Eisenbauer

VSV schießt Salzburg vom Eis



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Donnerstag, 21.Februar 2008 - 21:49 - Aber hallo! Der VSV hat sich mit einem echten Knall in der Serie gegen Meister Salzburg zurück gemeldet. Die Adler schossen die Bullen mit 8:2 vom Eis und glichen damit in der Best of Five Serie zum 2:2 aus. Damit kommt es am Sonntag zum entscheidenden Spiel 5 in der Mozartstadt.Der EC VSV besiegte im vierten Viertelfinalspiel (best of five) Meister EC Red Bull Salzburg mit 8:2 und stellte in der Serie auf 2:2. Die Jungadler zeigten auf. Entscheidungsspiel um Halbfinaleinzug am Sonntag (18 Uhr) in der Bullen-Arena.

Ausverkauftes Haus in der Villacher Stadthalle – rund 4500 Fans wollten die Villacher Adler noch einmal gegen die Red Bulls Salzburg sehen. Und was die Kärntner von Beginn an auf das Eis zauberten, ließ die VSV-Herzen höher schnallen. Von Beginn an übernahm der Vizemeister das Kommando.

Besonders stark präsentierten sich die Blau-Weißen im Powerplay: Bereits ihr erstes Überzahlspiel nutzte die Truppe von Greg Holst – der heute seinen 54. Geburtstag feierte – zur 1:0-Führung. Bei den Bullen musste Marco Pewal wegen Spielverzögerung für zwei Minuten in die Kühlbox. 4:18 Minuten zeigte die Uhr als Martin Oraze nach Zuspiel von Günther Lanzinger die Adler mit einem satten Schuss von rechts Außen mit 1:0 in Front. Nur wenige Augenblicke später hatte Jungadler Michael Raffl bei einem Alleingang gegen Bullen-Goalie Reinhard Divis sogar die Chance auf das 2:0. Die Draustädter spielten rasch aus dem eigenen Drittel heraus und kamen immer wieder gefährlich vor das Gehäuse der Mozartstädter, während die Gäste sich auf einzelne Konter verließen. In der 17. Minute bekamen die Adler ihr drittes PP (bei den Red Bulls musste Lindgren zum zweiten Mal auf die Strafbank) und erneut schlugen die Kärntner zu: Nur sechs Sekunden dauerte es: Nach Zuspiel von Markus Peintner, zog Darrel Scoville knapp nach der blauen Linie ab und der Schuss wurde von Dany Bousquet (24 Saisontreffer) unhaltbar für Divis abgefälscht. Die Villacher gingen verdient mit 2:0 in die erste Pause.

Unglaublicher Beginn im Mitteldrittel: Erst 43 Sekunden war der zweite Abschnitt alt als Wolfgang Kromp die Adler nach einem Fehler in der Bullen-Defensive mit 3:0 in Front schoss. Aber die Bullen stiegen wie Phoenix aus der Asche: Die Adler durch das 3:0 im Hoch, drängten auf die Vorentscheidung, doch aus einem Gegenstoß schafften die Salzburger aus dem Nichts durch Mac Lean (15 Treffer im 17 Spiel) den Anschlusstreffer zum 1:3. Nur 45 Sekunden später schlug es erneut hinter VSV-Goalie Prohaska ein, Josh Green verkürzte auf 2:3. Plötzlich war die Truppe von Pierre Page wieder voll im Spiel. In der 30. Minute bekamen die Bullen ihr erstes Powerplay, aber ohne zählbaren Erfolg. Doch die Adler blieben davon unbeeindruckt, das Spiel ging hin und her.

In der 35. Minute musste bei den Bullen Marco Pewal für zwei Minuten in die Kühlbox – also Powerplay für die Adler und was für ein Auftritt der Kärntner: Jungadler Michael Raffl (36.) stellte auf 4:2. Nur 21 Sekunden später stocherte Nikí Petrik den Puck zum 5:2 ins Tor. Das Spiel der Adler lief wie ein Glöcklein, wie aus einem Guss. In der 39. Minute scheiterte Michael Raffl mit einem Solo nur an der Querlatte.

Eiskalte Adler: Die Adler spielten weiter befreit auf: In der 46. Minute bekamen die Kärntner für 33 Sekunden eine 5:3-Überlegenheit, bei 5:4 nützte Marc Brown (viertes Spiel im vierten Tor in Folge) ein Solo eiskalt aus, schoss zum 6:2 ein. Bei den Bullen machte Goalie Divis (48.) für Thomas Innerwinkler Platz. Wenige Augenblicke später erhöhte Pfeffer - mit dem ersten Schuss auf Innerwinkler - auf 7:2. Die Adler hatten ihren Spaß: Innerwinkler legte den Puck Gert Acker auf, der in Unterzahl auf 8:2 stellte. Die Partie war längst entschieden. Bei den Bullen kassierte Marco Pewal (57.) wegen Stocksschlags eine 5-Minuten-Strafe + Spieldauerdisziplinarstrafe (seine erste, ist am Sonntag dabei). Zum Spieler des Abends wurde nach einer sensationellen Leistung Youngster Michael Raffl gewählt. Für Greg Holst gab es nach dem Spiel von den Fans ein Geburtstagsständchen. Die Halle tobte.

Ein fünftes Spiel am Sonntag in Salzburg muss über den Aufsteiger ins Halbfinale entscheiden.

EC Pasut VSV - EC Red Bull Salzburg 8:2 (2:0, 3:2, 3:0)
Zuschauer: 4.400
Referees: TRILAR V.; HRIBAR M., RAKOVIC -.
Tore: ORAZE M. (04:15 / LANZINGER G., ELICK M.), BOUSQUET D. (16:33 / SCOVILLE D., PEINTNER M.), KROMP W. (20:43 / PEINTNER M., GAUTHIER D.), RAFFL M. (35:31 / LANZINGER G., KASPITZ R.), PETRIK N. (35:52 / STEWART M., ACKER G.), BROWN M. (47:15 / TOFF N.), PFEFFER T. (49:07 / RAFFL T., ACKER G.), ACKER G. (54:25 / RAFFL T.) resp. MACLEAN D. (21:56 / PEWAL M.), GREEN J. (22:41)
Goalkeepers: PROHASKA G. (60 min. / 32 SA. / 2 GA.) resp. DIVIS R. (48 min. / 29 SA. / 6 GA.), INNERWINKLER T. (12 min. / 6 SA. / 2 GA.)
Penalty in minuten: 6 resp. 49 (MISC - Johnson C., GA-MI - PEWAL M.)

Die Kader:
EC Pasut VSV: ACKER G., BOUSQUET D., BROWN M., EDGERTON D., ELICK M., GAUTHIER D., KASPITZ R., KROMP W., LANZINGER G., ORAZE M., PEINTNER M., PETRIK B., PETRIK N., PFEFFER T., PROHASKA G., RAFFL M., RAFFL T., SCOVILLE D., SLIVNIK D., STARKBAUM B., STEWART M., TOFF N.

EC Red Bull Salzburg: ARTURSSON G., DIVIS R., GREEN J., HARAND P., INNERWINKLER T., Johnson C., KALT D., KOCH T., LAINER J., LEDERER G., LINDGREN V., LUKAS R., LYNCH D., MACLEAN D., PEWAL M., PINTER P., REISINGER A., TARVAINEN J., TRATTNIG M., ULMER M., ULRICH M., WELSER D.

passende Links:

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EC Villacher SV
EC Red Bull Salzburg