, spielte die Scheibe aber trotzdem noch tief. Jason Jaffray bediente von hinter dem Tor Yannic Seidenberg, der die Red Bulls mit 3:2 in Führung brachte (34.). In der Schlussphase des Drittels landete die Scheibe dann zwar auch noch einmal im Kasten von David Leggio, doch die Unparteiischen entschieden auf Schlittschuh-Tor von Vinzenc Mayer. Er hatte einen Schuss von Jeff Likens abgefälscht. Tyler Haskins (Latte) und Frank Mauer (nach schönem Solo an den Pfosten) hatten weitere Chancen, es blieb aber bei der 3:2-Führung für die Red Bulls.

In der ersten Überzahlsituation für die Münchner im Schlussabschnitt verhinderte David Leggio mit einer spektakulären Parade gegen Jeff Likens den Ausgleich. Weil die Wolfsburger von Minute zu Minute mehr aufmachten, ergaben sich Konterchancen für die Red Bulls. Steve Pinizzotto setzte in einer 2-auf-1-Situation einen wuchtigen Schuss neben das Tor. Die Gelegenheit für Mads Christensen war noch größer. In den letzten Sekunden einer Münchner Unterzahlsituation erkämpften sich Jason Jaffray und Michael Wolf die Scheibe, Christensen kam von der Strafbank und stürmte auf das Wolfsburger Tor zu. Grizzlys-Goalie Felix Brückmann hielt den Alleingang allerdings. Mit zwei Überzahltoren bogen die Isarstädter dann aber auf die Siegerstraße ein. Jason Jaffray erzielte im 5-gegen-3 nach Vorlage von Keith Aucoin das 4:2 für die Red Bulls (53.), Dominik Kahun legte nach Traumpass von Michael Wolf im folgenden 5-gegen-4 den fünften Münchner Treffer nach (54.). 44 Sekunden später verkürzte Jimmy Sharrow zwar noch einmal auf 3:5 und Mark Voakes gelang im 6-gegen-4 sogar noch das 4:5 (59.). Doch in der an Dramatik kaum zu überbietenden Schlussphase ließen die Red Bulls keinen weiteren Gegentreffer mehr zu.

Don Jackson:
„Wir hatten einen schlechten Start ins Spiel. Wolfsburg hat schnell 2:0 geführt. Danach sind wir besser ins Spiel gekommen und haben das wichtige 2:1 noch im ersten Drittel erzielt. Anschließend waren wir geduldig und haben großen Charakter gezeigt.“

Grizzlys Wolfsburg - EHC Red Bull München 4:5 (2:1|0:2|1:2)
Tore:
1:0 | 01:57 | Brent Aubin
2:0 | 05:48 | Vincenz Mayer
2:1 | 08:14 | Jeremy Dehner
2:2 | 32:40 | Steve Pinizzotto
2:3 | 33:25 | Yannic Seidenberg
2:4 | 52:42 | Jason Jaffray
2:5 | 53:47 | Dominik Kahun
3:5 | 54:31 | James Sharrow
4:5 | 58:44 | Mark Voakes
Zuschauer: 4.503


Quelle:red/PM