photo_424495_20130920.jpg EXPA Thomas Haumer

Red Bull München erreicht erstmals das DEL Finale



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Samstag, 09.April 2016 - 5:14 - Der EHC Red Bull München steht erstmals in seiner Vereinsgeschichte im DEL-Finale. Die Isarstädter besiegten die Kölner Haie in einem spannenden Spiel mit 5:4 (3:1|0:1|2:2) und setzten sich damit in der „best of seven“-Halbfinalserie mit 4:1 durch.

Vor 6.142 Zuschauern im restlos ausverkauften Olympia-Eisstadion stand es nach 20 Minuten 3:1 für die Red Bulls. Jason Jaffray, Frank Mauer und Mads Christensen trafen für München, die Haie erzielten zwischenzeitlich den Anschlusstreffer. Nach dem Seitenwechsel verkürzte Köln und sorgte so für Spannung im Schlussdrittel. Da kamen die Gäste zurück ins Spiel und glichen mit einem Treffer in der Schlussminute zum 4:4 aus. München zeigte jedoch die perfekte Antwort: Frank Mauer erzielte 23 Sekunden vor Spielende den 5:4-Siegtreffer.

Die Gäste aus dem Rheinland erwischten den besseren Start und hatten Pech, dass Charles Stephens aus spitzem Winkel nur den Pfosten traf (2.). Effektiver waren die Red Bulls, die ihre erste Chance zur Führung nutzten. Toni Söderholm schoss im Powerplay aufs Tor, Jason Jaffray fälschte den Schlagschuss über die Fanghand von Haie-Keeper Gustaf Wesslau ab (4.). Danach hatten Michael Wolf (6.) und Jérôme Samson (7.) jeweils in Überzahl weitere Möglichkeiten für München, auf der Gegenseite hatte Dragan Umicevic den Ausgleichstreffer auf dem Schläger (8.). In der neunten Minute passte Dominik Kahun direkt in den Lauf von Frank Mauer, der Wesslau mit einem Schuss ins Fanghandeck überwinden konnte. Kurz darauf verkürzten die Haie durch Philip Gogulla, der einen flachen Schlagschuss von Shawn Lalonde perfekt abfälschte (10.). Nur zwei Minuten später stellte Mads Christensen – ebenfalls per abgefälschtem Schuss – den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Gegen Ende des ersten Abschnitts drängte Köln auf den erneuten Anschlusstreffer, der fiel vor der Pause allerdings nicht mehr.

Nach dem Seitenwechsel schaltete Ryan Jones in Kölner Überzahl nach einem Abpraller am schnellsten und verkürzte auf 2:3 (23.). Philip Gogulla hätte in der 28. Minute sogar ausgleichen können, er brachte die Scheibe jedoch nicht im Tor unter, obwohl David Leggio schon geschlagen war. München erspielte sich bis zur 36. Minute keine zwingenden Möglichkeiten. Bei einer angezeigten Strafe gegen Marcel Ohmann, foulte auch Andreas Falk, sodass die Red Bulls 120 Sekunden fünf gegen drei spielen konnten. Zunächst lief die Scheibe zu langsam, kurz vor Ablauf der Strafe hatte Jeremy Dehner zweimal für München das 4:2 auf dem Schläger. Auch Michael Wolf gelang es kurz vor der zweiten Sirene per Alleingang nicht, Gustaf Wesslau ein viertes Mal zu bezwingen.

Im Schlussabschnitt musste Köln alles auf eine Karte setzen. Nach genau 43 Minuten nutzten die Red Bulls eine der dadurch entstandenen Kontermöglichkeiten zum 4:2. Frank Mauer setzte sich auf links durch und spielte Dominik Kahun perfekt frei, sodass der ins leere Tor einschießen konnte. Danach verteidigte das Team von Don Jackson stark und ließ kaum freie Schüsse der Haie zu. In der 49. Minute kamen die Kölner dennoch zurück ins Spiel, weil Andreas Falk Münchens Goalie David Leggio mit einer starken Bewegung aussteigen ließ. Es entwickelte sich eine unglaublich spannende Schlussphase, die 81 Sekunden vor dem Ende ihren Höhepunkt erreichte. Da musste Toni Söderholm auf die Strafbank, woraufhin Kölns Trainer Cory Clouston Torhüter Wesslau zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm. In der 59. Minute landete ein Schuss von Keith Aucoin aufs leere Tor am Pfosten und das sollte sich rächen, denn Dragan Umicevic staubte kurz darauf nach einem Abpraller zum 4:4 ab. Doch München zeigte nach dem Dämpfer eine tolle Moral: Nur elf Sekunden nach dem Ausgleich passte Mads Christensen quer auf Frank Mauer, der mit seinem zweiten Treffer des Spiels den EHC erstmals ins Playoff-Finale schoss.


Quelle:red/PM