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Besser war nicht gut genug: 0:3 gegen Schweden



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Montag, 02.Mai 2011 - 22:16 - Gut gespielt, eine Leistungssteigerung aufs Eis gebracht, aber trotzdem klar verloren. Gegen Schweden hielt das Team Austria die zu erwartende Niederlage mit 0:3 in Grenzen und kann sich ab sofort auf das wichtige Spiel gegen Norwegen konzentrieren. Schweden steht hingegen schon in der Zwischenrunde.

21 Sekunden fehlten dem Team Austria im ersten Drittel gegen Schweden, um mit einem nicht unbedingt erwarteten torlosen Remis in die Pause zu gehen. Mehr noch als das, die Österreicher waren der Führung sogar entschieden näher als die TreKronor. Reichel., Setzinger, Latusa, Trattnig – sie alle hatten teilweise große Chancen vorgefunden und das 1:0 am Schläger gehabt. Aber aus dem ersten Treffer wurde nichts, stattdessen gerieten die ÖEHV Cracks in der Schlussphase des ersten Abschnitts verstärkt unter Druck und kassierten 21 Sekunden vor der Sirene aus einem schnell vorgetragenen Konter der Schweden das 0:1.

Mit diesem knappen Rückstand gingen die Mannen von Trainer Bill Gilligan in die zweiten zwanzig Minuten. Und so nahe sollte man nicht mehr an die Schweden heran kommen, denn die Skandinavier begannen konzentrierter und setzten die Österreicher von Beginn weg unter Druck. Die Konsequenz daraus: das 2:0, ein unglücklich abgefäschter Weitschuss, in der 26. Minute. Die Österreicher blieben auch nach diesem weiteren Rückschlag gut dabei und spielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten, einzig in der Offensive blieb man hinter den Erwartungen zurück. Dennoch blieb der Zwischenstand mit dem 0:2 auch nach 40 Minuten überschaubar.

Unmittelbar nach Wiederbeginn wurde das Team Austria dann aber für ein unnötiges Foul bestraft. Manuel Latusa saß gerade auf der Strafbank, als die Schweden erstmals im Power Play jubeln durften und im Nachschuss auf 3:0 stellen konnten. Dieses Ergebnis reichte den TreKronor offenbar, denn sie schraubten ihre Bemühungen nun deutlich sichtbar zurück. Dennoch machte sich nun auch die harte Arbeit der Österreicher bemerkbar und so kam es immer wieder zu Unterzahlsituationen, in denen sich die rot-weiß-roten Teamspieler aber gut in Szene setzen konnten. Es blieb beim 0:3 nach 60 Minuten - und dmait steht Österreich auch nach zwei Partien ohne Punkte da. Und gegen weiterhin wenig überzeugende Schweden wäre durchaus mehr als dieses 0:3 möglich gewesen.

„Wir hatten unsere Chancen, leider haben wir sie nicht genützt“, erklärte Gerhard Unterluggauer. „Es war aber ein Schritt in die richtige Richtung.“ „Es war eine große Steigerung im Vergleich zum ersten Spiel. Mit diesem Ergebnis müssen wir uns nicht verstecken“, fügte Thomas Koch noch an.

Mit dieser zweiten Niederlage im zweiten WM Spiel kommt es am Mittwoch für Österreich wie erwartet zum entscheidenden Spiel gegen Norwegen. Nur ein Sieg nach 60 Minuten würde dem ÖEHV Team den Gang in die Relegation ersparen. Nach den bisher gezeigten Leistungen geht das Team Austria aber als Außenseiter in dieses Match und muss sich weiter steigern. Vor allem offensiv ist man vor dem gegnerischen Tor zu harmlos, vor allem von den renommierten Spielern wie Koch, Setzinger & Co. Kommt einfach zu wenig. Aber immerhin gab es gegen Schweden Fortschritte in Sachen Defensive zu bemerken. Zudem drängte sich Fabian Weinhandl im Tor auch ganz klar für das Match gegen Norwegen auf, denn der Grazer wirkte deutlich sicherer als es Jürgen Penker noch im ersten WM Spiel gegen die USA tat.

Schweden – Österreich 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)
Tore:
1:0 Persson (Eriksson) – 19:39
2:0 Persson (Petrasek, Gunnarsson) – 25:39
3:0 Paajarvi (Petrasek) – 42:34 / PP
Schüsse: 36:23
Strafen: 6:12