Hockeyfans.at/Reinhard Eisenbauer

HF.at Ligacheck – EBEL Woche 13



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Montag, 12.Dezember 2011 - 21:23 - Pause Teil 2! Die Erste Bank Eishockey Liga darf wieder durchatmen und begibt sich zum zweiten Mal in dieser Saison in das International Break“. In den letzten Runden hat sich das Feld wieder enger zusammengeschoben und es ist angerichtet für den Endspurt in der ersten Phase des Grunddurchgangs. Es dürfte spannend werden...
Inhaltsverzeichnis:
» Das war in Woche 13...
» Die Ränge 1 bis 5
» Die Ränge 6 bis 11


Das war in Woche 13...

Wenn man sich die Tabelle der Erste Bank Eishockey Liga zu Gemüte führt, dann bemerkt man, dass sich die Konkurrenz wieder etwas zusammen schiebt. Vorne setzen sich Linz und Salzburg etwas ab, wobei der Leader aus Oberösterreich schön langsam den Bullen-Atem in Nacken spürt. Dahinter tut sich ein Mittelfeld auf, das von Platz 3 bis 6 nur durch 5 Punkte getrennt ist. Dahinter sind mit Wien und Villach zwei Mannschaften klassiert, die noch um die Fixqualifikation für die Play Offs rittern. Graz, Znojmo und Jesenice scheinen im hinteren Tabellendrittel einzementiert zu sein.

Interessant auch, dass sich in der letzten Woche ab Rang 7 keine Änderung der Platzierungen ergeben haben. Und erstmals in dieser Saison wurden alle EBEL Partien innerhalb einer Woche nach regulärer Spielzeit entschieden – in den vergangenen drei Runden gab es weder Overtime noch Penaltyschießen.

Das dürfte sich nach der Ligapause wieder ändern, denn die EBEL geht in ihre entscheidende Phase, was die vorzeitige Qualifikation für die Play Offs betrifft. Nur noch vier Wochen Eishockey stehen nach dem Break ins Haus, denn am 20. Jänner steht dann fest, wer bereits für die Play Offs planen kann. Vorentscheidungen hat er es hier noch keine gegeben, doch spätestens ab de Weihnachtsspielen wird es so richtig heiß hergehen, denn dann kann jeder Punkt darüber entscheiden, ob man in die untere Zwischenrunde muss, in der sich nur zwei von fünf Teams für die Play Offs qualifizieren werden.

Daher könnte sich auch was die Transfers betrifft noch einiges in der Liga tun. Erste Anzeichen dafür gab es schon, indem sich zum Beispiel Klagenfurt, Villach und Zagreb von Legionären getrennt haben. In Jesenice wurde der Angriff wieder etwas aufgebessert, was vor allem hinsichtlich der Zwischenrunde wichtig werden könnte.

Der Aufreger schlechthin war in der vergangenen Woche die Tatsache, dass erstmals auch zwei Schiedsrichter gesperrt wurden. Pavel Cervenak darf gleich vier Wochen keine EBEL Partie mehr pfeifen, weil er eine Tätlichkeit des Laibacher Schlussmanns Lamoureux nicht geahndet hat. Die Tätlichkeit war offensichtlich und auch noch gegen den Referee selbst gerichtet, was in der Vergangenheit bei Rafael Rotter zum Beispiel eine lange Sperre nach sich zog. Die Schiedsrichter stehen ohnehin im Mittelpunkt der Kritik, wenngleich das von Seiten der Vereine und Spieler nicht mehr öffentlich geäußert wird. Da zeigt der „Maulkorb“ der Liga Wirkung und man hat als nicht ganz so involvierter Beobachter vielleicht sogar den Eindruck, als würden sich die Leistungen verbessern. Tatsache ist, dass sich einige Dinge (zB Kommunikation) erheblich gebessert haben, die diskussionswürdigen Entscheidungen aber weiterhin in großer Anzahl vorhanden sind. Das regt auf, wenn man allerdings ganz ehrlich ist, werden sich solche „Allerweltsentscheidungen“ über eine ganze Saison gesehen vermutlich so gleichmäßig verteilen, dass hier keine Benachteiligung gegeben ist.

Wie das österreichische Eishockey International da steht, wird sich am kommenden Wochenende zeigen. Da trifft das Team Austria im Rahmen des Österreich Cups auf die Schweiz und den Sieger aus Slowakei gegen Weißrussland. In Salzburg darf sich der aktuelle EBEL Meister im Salute ebenfalls mit der europäischen Spitze messen, muss dabei allerdings auf Gastspieler zurückgreifen. Die Diskussion um die Abstellung der Nationalteamspieler fürs ÖEHV Team bei gleichzeitiger Salute Teilnahme wurde hier in den vergangenen Wochen schon mehrmals thematisiert.

Der Aufreger der kommenden Woche steht auch schon fest: am Dienstag steigt in Klagenfurt die Präsidentensitzung der Erste Bank Eishockey Liga und schon jetzt ist klar, dass es ein harter Termin wird. Die Capitals haben bereits im Vorfeld angekündigt, dass die Punkteregel auslaufen soll und man den Antrag stellen werde, die Regularien dem europäischen Recht entsprechend gestalten zu wollen. Das bedeutet die Freigabe der Legionärsbeschränkung – zumindest für EU Ausländer. Dem Antrag dürfte sich auch Salzburg anschließen. Es wird wohl heiß diskutiert werden bei dieser Sitzung – wie immer Anfang Dezember sind wirkliche Entscheidungen erst später zu erwarten. Jetzt werden die Reviere abgesteckt, laut gebellt und dann wird geschaut, wer sich durchsetzen kann.

HF.at blickt auch nach Woche 13 kurz zurück und schaut, wie es den einzelnen Teams so ergangen ist in den letzten Runden des Wochenendes. Mit den Auf- und Absteigern, den Überraschungen und auch den Spielern der Woche.




» Zu Teil 2: Die Ränge 1 bis 5

passende Links:

Erste Bank Eishockey Liga
hockeyfans.ch
Vienna Capitals - Fanclub Icefire
Vienna Capitals - Webseite