DEL: Strafenrekord beim Spitzenspiel Mannheim gegen DEG



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Montag, 23.Dezember 2002 - 6:25 - Von wegen vorweihnachtlicher Frieder! In der 31. Runde der DEL sorgte die Partie der Mannheimer Adler gegen die Düsseldorfer EG mit Martin Ulrich und Gerhard Unterluggauer nicht nur für Schlagzeilen, sondern auch für einen neuen Saisonrekord an Strafzeiten.

Was für ein Spiel in Mannheim! Beim Premiere Live Spiel der Runde waren es vor allem die Fäuste, die das Spiel beherrschten. Eine mehr als 20minütige Pause musste eingelegt werden, als es beim Duell der Mannheimer Adler mit der DEG zu einer Massenrauferei gekommen war.



264 Strafminuten waren die Ausbeute der Eishockeycracks an diesem vierten Adventsonntag. Sogar der Mannheimer Torhüter Mike Rosati musste mit einer Spieldauer - Disziplinarstrafe vom Eis! Für ihn kam der erst 17jährige Backup Danny aus den Birken ins Tor der Mannheimer und avancierte zum Matchwinner.



Der junge Goalie kam in der 30. Minute beim Stand von 3:2 für die Mannheimer ins Gehäuse und liess keinen Treffer zu, konnte am Ende einen 4:2 Erfolg mit einer Ehrenrunde feiern.



Den "schwarzen Peter" für das Ausufern des Spiels lastete man allgemein dem Schiedsrichter an - er hatte insgesamt 9 Spieler vom Eis geschickt, nachdem es zu einer wilden Rauferein gekommen war.



Ausgelöst worde die Schlägerei in der 30. Minute durch einen Bandencheck von DEG Stürmer Jean-Francois Quintin gegen Mannheims Devin Edgerton. Danach ging es richtig zur Sache und über 20 Minuten lang waren alle Spieler am Eis.



Die Konsequenz aus dieser Rauferei: die Mannheimer Chris Joseph, Steve Junker, Tomas Martinec (alle Matchstrafen), Wayne Hynes und Rosati (beide Spieldauer-Disziplinarstrafen) und die Düsseldorfer Mike Pellegrims, Bernd Kühnhauser, Xavier Majic (alle Matchstrafen) und der Österreicher Martin Ulrich (Spieldauer-Disziplinstrafe) konnten bereits frühzeitig unter die Dusche!



Dabei hatte die Partie so verheissungsvoll begonnen. Nach dem ersten Drittel war es 3:2 für die Mannheimer gestanden, wobei der Österreicher Gerhard Unterluggauer den wichtigen Anschlusstreffer zum 2:3 in der letzten Minute des ersten Drittels erzielte. In der Tabelle verliert die DEG damit etwas an Tuchfühlung zur Spitze, bleibt aber an der vierten Stelle.



In Abwesenheit von Christoph Brandner konnten die Krefeld Pinguine wieder drei wichtige Punkte holen. Im Duell gegen den direkten Konkurrenten Nürnberg Ice Tigers siegten die Pinguine auswärts 2:0 und sicherten damit Rang 5 in der Tabelle ab.