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Salzburg triumphiert im ContinentalCup



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Samstag, 16.Januar 2010 - 18:25 - Nach dem Abendspiel steht Salzburg als Sieger bereits am 2. Spieltag fest nach der VEU Feldkirch sind die Bullen das 2. österreichische Team welches einen Europäischen Klubbewerb für sich entscheiden kann.

Von Anfang an: Die Mozartstädter blieben auch am zweiten Tag unbezwungen und greifen damit nach dem Sieg in diesem europäischen Clubbewerb.

In der zweiten Minute zwei Stangenschüsse, in der vierten Minute das erste Überzahltor – das zweite Spiel der Red Bulls beim IIHF Continental Cup-Finale in Grenoble gegen die Sheffield Steelers ließ sich gut an. Kelsey Wilson überwand Sheffields Goalie und alten KAC Bekannten Andrew Verner.

Doch nur wenige Sekunden nach dem Führungstreffer donnerte Matt Hubbauer den Puck an David LeNeveu vorbei ins Netz, die Red Bulls waren gewarnt. Und die Steelers wurden besser, während die Salzburger noch nicht an das gestrige hohe Tempo anschließen konnten. Bis zum Salzburger Powerplay in der 15. Minute waren die Engländer, die mit harten Schüssen imponierten, dem nächsten Treffer näher als die Red Bulls, die dann aber selbiges Überzahlspiel neuerlich nutzten. Daniel Welser lenkte einen Trattnig-Schuss unhaltbar ins Tor, und zwei Minuten vor der Drittelpause verwertete Manuel Latusa einen Abpraller zur 3:1-Pausenführung.

Im zweiten Spielabschnitt überstanden die Red Bulls zu Beginn volle zwei Minuten Unterzahlspiel mit zwei Mann weniger auf dem Eis ohne Gegentreffer, wobei David LeNeveu, der heute seine Continental Cup-Premiere feierte, einige brenzlige Situationen bzw. gute Schüsse entschärfte. Nachdem Michael Schiechl kurz darauf nach einem Sololauf am Steelers-Goalie Verner nicht vorbei kam, zog wenig später Matthias Trattnig im Powerplay von der blauen Linie voll durch, und Manuel Latusa lenkte die Scheibe zum zweiten Mal ins Tor. Mit dieser deutlichen Führung im Rücken kehrte auch die Sicherheit ins Salzburger Spiel zurück, die Briten hatten nun Mühe, sich aus dem eigenen Verteidigungsdrittel zu befreien. Mit den Toren Nr. 5 und 6 durch Daniel Welser, der damit auch seinen Doppelpack perfekt machte, und Michael Schiechl bei angezeigter Strafe war nach 40 Minuten die Vorentscheidung schon gefallen.

Im Schlussdrittel wurde fast nur mehr aufs englische Tor gespielt, unglaublich viele Strafen erschwerten den Steelers nun die Aufgabe. Die Red Bulls blieben ihrer Linie treu und brachten die Partie souverän zu Ende, ohne allerdings trotz vieler Powerplays noch einmal zu treffen. „Nach zwei sehr guten Dritteln haben wir in den letzten 20 Minuten das Tempo etwas herausgenommen. Aber wir haben dennoch deutlich gesiegt, das allein zählt“, sagte Manuel Latusa danach. Daniel Welser ergänzte: „In den ersten fünf Minuten waren wir noch zu unkonzentriert. Dann aber haben wir die Engländer in den Griff bekommen und ihnen letztlich keine Chance gelassen.“

Auch Head Coach Pierre Page freute sich natürlich über diesen Erfolg, war aber auch heilfroh, dass keiner seiner Spieler ernsthaft verletzt wurde. In der Tat lieferten die Engländer den Red Bulls im letzten Abschnitt mehr eine Härteschlacht als ein hochklassiges Eishockeyspiel. Dennoch gebührt ihnen Respekt, haben sie doch mit nur drei Blöcken alles versucht und bis zum Schluss bedingungslosen Einsatz gezeigt. Unterstützt wurden sie dabei von gut 100 mitgereisten und gut gelaunten Fans, die ebenfalls bis zur Schlusssirene „alles gaben“.

Da Grenoble das heutige zweite Tagesspiel gegen Junost Minsk erst im Penalty-Schießen gewann, sind die Salzburger auch nach dem morgigen dritten und letzten Spieltag nicht mehr einzuholen.

Sheffield Steelers - Red Bull Salzburg 1:6 (1:3, 0:3, 0:0)
03.40 0:1 WILSON, Kelsey (AUBIN, Brett/SCHUTTE, Michael) - PP
04.05 1:1 HUBBAUER, Matt (SARICH, Rod)
15.21 1:2 WELSER, Daniel (REBEK, Jeremy/TRATTNIG, Matthias) - PP
17.44 1:3 LATUSA, Manuel (TRATTNIG, Matthias)
27.07 1:4 LATUSA, Manuel (TRATTNIG, Matthias/SIKLENKA, Mike) - PP
34.15 1:5 WELSER, Daniel (LATUSA, Manuel)
35.35 1:6 PEWAL, Marco (AUBIN, Brett)
Schüsse: 25:55
Strafen: 53:26