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Salzburg nützt Gunst der Stunde



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Sonntag, 23.März 2008 - 20:13 - Innerhalb von etwas mehr als 3 Stunden hat Titelverteidiger Salzburg aus einem 1:3 in der Finalserie ein 3:2 gemacht. Die Mozartstädter schlugen nach dem Sieg am grünen Tisch die sichtlich geschockten Laibacher deutlich mit 5:0 und haben nun am Dienstag den ersten Matchpuck."Wir sind frustriert. Wir haben Ljubljana mit einem 3:1 in der Serie verlassen und jetzt fahren wir mit einer 2:3 nach Hause", fasst Alex Westlund einen schlimmen Abend für Olimpija Laibach zusammen. Der US Goalie saß nach seiner Verletzung vom Donnerstag weiterhin auf der Bank, musste zusehen wie Backup Klemen Mohoric insgesamt 5 Tore kassierte.

Das fünfte Finale in der EBEL stand klar unter den Vorzeichen des Strafverifizierung der Partie vom Donnerstag, was bei Laibach schweren Schock hinterlassen hat. Von Beginn an zeigten die Slowenen eine ungewöhnliche Anhäufung von Fehlern, in der Offensive klappte gar nichts und vor dem Tor konnte man nicht wie gewohnt bedingungslos aufräumen.

Diese Schwierigkeiten nützten die Salzburger gnadenlos aus, wenngleich es durch viele Strafen im ersten Drittel noch eng blieb. Doug Lynch schoss die Mozartstädter in der 8. Minute in Front und im zweiten Abschnitt machte man den Sack schließlich zu. Tore von Pewal und Kalt brachten die Hausherren mit 3:0 in Führung.

Anders als in den bisherigen Duellen zeigten sich die Bullen in der Defensive verbessert, standen vor Goalie Divis sicher und wischten die Rebounds weg. Der Schlussmann der Salzburger zeigte sich ebenfalls klar verbessert und machte die wenigen Chancen Olimpijas zunichte.

Daran änderte sich auch im letzten Drittel nichts, auch wenn Laibach noch einmal zum Schlussspurt ansetzen wollte. Da hatten aber die Mozartstädter etwas dagegen und erstickten alle Hoffnungen schon nach 14 Sekunden. Wieder war Lynch zur Stelle und fixierte das 4:0. Das 5:0 durch einen Knaller von Trattnig war nur noch Draufgabe.

Danach war die Luft aus der Partie draußen, Laibach konnte nicht mehr, Salzburg wollte nicht mehr. Am Ende blieb auch am Eis ein 5:0 Sieg für die Mozartstädter, die nun sogar einen Matchpuck haben.

Entscheidend war die Verunsicherung der Laibacher durch die Strafverifizierung und der dadurch klar ersichtliche Frust bei einigen Spielern. Von Todd Elik war bis auf einige Strafen gar nichts zu sehen, Ralph Intranuovo und Brendan Yarema tauchten ebenfalls völlig unter. In der Defensive wirkte man teilweise überfordert und im Spielaufbau lustlos. Im Gegensatz dazu machten die Mozartstädter genau jenen Job, den man sich schon über die gesamte Serie vorgenommen hatte und siegten verdient.

Die Slowenen werden ihre verständlicher Weise vorhandenen Emotionen bis zum Dienstag unter Kontrolle bekommen müssen, um nicht zu Hause zusehen zu müssen, wie der Titelverteidiger erneut den Meisterpokal in die Höhe stemmt.

EC Red Bull Salzburg - HDD ZM Olimpija Ljubljana 5:0 (1:0, 2:0, 2:0)
Zuschauer: 3.200
Referees: CERVENAK P.; ERD U., HÜTTER A.
Tore: LYNCH D. (07:11 / Royer R., KALT D.), PEWAL M. (25:25 / KOCH T., PINTER P.), KALT D. (35:41 / MACLEAN D.), LYNCH D. (40:14 / KOCH T., KALT D.), TRATTNIG M. (51:25 / KALT D., ULRICH M.) resp.
DIVIS R. (60 min. / 23 SA. / 0 GA.) resp. MOHORIC K. (60 min. / 39 SA. / 5 GA.)
Penalty in minuten: 16 resp. 26

Die Kader:
EC Red Bull Salzburg: ARTURSSON G., DIVIS R., GREEN J., HARAND P., HÖNECKL T., Johnson C., KALT D., KOCH T., LAINER J., LINDGREN V., LYNCH D., MACLEAN D., MAIRITSCH M., PEWAL M., PINTER P., REISINGER A., Royer R., SCHWAB M., TARVAINEN J., TRATTNIG M., ULRICH M., WELSER D.

HDD ZM Olimpija: AVGUSTINCIC J., CVETEK I., ELIK T., FELSNER B., HOCEVAR M., INTRANUOVO R., KUZNIK G., MCCARTHY J., MITCHELL K., MOHORIC K., MURIC E., MUSIC A., PAVLIN Z., PETRILÄINEN P., TAVZELJ A., VNUK T., WESTLUND A., YAREMA B., ZUPANCIC N.

passende Links:

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EC Red Bull Salzburg
HDD Olimpija Ljubljana