Red Bulls/GEPA

Laibach mit der Hand am Meisterpokal



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Donnerstag, 20.März 2008 - 21:47 - Olimpija Laibach hat den Heimfluch durchbrochen! Die Slowenen siegten trotz einer Verletzung von Stargoalie Westlund gegen Titelverteidiger Salzburg mit 4:3 und brauchen damit nur noch einen Sieg zum Titel. Es waren die bekannten Laibacher Tugenden, die den Erfolg herbeiführten.Nach 24:47 Minuten hoffte Red Bull Salzburg darauf, dass sich nun alles wenden würde. Zu diesem Zeitpunkt humpelte Superkeeper Alex Westlund verletzt vom Eis und machte seinem Backup Klemen Mohoric Platz.

Die Nummer 2 aus Laibach wuchs aber über sich hinaus und stoppte am Ende 94% aller auf ihn abgefeuerten Schüsse. Mohoric kam zu einem Zeitpunkt aufs Eis, als Olimpija souverän und völlig verdient mit 3:1 führte. Intranuovo hatte in der 3. Minute seine Farben mit einem schnellen Power Play Tor früh in Führung geschossen. Auch danach wirkten die Laibacher erstmals in dieser Finalserie besser als ihr Gegner.

Auch das 2:0 in der 14. Minute spiegelte die Gegebenheiten am Eis nieder. Zupancic ließ unmittelbar nachdem die Slowenen ein Power Play unverrichteter Dinge verstreichen hatten lassen zwei Salzburger ganz schlecht aussehen und reagierte schneller als seine Gegenspieler.

Auch im Mittelabschnitt änderte sich nichts an der schwachen Defensivleistung der Mozartstädter. Yarema stocherte mehrmals nach und konnte fast unbedrängt von hinter dem Tor ins Netz einschießen.

Ein "ugly Goal" brachte die Gäste dann zurück ins Spiel. Während ein Salzburger auf Alex Westlund stürzte kam die Scheibe über den Umweg von Intranuovos Kelle in slowenische Tor. Während Westlund verletzt am Boden liegen blieb, betrachteten die Schiedsrichter die Szene mehrmals am Bildschirm und gaben das Tor letzten Endes. Westlund spielte noch einige Sekunden weiter, verließ schließlich aber das Eis und wurde zur Untersuchung einer Verletzung am linken Fuß ins Krankenhaus gebracht.

Dann kam der erwähnte große Auftritt des Backups, der sich drei Minuten nach seiner Einwechslung schon mehrmals ausgezeichnet hatte. Und als man eine 3 gegen 5 Unterzahl überstanden hatte, vergaßen die Mozartstädter auf den von der Bank zurück kommenden Mitchell. Todd Elik tat dies nicht und schickte den Verteidiger auf die Reise, welche dieser mit dem 4:1 souverän abschloss.

Die Partie schien entschieden, auch wenn die Bullen gerade in der Schlussphase des zweiten Abschnitts noch einmal gehörig Druck machten. Es dauerte aber bis ins Schlussdrittel, ehe sich die Salzburger über weitere Tore freuen konnten. Zwei Mal Trattnig (44./55.) machte dieses Duell noch einmal sehr spannend, aber wieder zeigten die Laibacher jene Tugenden, die man für einen Meistertitel benötigt. Es wurde gefightet bis zur letzten Sekunde und keine Scheibe verloren gegeben.

So blieb es beim 4:3 Heimsieg einer unglaublich kompromisslos spielenden Mannschaft aus Laibach, die diesen Erfolg verdient feierte. Die Salzburger wachten zu spät auf und zeigten sich in der Defensive als genaues Gegenteil ihres Gegners. Zu weit weg vom Gegenspieler, kaum Körperpräsenz in den wichtigen Szenen und oftmals einen Schritt zu spät - das reicht nicht gegen die hellwachen und flinken Stürmer Olimpijas.

Die Slowenen haben nun mit einer 3:1 Führung im Rücken schon eine Hand am Meisterpokal, stapeln selbst aber noch sehr tief. Trainer Mike Posma: "Das war heute eien sehr gute Leistung unserer Mannschaft, wir haben heute unser Heimrecht ausnützen können. Die Serie ist aber noch lange nicht vorbei, Salzburg wird im nächsten Spiel wie der Teufel aus der Kabine kommen."

HDD ZM Olimpija - EC Red Bull Salzburg 4:3 (2:0, 2:1, 0:2)
Zuschauer: 5.000
Referees: HAAS A.; KASPAR C., WIDMANN F.
Tore: INTRANUOVO R. (02:45 / MITCHELL K., ELIK T.), ZUPANCIC N. (13:52 / VNUK T., KONTREC D.), YAREMA B. (22:04 / ELIK T., INTRANUOVO R.), MITCHELL K. (27:03 / ELIK T.) resp. PEWAL M. (22:46), TRATTNIG M. (43:59 / GREEN J., Johnson C.), TRATTNIG M. (54:20 / Royer R., DIVIS R.)
Goalkeepers: WESTLUND A. (24 min. / 16 SA. / 1 GA.), MOHORIC K. (35 min. / 27 SA. / 2 GA.) resp. DIVIS R. (60 min. / 26 SA. / 4 GA.)
Penalty in minuten: 22 resp. 18

Die Kader:
HDD ZM Olimpija: AVGUSTINCIC J., CVETEK I., ELIK T., FELSNER B., HOCEVAR M., INTRANUOVO R., KONTREC D., KUZNIK G., MCCARTHY J., MITCHELL K., MOHORIC K., MURIC E., MUSIC A., PAVLIN Z., PETRILÄINEN P., TAVZELJ A., VNUK T., WESTLUND A., YAREMA B., ZUPANCIC N.

EC Red Bull Salzburg: ARTURSSON G., DIVIS R., GREEN J., HARAND P., HÖNECKL T., Johnson C., KALT D., KOCH T., LAINER J., LINDGREN V., LUKAS R., LYNCH D., MACLEAN D., MAIRITSCH M., PEWAL M., PINTER P., REISINGER A., Royer R., SCHWAB M., TRATTNIG M., ULRICH M., WELSER D.

passende Links:

Erste Bank Eishockey Liga
EC Red Bull Salzburg
HDD Olimpija Ljubljana