photo_471132_20140119.jpg EXPA Oskar Hoeher

Salzburg zittert sich zum Auswärtssieg



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Sonntag, 19.Januar 2014 - 22:10 - Lange sah es so aus, als würde der EC Red Bull Salzburg einen ungefährdeten Sieg beim EC VSV feiern. Im Schlussabschnitt machte Marco Pewal die Partie mit einem Doppelpack nochmals spannend, Salzburg rettete die Führung aber über die Zeit und gewann mit 3:2.

Der EC VSV startete energisch ins erste Heimspiel der Zwischenrunde. Mit schwungvollem Offensivspiel und effektivem Forechecking brachte Blau-Weiß die Gäste aus Salzburg gleich zu Beginn in Bedrängnis. In der dritten Minute jubelte Klemen Pretnar bereits über die vermeintliche Führung. Der Videobeweis zeigte aber deutlich, dass sein Schlenzer nur die Querlatte traf. Gegen Mitte des Anfangsdrittels war der Villacher Elan etwas verflogen und es schlichen sich individuelle Fehler in der Defensive ein. Garrett Roe nützte gleich den ersten Fehlpass von Gerhard Unterluggauer, fuhr unbedrängt auf JP Lamoureux zu und netzte souverän ein (13.). Ein offener Schlagabtausch, in dem Luka Gracnar einen Unterluggauer-Schlagschuss sensationell abwehren konnte (19.), ging mit einer Führung der Bullen in die erste Pause.

Im Mitteldrittel brachen die Draustädter sich selber das Genick. Bedingt durch viele Strafen brachte man sich oft in Bedrängnis und ging somit verdient mit 0:3 in die zweite Pause. Aber der Reihe nach: Zwei Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, da musste JP Lamoureux bereits hinter sich greifen. Manuel Latusa fuhr entschlossen ins Angriffsdrittel und setzte Brian Fahey perfekt in Szene, der sich diese Chance nicht entgehen ließ und auf 2:0 aus der Sicht der Mozartstädter stellte. Danach hatte der VSV einige brenzlige Situationen zu bewältigen. JP Lamoureux verpasste Garrett Roe eine Rückhandschelle und fasste eine vierminütige Strafe aus (26.). Diese Unterzahl überstand der VSV noch souverän. Als Benjamin Petrik aber in Minute 33, nach einem überharten Check an Florian Mühlstein, mit einer fünf-Minuten-plus-Spieldauer-Strafe vom Eis musste, hämmerte Garrett Roe das Spielgerät energisch in die Maschen (37.) und stellte auf 3:0.

Im Schlussabschnitt schien der VSV den Ernst der Lage erkannt zu haben. In einem Drittel, in dem es für beide Teams Strafen hagelte, spielten nur mehr die Villacher. In der 42. Minute stocherte Marco Pewal das Spielgerät, nach Pass von Derek Ryan, mit größter Mühe über die Linie. Dabei wurde er von Brian Fahey so heftig gecheckt, dass dieser mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vom Eis geschickt wurde. Die vielen Strafen auf beiden Seiten taten den Villacher Offensivbemühungen keinen Abbruch. Nachdem man viele Topchancen vernebelt hatte, kam Villach in Minute 57, abermals durch Pewal, zum Anschlusstreffer. Der Assistgeber war auch hier wieder Ryan. Die blau-weiße Schlussoffensive brachte nichts mehr ein und die Bullen gingen knapp als Sieger vom Eis.

EC VSV – EC Red Bull Salzburg 2:3 (0:1,0:2,2:0)
Schiedsrichter: HICKS/NIKOLIC, Zuschauer: 3286;
Tore VSV: Pewal (42./pp/ 57.);
Tore RBS: Roe (13./37./pp), Fahey (22.);


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EC Villacher SV
EC Red Bull Salzburg


Quelle:Erste Bank Liga