Nationalliga: W-EV mit Kantersieg über Bregenzerwald



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Samstag, 01.November 2003 - 23:39 - Einen echten Kantersieg feierte Nationalliga Neuling W-EV im Heimspiel gegen den EHC Bregenzerwald. Das 7:2 von Wien bedeutete wichtige zwei Punkte und in der Tabelle den Schritt auf Rang 6, sowie den punktemässigen Anschluss ans Mittelfeld, das nur mehr einen bzw. zwei Zähler entfernt liegt. Die Wälder hingegen sind nun Vorletzter.

Erster Saisonheimsieg für die Wiener Eislöwen fiel gleich sensationell hoch aus - Bregenzerwald mit 7:2 Packung nach Hause geschickt



Sie haben lange darauf hingearbeitet und gestern, zu Allerheiligen, ist der Knopf endlich geplatzt und der erste Heimsieg - nach zwei knappen Niederlagen gegen Zell und Lustenau - war perfekt. Das jüngste Team der Liga bedankte sich bei über 1.000 treuen Wiener Fans für deren Unterstützung mit einem 7:2 (2:1/1:0/4:1) Kantersieg gegen Bregenzerwald.



Dabei fing das Spiel gar nicht nach dem Geschmack der Wiener an: Zwar schnürten die Eislöwen die Gäste aus dem Ländle von Anfang an in deren Drittel ein, aber nach einem überraschenden Konter hieß es plötzlich 0:1 (Tor: Sticha / Assist: Andersson). Da war selbst der wieder einmal grandios aufspielende Wiener Schlussmann, Albert "Hexer" Siedl, machtlos. Der frühe Rückstand weckte die Eislöwen aber erst so richtig auf und die Youngster-Linie sorgte postwendend für den Ausgleich zum 1:1 (Tor: Marek Sykora / Assist: Andreas Nödl, Philipp Steiner). Für den Drittelendstand von 2:1 zeichneten dann die Routiniers (Tor: Roland Divis / Assist: Jiri Suhrada, Harald Heinl).




Im zweiten Spielabschnitt konnten die Wiener ihre Überlegenheit "nur" zu einem Tor durch Roman Duschek (Assist: Michael Pfleger) zum 3:1 nützen. Die beiden Assistgeber vom zweiten und dritten Tor, Michael Pfleger und Jiri Suhrada wurden indes zu den tragischen Helden des Abends. Der Denker und Lenker des Teams, Suhrada, schied mit einer Knöchelverletzung aus und Pfleger musste nach einem Crash und dem ungewollten Kontakt mit einem gegnerischen Schlittschuh im Gesicht, mit einem mehrere Zentimeter langen und tiefen Cut am Kinn noch in der Halle notversorgt werden.



Trotz der Ausfälle zeigte der WE-V im letzten Spielabschnitt keine Schwäche. Er gehörte vielmehr wieder einmal ganz alleine den Eislöwen. Die drückende Überlegenheit offenbarte sich in vier Toren. Es ging Schlag auf Schlag: Philipp Kink (Assist: Roman Duschek, Sandro Winkler), Stano Jelinek (Assist: Stuart Altvater, Harald Heinl), Sandro Winkler und Roman Duschek (Assist: Sandro Winkler) sorgten für die Tore Nr. 4 bis 7 der Wiener. Für die Gäste aus dem Ländle schaute bloß noch ein zweiter Ehrentreffer zum Endstand von 7:2 (Tor: Tsilichristos / Assist: Walch, Sticha) heraus.



"Wir haben wieder eine großartige Mannschaftsleistung meiner Jungs gesehen – vom Goalie über die Verteidigung bis zum Sturm haben alle ihr letztes gegeben", meinte ein zufriedener WE-V - Trainer Michael Malek nach dem Spiel, "und heute stimmte auch die Chancenauswertung."



Zu den Spielern des Abends wurden von einer hochkarätig besetzten Jury (u.a. mit den WEV-Legenden Walter Znenahlik und Herbert Haiszan sowie Ex-Nationalteamcoach Ken Tyler) auf Bregenzerwälder Seite der unter Dauerbeschuss stehende Tormann Peter Karrer gewählt. Eislöwe des Abends wurde Roman "Dreipunkte" Duschek.



(Quelle: Presseaussendung W-EV)



EHC Bregenzerwald Trainer Trainer Kjell G. Lindqvist zum Spiel:
"Das war das vierte Spiel, dieses Mal in der wunderschönen Albert-Schulz-Halle, in dem wir zwei Drittel gut mit dem Gegner mithalten konnten, aber im letzten Drittel förmlich abgeschossen wurden. Das gleiche passierte uns in Kapfenberg, Salzburg und Lustenau.



Die Spiele waren durchwegs eng und dann bekommen wir zum Spielende noch drei Tore. Wien agierte mit der erwarteten Spielweise. Forchecking und körperbetont. Wir haben einen guten Start erwischt und sind nach einem Konter (10. min) in Führung gegangen. Dann haben wir wieder einige Wechsel verschlafen und der Gegner wurde stärker.



Im zweiten Drittel bekamen wir in Überzahl ein Tor, da einer unserer Spieler an der blauen Linie "umgefallen" ist. Das letzte Drittel war einfach schlecht von uns. Sie überrannten uns förmlich, gewannen die Zweikämpfe und traten mehr als wir als Mannschaft auf. Ich bin sehr über dieses Spiel enttäuscht, dass wir mannschaftlich nicht besser aufgetreten sind. Unser bester Spieler war Torhüter Peter Karrer und das sagt bei einer 7:2 Niederlage wohl einiges aus.



Das einzig postitive war, dass wir eine Reihe an sehr guten Torchancen herausarbeiten konnten, diese jedoch nicht verwerten konnten. Nun muss ich einige Umstellungen vornehmen und ich hoffe wir sehen gegen Dornbirn wieder eine ganze andere Mannschaft.



Wiener Eislöwen-Verein - EHC Bregenzerwald 7:2 (2:1, 1:0, 4:1)
Zuschauer: 1.000
Referees: Cervenak P.; Potocan C., Mayr J.
Goals / Tore:Sykora M. (11:26 / Nödl A., Steiner P.), Divis R. (17:33 / Suhrada J., Heinl H.), Duschek R. (21:56 / Pfleger M.; 57:24 / Winkler S.), Kink P. (45:41 / Duschek R., Winkler S.), Jelinek S. (50:42 / Altvater S., Heinl H.), Winkler S. (57:00) resp., Sticha T. (10:03 / Andersson E., Walch B.), Tsilichristos A. (55:14 / Sticha T., Walch B.)
Goalkeepers: Siedl A. (60 min. / 18 SA. / 2 GA.) resp. Karrer P. (60 min. / 28 SA. / 7 GA.)
Penalty in minutes: 18 resp. 37 (Game Misconduct - Gmeiner C.)



Die Kader:
WEV: Sykora M., Divis R., Schweiger M., Pfleger M., Heinl H., Altvater S., Winkler S., Rotter R., Nödl A., Koran M., Suhrada J., Abraham A., Albrecht G., Siedl A., Duschek R., Altmann M., Eineder B., Steiner P., Lhota T., Bezdek J., Jelinek S., Kink P.



Bregenzerwald: Mitgutsch M., Sticha T., Tschemernjak K., Walch B., Schmitt C., Gmeiner C., Nussbaumer B., Bereuter D., Björnberg M., Längle R., Gmeiner R., Karrer P., Nachbaur H., Tsilichristos A., Andersson E., Kassmannhuber J., Klicznik R., Schedler G., Stadelmann M.