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Matchpuck Ducks, Bruins und Kings, Caps gleichen aus



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Donnerstag, 09.Mai 2013 - 7:04 - Drei von vier Play Off Partien der vergangenen Nacht gingen in die Verlängerung - und zwei Mal siegte das Auswärtsteam. Boston in Toronto sowie Los Angeles in St. Louis feierten Auswärtssiege und holten sich Matchpucks. Ebenso wie Anaheim zu Hause, die Rangers hingegen konnten die Serie gegen Washington ausgleichen.

Toronto - Boston 3:4 OT (Serienstand 1:3)
David Krejci wurde in diesem Match zum siegbringenden Spieler für die Boston Bruins. Sein Hattrick war der Grundstein zum dritten Sieg in der Best of Seven Serie und Boston hat nun vor eigenem Publikum die Chance, den Sack zuzumachen.

Die Toronto Maple Leafs hatten vor eigenem Publikum einen echten Traumstart erwischt und im ersten Drittel eine 2:0 Führung erarbeitet. Der Ausgleich in der Serie schien zum Greifen nahe, bis Patrice Bergeron nach nur 32 Sekunden im Mitteldrittel den Anschlusstreffer erzielte. Danach war es David Krejci, der mit einem Doppelpack sogar für die erstmalige Bruins Führung sorgte. Doch auch diese hielt nicht und so ging es nach dem Tor von Clarke McArthur mit einem 3:3 in die letzten 20 Minuten.

So abwechslungsreich das Match bis dahin gewesen ist, im letzten Drittel konnte Toronto aus seiner Überlegenheit kein Kapital mehr schlagen. Es blieb beim Remis, die Verlängerung musste über Sieg und Niederlage entscheiden. Und es war Krejci, der in der 74. Minute das 4:3 machte, damit den zweiten Auswärtssieg für Boston fixierte und den Matchpuck für die Bruins eroberte.

In der Nacht auf Sonntag folgt nun Spiel 5 - in Boston! Dann greifen die Bruins nach der Entscheidung und damit dem Aufstieg in Runde 2. Toronto muss nun mit dem Rücken zur Wand spielen.


NY Rangers - Washington 4:3 (Serienstand 2:2
Die Rangers hatten aus den ersten beiden Auswärtsspielen in Washington einen 0:2 Serienrückstand mitgenommen, nach den beiden eigenen Heimauftritten steht es jetzt 2:2! Somit beginnt das Viertelfinale in der Eastern Conference von vorne und wird zum "Best of Three".

Während die Rangers in den ersten beiden Partien nur ein Tor erzielen konnten, ließen sie in den beiden Heimspielen 8 folgen. Zu viel für die Capitals, um den Matchpuck zu erobern.

Es war ein Power Play, das im letzten Drittel die Weichen Richtung Sieg für die Rangers stellten. Die Blueshirts hatten sich bis zur Halbzeit der Partie einen 2:0 Vorsprung erarbeitet, bliesen diesen aber innerhalb von sechs Minuten in den Wind und Washington kam zum Ausgleich.

Hatte New York bis ins letzte Drittel 3 Power Plays ungenützt verstreichen lassen und dabei sogar ein 5 gegen 3 ungenützt vergeben, war es eine Überzahl zu Beginn des letzten Abschnitts, welche die Trendwende einleitete. Dan Griardi traf nach 59 Sekunden zum 3:2, fünf Minuten später erhöhte Derek Stepan auf 4:2 und durfte sich damit zum zweiten Mal in Folge den Game Winner gutschreiben lassen.

Washington konnte zwar binnen Sekunden auf 3:4 verkürzen, fand dann aber keinen Weg mehr, Henrik Lundqvist im Rangers Tor zu überwinden.

Damit kehrt die Serie in der Nacht auf Samstag nach Washington zurück wo die Capitals im heimischen Verizon Center versuchen werden, die Serie von Heimsiegen in diesem Duell fortzusetzen.


St. Louis - Los Angeles 2:3 OT (Serienstand 2:3)
Von 0:2 auf 3:2 - der Titelverteidiger ist wieder da! Hatte St. Louis zu Beginn dieser Serie schon fast wie der sichere Sieger ausgesehen, haben die Kings nun drei Mal in Folge gewonnen und den ersten Matchpuck gegen die Blues.

Und dank des erneuten Breaks könnte Los Angeles diese Serie sogar zu Hause beenden! Es war wenig überraschend, dass auch das vierte Duell zwischen diesen beiden Kontrahenten mit nur einem Tor Unterschied entschieden wurde. Das hatte sich auch schon in der regulären Spielzeit angekündigt, in der Los Angeles zwei Mal in Führung ging, aber nie entscheidend davonziehen konnte.

Auf das 0:1 in der 21. Minute hatte St. Louis noch eine schnelle Antwort in Form des 1:1 gefunden, als die Kings aber auch im letzten Drittel binnen Sekunden in Führung gingen, folgte diese nicht. Es schien fast so, als könnte der Titelverteidiger das Match schon in der regulären Zeit gewinnen, aber mit der Verzweiflung im Rücken erzwangen die Blues 45 Sekunden vor dem Ende doch noch die Overtime.

In dieser war es dann zum zweiten Mal in dieser Serie, dass Slava Vojnov ein Match entschied. Er profitierte dabei von einem Fehler von Blues Goalie Brian Elliott und durfte sich nach exakt 8 Minuten in der Overtime über das 4:3 freuen.

Somit haben die Kings erstmals seit 11 Jahren die Chance, aus einem 0:2 einen Seriensieg zu machen. Spiel 6 findet in der Nacht auf Samstag in Los Angeles statt.


Anaheim - Detroit 3:2 OT(Serienstand 3:2)
Zum dritten Mal in dieser Serie ging es zwischen den beiden Teams in die Verlängerung - und zum ersten Mal gewann Anaheim! Damit legten die Ducks gegen Detroit vor und haben in Spiel 6 die Chance, in Runde 2 einzuziehen.

Der Spielverlauf in Spiel 5 sprach allerdings alles andere als für die Ducks. Detroit ging zwei Mal in Führung, doch Anaheim kam immer spät im Drittel zum Ausgleich. Im ersten Abschnitt nützte Detroit das zweite aufeinander folgende Überzahlspiel zur 1:0 Führung durch Franzen, aber Anaheim kam kurz vor der ersten Pause zum 1:1. Palmieri durfte sich über seinen zweiten Play Off Treffer freuen.

Im Mittelabschnitt ein ähnliches Bild: die Red Wings legten nach 10 Minuten durch Samuelsson vor, Getzlaf erzielte im Power Play nur 32 Sekunden vor der Sirene das 2:2. Im Schlussabschnitt neutralisierten sich die beiden Mannschaften weitgehend und so ging es in eine Overtime.

Eigentlich schlechte Voraussetzungen für die Ducks, die bisher beide Verlängerungen verloren hatten. Nicht so dieses Mal, denn Nick Bonino konnte nach 114 Sekunden den 3:2 Siegtreffer für die Hausherren erzielen und damit auch in der Serie auf 3:2 stellen.

Spiel 6 findet nun wieder in der Joe Lewis Arena von Detroit statt. Und da müssen die Red Wings antworten, wollen sie ihre Saison verlängern.

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