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Laibach kontert Black Wings aus



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Sonntag, 02.März 2008 - 20:23 - Perfekte Auswärtstaktik von Olimpija Laibach! Die Slowenen schockten die Black Wings und fügten den Linzern eine 1:3 Heimniederlage zu - die erste Play Off Pleite vor eigenem Publikum für die Oberösterreicher. Damit ist Laibach in der Serie erstmals vorne und kann am Dienstag den Matchpuck erzwingen.Eiskalt nützte Olimpija Laibach die Fehler der Black Wings in Spiel 3 aus und erspielte sich einen mühelos erkämpften 3:1 Auswärtssieg. Die Slowenen profitierten dabei von einer harmlosen Heimmannschaft, bei der man über 60 Minuten das nötige Play Off Feuer völlig vermisste.

Die Linzer begannen zwar druckvoll, offenbarten aber schon in der Anfangsphase ihre umständliche Spielweise ins Angriffsdrittel. Olimpija war da schon zielstrebiger: der erste Angriff führte zum ersten Schuss und dieser zum ersten Tor. Ralph Intranuovo traf gegen seinen Ex-Verein zum frühen 1:0 und schockte damit die Oberösterreicher bis ins Mark.

Es dauerte bis zum ersten Power Play der Slowenen, ehe die Hausherren jubeln konnten. Rob Shearer führte einen Konter an und passte quer auf Pat Leahy. Dieser netzte zum 1:1 in der 10. Minute ein und ließ Hoffnung bei den Fans aufkommen. Doch dieser Funke war nur 33 Sekunden sichtbar, dann stand es schon 2:1 für Laibach. Petriläinen schlenzte nicht scharf, dafür aber direkt unter die Querlatte im Power Play zur zweiten Führung für die Gäste.

Jetzt mussten die Hausherren erneut reagieren und wähnten sich bei ihrem ersten Power Play in der 12. Minute in Sicherheit. Dann jedoch machte Florian Iberer auf Seiten der Oberösterreicher einen folgenschweren Fehler: plötzlich kam der Laibacher Yarema direkt vor dem Tor an die Scheibe, spitzelte diese zwischen den Schonern von Penker hindruch zum 3:1 ins Netz.

Selbst dieser doch schon klare Rückstand ließ kein Aufbäumen bei der Boni-Truppe erkenne. Wie der Hase vor der Schlange wirkten die Oberösterreicher, die sich immer wieder zu unglaublichen Fehlern hinreissen ließen und dadurch kam Olimpija zu mehreren guten Konterchancen.

Im Mitteldrittel taten die Slowenen dann über weite Strecken nur das Notwendigste. Die Black Wings kamen kaum zu guten Chancen, wirkten unsicher, machten viele Fehler, spielten ungenau und dazu auch noch umständlich. Zwar feuerte man zahlreiche Schüsse in Richtung Westlunds Tor, doch der US Amerikaner hatte keine Probleme mit den ungenauen Versuchen. Am nächsten waren die Linzer dem Anschlusstreffer in der 45. Minute, als Szücs zuerst die Stange traf und auch der Nachschuss irgendwie von Westlund noch wegbefördert werden konnte.

Die Zeit tickte für Laibach, das sich geschickt verteidigte und die Räume ab der Mittellinie eng machte. Das schmeckte Linz ganz und gar nicht. Die Stahlstädter konnten kaum Druck auf das Laibacher Gehäuse erzeugen und auch die Qualität der Chancen ließ weiterhin zu wünschen übrig. Selbst als man in der Schlussphase den Torhüter vom Eis nahm und sogar mit einem Power Play im Rücken 6 gegen 4 spielte, vermochte man keinen Treffer mehr zu erzielen.
Laibach siegte völlig verdient mit 3:1 und hat sich damit das Heimrecht in der Serie geholt. Für die Black Wings war es die erste Heimpleite in den Play Offs und vor allem das Wie wird den Fans viele Fragezeichen aufgeben. Am Dienstag müssen die Oberösterreicher jetzt eine Antwort finden, um nicht vor dem Aus zu stehen.

Fazit:
Auch wenn das Spiel Laibachs nicht wirklich attraktiv ist, effizient und damit erfolgreich ist es allemal. Die Slowenen kennen ihre Stärken und nun offenbar auch die Schwächen der Black Wings. Schüsse werden immer hoch angetragen, denn Penker im Linzer Gehäuse geht früh in die Knie. Dazu macht man den Raum in der eigenen Hälfte sehr dicht, lässt die eisläuferisch überlegenen Oberösterreicher damit nicht ins Laufen kommen. Zudem spielen den Laibachern auch die immer öfter auftretenden technischen Fehler der Linzer in die Hände. Ebenso wie eine unglaublich wackelige Abwehr bei der Boni-Truppe. Immer wieder werden die langsamen Verteidiger der Black Wings überrannt, weshalb diese völlig verunsichert in ihrer Rückwärtsbewegung wirken und dadurch noch mehr Fehler produzierten.

Der Heimvorteil liegt jetzt bei Laibach und damit auch der Vorteil des Selbstvertrauens. Nach zwei Siegen in Serie ist das Momentum bei den Slowenen und nach dem KAC könnte auch Linz über das strikte Defensiv- und Kontersystem des slowenischen Meisters stolpern.

EHC LIWEST Linz - HDD ZM Olimpija Ljubljana 1:3 (1:3, 0:0, 0:0)
Zuschauer: 3.500
Referees: CERVENAK P.; HOFER F., PEISKAR W.
Tore: LEAHY P. (09:16 / SHEARER R.) resp. INTRANUOVO R. (02:40 / ELIK T., YAREMA B.), PETRILÄINEN P. (09:50), YAREMA B. (13:06 / ELIK T., MITCHELL K.)
Goalkeepers: PENKER J. (58 min. / 26 SA. / 3 GA.) resp. WESTLUND A. (60 min. / 35 SA. / 1 GA.)
Penalty in minuten: 2 resp. 6

Die Kader:
EHC LIWEST Linz: BAUMGARTNER G., DAVID J., DIVIS R., GROLEAU F., GRUBER G., HOHENBERGER M., IBERER F., IBERER M., IGNATJEVS V., KASTNER G., LEAHY P., LUKAS P., OBERKOFLER D., PENKER J., PURDIE B., RIENER Y., SALFI K., SEVERSON C., SHEARER R., SZÜCS M., TILEY B.

HDD ZM Olimpija: AVGUSTINCIC J., CVETEK I., ELIK T., FELSNER B., GROZNIK B., HOCEVAR M., INTRANUOVO R., KUZNIK G., MCCARTHY J., MITCHELL K., MOHORIC K., MURIC E., MUSIC A., PAVLIN Z., PETRILÄINEN P., VNUK T., WESTLUND A., YAREMA B., ZUPANCIC N.

passende Links:

Erste Bank Eishockey Liga
Liwest Black Wings Linz
HDD Olimpija Ljubljana