photo_166895_20110808.jpg EXPA © Oskar Höher

VSV verfällt vor Duell mit Dornbirn ins Grabner-Fieber



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Samstag, 06.Oktober 2012 - 13:14 - Leader EC VSV empfängt am Sonntag (17:30 Uhr) erstmals Liga-Neuling Dornbirner Eishockey Club. In Villach sind alle Blicke auf NHL-Star Michael Grabner, der gestern seinen 25. Geburtstag feierte, gerichtet. Plus: Duell der Petrik-Brüder.

In Villach grassiert das Michael-Grabner-Fieber. Der Villacher NHL-Star, der gestern seinen 25. Geburtstag feierte, war mit 17 Jahren ausgezogen, um die Eishockey-Welt zu erobern. 2009/10 feierte der Stürmer im Dress der Vancouver Canucks sein Debüt in der National Hockey League, seit 2010/11 steht der 25-Jährige bei den New York Islanders unter Vertrag. In bislang 183 NHL-Partien brachte es der flinke Angreifer auf 96 Punkte, davon 60 Treffer. Der NHL-Lock-out machte es möglich, dass Grabner nun am Sonntag im Heimspiel gegen Liga-Neuling Dornbirner Eishockey Club nach acht Spielzeiten sein Comeback bei seinem Ausbildungsverein feiert. In der Draustadt trifft NHL-Star Michael Grabner auf viele alte Bekannte und ein funktionierendes Team! Die Adler sind nämlich nach neun Runden weiter das Maß der Dinge in der Erste Bank Eishockey Liga, halten bereits bei 17 Punkten/acht Siege. Zuletzt feierten die Draustädter sechs Siege!

Am Sonntag wartet auf Gerhard Unterluggauer und Co. nun das Heimspiel vs. den Dornbirner Eishockey Club. Das erste Duell entschied der EC VSV zum Saisonstart in Vorarlberg 6:0 für sich. In Villach erwartet man sich dieses Mal allerdings mehr Gegenwehr vom Gegner: Dornbirn hat sich seither enorm gesteigert. Für uns wird es am Sonntag bestimmt nicht mehr so leicht, wie beim ersten Mal. Schon das erste Spiel verlief knapper als das Ergebnis vermuten lässt. Jean-Philippe Lamoureux hielt super, während ihr Goalie nicht den besten Tag erwischte. Wir müssen defensiv gut spielen und vorne unsere Chancen nützen.“, weiß Benjamin Petrik. Für den 23-Jährigen gibt es gegen die Vorarlberger auch ein Wiedersehen mit Bruder Nicolas, der im Sommer von Villach nach Dornbirn wechselte. „Wir telefonieren oft und freuen uns natürlich Beide sehr auf das Match. Derzeit läuft es einfach perfekt für Villach. Nach den Erfolgen ist auch unser Selbstvertrauen top.“, gibt sich der jüngere Petrik siegessicher.

Mit Michael Grabner kommt nun - während des NHL-Lockouts - auch noch Verstärkung von den New York Islanders. Michael Grabner ist ein Superstar in der NHL. Jeder weiß was er kann, er macht uns sicherlich noch stärker“, freut sich Petrik bereits auf das Comeback seines Kumpels.

Nicolas Petrik kommt mit Dornbirn nicht zum Besuch nach Villach
513 Mal trug Nicolas Petrik den Dress des EC VSV. Nach der letzten Saison wurde der Vertrag des Stürmers in Villach aber nicht mehr verlängert. Beim Dornbirner Eishockey Club hat der 28-Jährige Stürmer im Sommer eine neue Herausforderung gefunden. Erst zum zweiten Mal nach 2003/04 – damals bei den Moser Medical Graz99ers – spielt der gebürtige Villacher heuer damit nicht in seiner Heimatstadt. Am Sonntag kehrt Nicolas Petrik nun mit den Vorarlbergern erstmals in die Villacher Stadthalle zurück und fiebert dem Match auch aus zwei weiteren Gründen entgegen, denn es wartet auch das Duell mit Bruder Benjamin und Kumpel Michael Grabner.
Michael Grabner kennen die Petriks seit ihrer Kindheit, der NHL-Star nahm Nicolas Petrik im Juni 2011 auch nach Las Vegas mit, wo unter anderem die Auszeichnung für den NHL Rookie of the Year vergeben wurde.

„Es ist ein ganz besonderes Spiel für mich“, berichtete Nicolas Petrik, der den Großteil seiner Karriere in Villach verbracht. „Am Sonntag werden auch meine Familie und meine Freude in der Halle sein. Und die Stimmung wird in Villach ebenfalls sehr gut sein.“ Die Villacher Stadthalle kennt Nicolas Petrik wie seine Westentasche, auch viele Spieler. Am Sonntag kommt der Stürmer aber nicht zu Besuch: „Nach der Heimniederlage gegen den HC Orli Znojmo, wollen wir in Villach punkten. Wir haben gegen die Tschechen im letzten Drittel nochmals Moral bewiesen und gezeigt was alles in uns steckt, aber leider blieb unsere Aufholjagd unbelohnt."

Der 28-Jährige fordert sein Team auch zu mehr Disziplin auf, denn gegen den HC Orli Znojmo kosteten die Strafen den Bulldogs mögliche Punkte. Bei der 4:5-Niederlage kassierten die Vorarlberger zwei Tore in Unterzahl und saßen 46 Minuten (davon acht zwei-Minuten-Strafen) in der Kühlbox. Durchschnittlich verbringen Danny Bois und Co. 17,67 Minuten pro Partie auf der Strafbank (Platz Acht im Ligavergleich).

„In Villach müssen wir disziplinierter agieren. Gegen die Tschechen spielten wir im zweiten Drittel fast nur Unterzahl. Wir sind bereit für ein heißes Match in Villach. Der VSV wird sicher gleich hart kommen. Aber wir werden uns nicht verstecken. Die Mannschaft hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert und will am Sonntag in Villach wieder punkten! Wir müssen die ersten Minuten gut überstehen und von der Strafbank wegbleiben“, so Nicolas Petrik, der sich in Dornbirn schon blendend eingelebt hat.

Der gebürtige Villacher ist mit drei Punkten, auch der punktebeste Österreicher der Bulldogs! „Der Coach schenkt mir sein Vertrauen und gibt mir viel Eiszeit. Auch die Stimmung hier ist super und das Umfeld spitze“, so der ältere Petrik, dem es in seiner neuen Heimat sichtlich taugt. Neben Nicolas Petrik spielte auch David Slivnik bereits in seiner Jugend für den EC VSV.

Sonntag, 07. Oktober 2012 (17:30 Uhr, Highlights bei ServusTV)
EC VSV – Dornbirner Eishockey Club (056)
Schiedsrichter: JELINEK, KINCSES, Hütter, Piragic

Bisherige Saisonduelle:
07.09.2012: Dornbirner Eishockey Club – EC VSV 0:6 (0:3, 0:2, 0:1)

passende Links:

Erste Bank Eishockey Liga
nhl.com
EC Villacher SV
Dornbirner Eishockey Club


Quelle:Erste Bank Liga