photo_293597_20121007.jpg EXPA / Thomas Haumer

Ausgleich Kings und Red Wings, Siege für Bruins und Rangers



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Dienstag, 07.Mai 2013 - 6:56 - Die Detroit Red Wings haben die Serie gegen Anaheim ausgeglichen! Ein Schweizer war es, der ihnen den Sieg schenkte. In New York haben die Rangers einen Weg gefunden, Washington zu schlagen und Boston wurde in Toronto zum Party Crasher. Titelverteidiger Los Angeles ist wieder im Rennen...

Detroit - Anaheim 3:2 OT (Serienstand 2:2)
Die Schweiz ist derzeit in aller Munde - nicht nur bei der Eishockey WM, sondern auch in der NHL. Sei es Torhüter Hiller in Anaheim, oder Damien Brunner bei den Detroit Red Wings. Letzterer wurde in der Verlängerung von Spiel 4 gegen die Anaheim Ducks zum Matchwinner und schoss Detroit nach 15:10 Minuten zum Sieg.

Die Best of Seven Serie zwischen Anaheim und Detroit wird zum Duell "Best of Three". Nach vier Spielen hat jedes Team jeweils zwei Siege am Konto, nun geht die Serie wieder nach Anaheim. Die Ducks hatten auch in Spiel 4 lange geführt, nachdem sie in der 6. Minute in Führung gegangen waren.

Ein abgefälschter Weitschuss brachte die Red Wings zu Beginn des letzten Drittels zurück ins Spiel. Damit hatte sich die Vorgabe von Detroits Trainer Mike Babcock ausgezahlt, der schon die ganze Serie über forderte, Anaheims Schlussmann öfter mal die Sicht zu nehmen.

Aber die Ducks konterten sehr schnell und legten in der 51. Minute das 2:1 nach. Dabei nützten die Gäste aus Kalifornien eine Kollission zwischen einem Verteidiger und dem Goalie der Red Wings. Doch auch dieser Treffer sollte nicht die Entscheidung bringen, denn Detroit konnte durch Pavel Datsyuk in seiner unnachahmlichen Art erneut ausgleichen (54.) und schickte das Match in die Verlängerung.

In dieser war es dann besagter Damien Brunner, der einen Konter der Red Wings im Nachschuss abschloss und damit den 3:2 Sieg fixierte. In der Serie heißt es damit 2:2 und nun geht es fürs nächste Spiel wieder nach Anaheim, das in der Nacht auf Donnerstag stattfinden wird.


Toronto - Boston 2:5 (Serienstand 1:2)
Die Toronto Maples Leafs durften erstmals seit neun Jahren wieder einmal ein Play Off Heimspiel absolvieren und dachten sich nach dem erfolgreichen Break in Spiel 2 einen Weg gefunden zu haben, Boston zu schlagen. Aber dem war nicht so, denn die Bruins erholten sich von dieser Niederlage eindrucksvoll und ließen beim 5:2 in Spiel 3 nichts anbrennen.

Ein Erstrundendraft der Toronto Maple Leafs sollte in diesem Match entscheidend sein. Allerdings nicht auf Seiten der Kanadier. Tuukka Rask war von den Leafs im Jahr 2005 als Nummer 21 gedraftet worden, wurde aber im Jahr 2006 nach Boston getauscht. Sieben Jahre später kam die bittere Revanche des Finnen dafür: er hielt beeindruckende 45 Schüsse und wurde zum "Man of the Match".

Seine Kollegen vorne erledigten den Rest: in der 14. Minute ging Boston in Führung und ließ zu Beginn des zweiten Drittels das 2:0 folgen. Toronto konnte zwar in der 34. Minute den Rückstand halbieren, aber die Bruins legten sofort nach und gingen mit einem komfortablen 4:1 ins letzte Drittel.

Nur als Phil Kessel nach 47 Sekunden im Schlussabschnitt auf 2:4 verkürzte, wurde es im Air Canada Centre wieder laut. Die Fans hatten sich auf dieses erste Play Off Spiel seit dem Jahr 2004 gefreut, wurden aber von Boston immer wieder auf den Boden geholt. So auch in diesem Schlussabschnitt, denn als die Maple Leafs riskierten und ihren Torhüter vom Eis geholt hatten, ließen die Gäste das 5:2 und damit die Entscheidung folgen.

In der Best of Seven Serie schaffte Boston mit dem Sieg das Re-Break, Toronto steht in Spiel 4 in der Nacht auf Donnerstag erneut zu Hause unter Druck, um Matchpucks zu verhindern.


NY Rangers - Washington 4:3 (Serienstand 1:2)
128 Minuten waren in diesem Erstrundenkampf vor diesem dritten Duell gespielt geworden - und die Rangers hatten erst ein Tor erzielt. Die Offensive war das große Problem der Broadway Blueshirts, das allerdings in Spiel 3 gelöst wurde.

Zwar ging Washington wieder in Führung, aber die Rangers konnten im ersten Drittel ausgleichen und im zweiten Abschnitt vorlegen. So abwechslungsreich sollte es weiter gehen: noch vor der Pause kamen die Capitals zum 2:2, direkt nach Wiederbeginn ging New York wieder in Führung. Allerdings nicht für lange, denn fünf Minuten später folgte das 3:3 - eine knappe Angelegenheit.

Nach 13:35 Minuten war es dann aber Derek Stepan, der mit seinem ersten Play Off Treffer der Saison die Entscheidung schaffte. Die Rangers gingen mit 4:3 in Führung und verteidigten diesen Vorsprung über die Zeit. Damit schrieben die Blueshirts in der Serie erstmals an und können in Spiel 4 in der Nacht auf Donnerstag den Ausgleich anvisieren.


Los Angeles - St. Louis 4:3 (Serienstand 2:2)
Die Serie gegen St. Louis hatte für Titelverteidiger Los Angeles so schlecht begonnen: 0:2 waren die Kalifornier nach den ersten beiden Partien hinten, zu Hause haben die Kings das aber ausgebessert: ein 4:3 in Spiel 4 bedeutet den Ausgleich in der Best of Seven Serie!

Ein erfolgreiches Comeback, nicht nur in der Serie, sondern auch in diesem vierten Spiel. Und wie schon in den drei Duellen zuvor war es ein einziges Tor, das den Unterschied ausmachte!

Die Blues starteten perfekt in das Match, gingen in den ersten 5 Minuten mit 2:0 in Führung und schienen ihre Hände nach dem ersten Matchpuck auszustrecken. Aber die Kings kamen zurück, glichen das Match noch im ersten Abschnitt aus und es ging mit einem Unentschieden in die erste Pause.

Im Mitteldrittel konnte St. Louis dann erneut in Führung gehen und nahm dieses 3:2 in die letzten 20 Minuten mit. In diesen war es ein Doppelschlag der Kings, der die Wende brachte. Anze Kopitar hatte sich seinen ersten Play Off Treffer und sein erstes Tor nach 19 Spielen (!) für einen perfekten Zeitpunkt aufgehoben: er machte in der 48. Minute das 3:3, nur 44 Sekunden später traf Justin Williams zum 4:3!

Die erste Führung der Kings in diesem Match - und es sollte die letzte sein. St. Louis fand keinen Weg mehr, das Match herumzureißen und so geht dieses Duell definitiv über 6 Spiele. Spiel Nummer 5 findet in der Nacht auf Donnerstag in St. Louis statt.

passende Links:

hockeyfans.ch
nhl.com