Hockeyfans.at/Reinhard Eisenbauer

Setzt VSV Aufholjagd in Innsbruck fort?



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Samstag, 15.Dezember 2007 - 12:18 - Nach dem Auswärtserfolg in Wien sind die Villacher Adler auf der Überholspur. Der Rückstand zu den Top Teams der Liga schrumpft, doch jetzt warten die Innsbrucker Haie. Und die Tiroler haben es selbst in der Hand, die Top 6 zu fixieren: 4 Heimspiele in den verbleibenden 6 Runden...Sonntag, 16. Dezember 2007, 18 Uhr.
HC TWK Innsbruck – EC VSV (153).
Schiedsrichter: BERNEKER, Hofer, Peiskar.

Der HC TWK Innsbruck empfängt am Sonntag den Vizemeister EC VSV. Bei den Haie feiert Stürmer Sami Ryhänen sein Debüt. Adler können mit einem Sieg an den Tirolern vorbeiziehen.

Der HC TWK Innsbruck hat am Sonntag den EC VSV zu Gast. Die Innsbrucker Haie waren in dieser Woche auf Grund des zweiten IIHF-Breaks spielfrei. Haie-Headcoach Pat Cortina, der aus diesem Anlass seinen Verpflichtungen als Coach des ungarischen Nationalteams nachkommt, wird am Sonntag im Heimspiel gegen die Adler wieder hinter der Bande stehen.

Bei den Tirolern blieb man trotz der Abwesenheit von Headcoach Pat Cortina keineswegs untätig: Mit Sami Ryhänen verpflichteten die Innsbrucker einen Stürmer. Der 27-jährige Finne spielte zuletzt in seiner Heimat für SaiPa Lappeenranta. In der laufenden Meisterschaft kam Ryhänen in 28 Spielen auf 13 Scorerpunkte (sechs Treffer bzw. sieben Assists). In der Saison 2006/07 schaffte der 27-jährige Center für Lappeenranta in 56 Runden 39 Zähler (13 Tore und 26 Assists). Ryhänen, der gegen den VSV sein Debüt im Haie-Dress feiert, soll mit Jean-Philippe Pare in einer Linie spielen.

Vor den ausstehenden sechs Runden des Grunddurchgangs spitzt sich auch für die Haie der Kampf um einen Top-6-Platz, der die Teilnahme an der Platzierungsrunde und die direkte Play-off-Qualifikation bedeutet, nochmals zu. Hinter den Tirolern, die derzeit mit 36 Punkten auf Rang fünf liegen, lauern der EC VSV (35), der EC-KAC (35) und die Graz 99ers (32).

Für die Innsbrucker spricht ihre Auslosung: Die Haie können vier (VSV, Graz 99ers, Alba Volan, Olimpija Laibach) ihrer verbleibenden sechs Partien vor eigenem Publikum austragen. Auswärts warten noch der Rekordmeister EC-KAC sowie der EHC Liwest Black Wings Linz. Die Innsbrucker zeichnete nämlich bisher ihre Heimstärke aus: Von 14 Spielen verließen Herbert Hohenberger und Co. elf Mal als Sieger ihre Eisarena. Zuletzt kassierte man allerdings eine 0:3-Heimniederlage gegen den EV Vienna Capitals. „Wir müssen die ausstehenden Heimspiele gewinnen. Gegen Villach heißt es sehr aufpassen, die Adler haben gegen Wien ganz stark gespielt. Wichtig ist, dass wir unsere Stärken, unsere Schnelligkeit ausspielen“, so Defender Gerhard Unterluggauer, der nach seiner Verletzungspause auf ein Comeback brennt.

Obwohl das Überzahlspiel des HC TWK Innsbruck mit einer Effizienz von 22,30 Prozent das Zweitbeste der EBEL ist, fordert der 31-jährige Villacher im Haie-Dress: „Unser Powerplay muss noch gefährlicher werden!“ Bisher erzielte die Cortina-Truppe in 139 Überzahlsituationen 31 ihrer 102 Saisontreffer. Bei den Tirolern wird voraussichtlich Toptorjäger Pierre Dagenais (angeschlagen) geschont.

Die Villacher Adler konnten am Donnerstag mit einem 4:1-Sieg beim EV Vienna Capitals Selbstvertrauen tanken. Damit haben die Draustädter am Sonntag die Chance mit einem Erfolg in Innsbruck in der Tabelle an den Tirolern vorbeizuziehen und auf Platz fünf vorzustoßen. Bei den Draustädtern machte sich gegen die Capitals die Umstellung auf vier Linien bezahlt. Außerdem gab Goalie Gert Prohaska nach seinem Fingerbruch ein starkes Comeback. „Die Mannschaft bot eine sehr gute Leistung und Prohaska spielte sehr solide im Tor. Es war eine ausgezeichnete Mannschaftsleistung. Jeder war ein Teil des Erfolges“, lobte VSV-Headcoach Greg Holst sein Team.

Bereits am Sonntag wartet nun in Innsbruck das zweite Auswärtsspiel in Folge. „Wir sind Außenseiter. Die Tiroler haben sich mit dem Finnen Ryhänen weiter verstärkt, sie sind sicher voll motiviert Vor einem Monat lagen die Innsbrucker noch elf Punkte vor uns, jetzt ist es nur mehr ein Zähler. In Innsbruck muss jeder wieder sein Bestes geben und die Disziplin muss passen. Denn auf der Strafbank gewinnt man kein Match“, ergänzte Greg Holst. Gegen die Caps kassierten die Adler nur acht Strafminuten.

Auch Markus Peintner, der am Montag seinen 27. Geburtstag feiert, weiß über die Schwere der Aufgabe in Innsbruck bescheid: „Der Sieg gegen Wien war daher enorm wichtig. Wir haben gewusst, jeder muss mehr Leistung bringen. Gegen die Caps haben wir gescheit agiert, schnell und effektiv! Das müssen wir auch gegen die Haie zeigen. Alle müssen einfach frei drauf los spielen, freches und lockeres Eishockey zeigen “, so Peintner, der gemeinsam mit Dany Bousquet (je 14 Treffern) die klubinterne Torschützenliste anführt. Topscorer der Blau-Weißen ist Roland Kaspitz mit 28 Scorerpunkten.

Auch die neu formierte vierte Linie lieferte zuletzt eine tadellose Leistung. „In der vierten Linie stehen nun mit Niki Petrik und Gert Acker zwei Routiniers. Ob Benjamin Petrik, Thomas Raffl oder…. alle spielen gut. Es ist schwierig jemanden stehen zu lassen“, findet Peintner mehrere gute Gründe für vier Linien. Bei den Adlern fehlen die Youngsters Michael Raffl und Nico Toff (beide U20-WM). Ansonsten sind die Adler komplett.

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