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Salzburg holt erneut EBEL Titel



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Dienstag, 25.März 2008 - 21:39 - Die Red Bulls aus Salzburg haben auch den EBEL Titel geholt! Die Mozartstädter setzten sich mit einer konzentrierten Leistung im sechsten Finale bei Olimpija Laibach mit 3:2 durch und feierten damit in der Best of Seven Serie eine 4:2 Sieg. Nach der österreichischen Meisterschaft haben sich die Red Bulls auch den EBEL Titel gesichert. Nach den Zwischentönen der letzten Tage haben die Mozartstädter auf dem Eis eine konzentrierte und höchst effiziente Leistung in Laibach geboten und einen verdienten Auswärtssieg gefeiert.

Von Beginn an schienen die Laibacher an den Undiszipliniertheiten des fünften Finales anzuschließen. Die Anfangsphase gehörte mit einigen Power Plays und sogar einem 5 gegen 3 Überzahlspiel den Gästen, die zwar bei numerischer Überlegenheit nicht zuschlugen, aber trotzdem in Führung gingen. In der 9. Minute war es Dieter Kalt, der vor dem Tor vergessen wurde und mit einem kurzen Haken auch Laibachs Torhüter Mohoric aussteigen ließ und zum 1:0 einschoss.

Danach schienen die Gäste die Partie eigentlich ganz gut unter Kontrolle zu bekommen, doch die fanatischen Fans im Tivoli sorgten für eine Trendwende. Immer wieder folgen Gegenstände aufs Eis, musste im ersten Drittel zwei Mal das Spiel unterbrochen werden, bis es dem Schiedsrichter reichte. Das Quartett unterbrach die Partie, schickte die Teams in die Kabinen und sorgte damit für Ruhe.

Nachdem Tomaz Vnuk über das Mikrofon zu den Fans gesprochen hatte, zeigte sich die grüne Masse in der Halle einsichtig und unterstützte ihr Team nur noch mit lautstarken Rufen. Und es schien zu wirken: Vnuk selbst lenkte einen Weitschuss in der 18. Minute unhaltbar zum 1:1 ab und ließ den Tivoli beben.

Plötzlich hatte Olimpija Oberwasser, mussten die Salzburger eine Drangperiode überstehen. Das gelang mit Fortdauer des Mitteldrittels immer besser, denn die Bullen griffen einfach zur slowenischen Taktik: hinten dicht machen, wenig gefährliche Schüsse zulassen und nach vorne kontern.

Das reichte für eine knappe Führung nach 40 Minuten, denn die erste Linie schlug in der 34. Minute zu: Matthias Trattnig verzögerte lange und schoss dann hoch ins lange Eck zum 2:1 ein.

Jetzt musste sich Laibach etwas einfallen lassen, doch in der 51. Minute stach Josh Green mitten ins grün-weiße Herz der Slowenen. Mit dem 3:1 schien die Vorentscheidung gefallen, noch dazu, da Laibach nun wieder in die Undiszipliniertheiten verfiel. Dennoch kamen die Hausherren noch einmal durch Yarema auf 2:3 heran und konnten so Hoffnung schöpfen. Letzten Endes verpasste man es aber selbst, diese Partie noch einmal spannend zu machen. Mit einer Strafe schwächte sich Olimpija und so konnte Salzburg diesen Sieg über die Zeit spielen.

Damit sind die Red Bulls zum zweiten Mal in Serie EBEL Sieger! Wenngleich über dem Titelgewinn der schale Beigeschmack der Strafverifizierung von Spiel 4 liegt, präsentierten sich die Mozartstädter vor allem in den letzten beiden Partien abgebrüht. Das bestätigte auch der Trainer der Konkurrenz, Mike Posma. "Ich weiß nicht, ob diese Strafverifizierung einen Einfluss gehabt hat. Ich bin jetzt gerade sehr enttäuscht, wir haben alles gegeben. Aber ich bin auch sehr stolz. Vor vier Monaten waren wir am Boden und haben bis zum Schluss gekämpft - auch in diesem Spiel", zeigte sich der Coach enttäuscht, dass das Olimpija Märchen kein Happy End hatte.

Am Ende hat sich der Favorit doch durchgesetzt, wenngleich es nicht immer danach ausgesehen hat. Es war die Verletzung von Alex Westlund und die späte Bekanntgabe der Strafverifizierung durch den ÖEHV, die wohl für die Trendwende in einer spannenden aber nicht immer hochklassigen Finalserie gesorgt haben. Nach dem Gewinn des österreichischen Meistertitels ohne eine Partie absolviert zu haben können sich die Mozartstädter jetzt aber über den "richtigen Titel" freuen, wie Matthias Trattnig vor der Finalserie gemeint hatte.

HDD ZM Olimpija - EC Red Bull Salzburg 2:3 (1:1, 0:1, 1:1)
Zuschauer: 5.000
Referees: OSWALD C.; SMETANA L., FALKNER R.
Tore: VNUK T. (17:21 / MITCHELL K., KUZNIK G.), YAREMA B. (56:26 / ELIK T.) resp. KALT D. (08:39 / KOCH T.), TRATTNIG M. (33:09 / KALT D., KOCH T.), GREEN J. (50:56 / Johnson C., ULRICH M.)
Goalkeepers: MOHORIC K. (60 min. / 28 SA. / 3 GA.) resp. DIVIS R. (60 min. / 39 SA. / 2 GA.)
Penalty in minuten: 24 (MISC - INTRANUOVO R.) resp. 14

Die Kader:
HDD ZM Olimpija: AVGUSTINCIC J., CVETEK I., ELIK T., FELSNER B., HOCEVAR M., INTRANUOVO R., KUZNIK G., MCCARTHY J., MITCHELL K., MOHORIC K., MURIC E., MUSIC A., PAVLIN Z., PETRILÄINEN P., TAVZELJ A., VNUK T., WESTLUND A., YAREMA B., ZUPANCIC N.

EC Red Bull Salzburg: ARTURSSON G., DIVIS R., GREEN J., HARAND P., HÖNECKL T., Johnson C., KALT D., KOCH T., LAINER J., LINDGREN V., LYNCH D., MACLEAN D., MAIRITSCH M., PEWAL M., PINTER P., REISINGER A., Royer R., SCHWAB M., TARVAINEN J., TRATTNIG M., ULRICH M., WELSER D.

passende Links:

Erste Bank Eishockey Liga
EC Red Bull Salzburg
HDD Olimpija Ljubljana