Reinhard Eisenbauer/eisenbauer.com

Fünf ÖEHV Nachwuchsspieler beim IIHF Camp in Finnland



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Freitag, 29.Juni 2007 - 10:44 - Für die ÖEHV Auswahl-Cracks Patrick Klinger, Konstantin Komarek, Anton Martirosian, Markus Pöck und Christoph Sternat heißt es ab Samstag – heiß auf Eis! Diese Nachwuchsspieler haben eine Woche lang die einzigartige Möglichkeit beim Development Camp des IIHF in Finnland ihr Können unter Beweis zu stellen. Rund 4.000 „Camper“ wird der Internationale Eishockey in der Zeit vom 30.08.-08.09.2007 in Finnlands größtem Sportinstitut für Eishockey willkommen heißen. Der jetzige Leiter des Instituts in Vierumäki ist kein geringerer als Erkka Westerlund. Der „Leader of the Pack“ - wie er auch genannt wird - war für die Medaillengewinne des finnischen Nationalteams in Turin 2006 (silber), WM in Riga 2006 (bronze) und zuletzt bei der WM in Moskau (silber) als Head-Coach verantwortlich.

ÖEHV U16 Nachwuchsreferenten Kurt Eschenberger will die Spieler des Jahrgangs 1992 für ihre Leistungen der letzten Saison mit der Nominierung für dieses Camp belohnen: „Insgesamt nehmen 42 Nationen an diesem Austauschprogramm teil. Für die Spieler ist es wirklich eine einzigartige Gelegenheit Erfahrungen zu sammeln und Freundschaften zu schließen. Das Camp findet nur alle zwei Jahre statt und kann für den weiteren sportlichen Lebenslauf nur von Vorteil sein“.

Während die Spieler aus aller Welt in verschiedene Mannschaften aufgeteilt werden, dort nach den neuesten Trainingsmethoden trainieren und versuchen das stattfindende Turnier zu gewinnen, sammeln Gerhard Sporer als Trainer und Harald Springfeld als Team-Manager sowie bei Seminaren wertvolle Erfahrung.

„Es liegt dann an uns, diese Erfahrungen die wir sammeln in Österreich zu verbreiten. Dies ist auch der tiefste Sinn dieses Camps. Eishockey Ideen & Visionen aus aller Welt kennen zulernen und zu besprechen, Ratschläge - Tipps und Tricks abzuschauen sowie natürlich auch weiterzugeben“, so Springfeld der für dieses Thema innerhalb des ÖEHV verantwortlich sein wird. Gleichzeitig wird dabei auch ein großes gesamtösterreichisches Manko angesprochen: „Ich bin mir sicher dass alle, was das Wissensmanagement betrifft, dazulernen können – natürlich auch ich!“.

Selbstverständlich ist auch bei den Spielern die Begeisterung groß. So z.B. auch bei Konstantin Komarek dem jüngsten in der Runde, der zuletzt auch beim Turnier in Tilburg vergangenen März mit einer guten Leistung aufhorchen ließ. „Wenn ich ehrlich bin, aufgeregt bin ich schon ein bisschen. Es ist aber super, dass ich für dieses Camp ausgewählt wurde“, so der 14-jährige der im November seinen 15. Geburtstag feiert. Auslandserfahrung hat der Crack bereits. Denn Konstantin nahm bei einem der größten Nachwuchsturniere der Welt, dem Pee-Wee Turnier in Quebec/Kanada, teil.


Der Internationale Eishockeyverband will bei diesem Camp nicht nur neue Wege gemeinsam mit den Teilnehmern erschließen, sondern diese auch speziell in den verschiedensten Bereichen schulen. Neben den teilnehmenden Spielern, Trainern, Betreuern und Managern blickt der IIHF aber auch insgeheim schon der Einführung des Schiedsrichter 4-Mann Systems entgegen. Und im kommenden Dezember, während der U20 Weltmeisterschaft in Tschechien, wird das System erstmals International angewendet.

Auch ÖEHV Präsident Dr. Dieter Kalt weiß um die Geschehnisse in Finnland genau Bescheid. „Ich bin über die Vorgänge auch während des Camps genau informiert. Ich erwarte mir von den Spielern den totalen Einsatz und Engagement und hoffe, dass sie die Chance sich sportlich weiterzuentwickeln, auch wirklich nutzen werden. Es ist eine große Chance! Gleichzeitig soll dieses Camp auch für die nachfolgenden Jahrgänge und Spieler ein zusätzlicher Ansporn für die Zukunft sein“, so Dr. Dieter Kalt.

Insgesamt wurden seitens des IIHF bereits sechs Camps dieser Größe abgewickelt. 47 regionale Turniere dieser Art haben weltweit ebenfalls bereits schon stattgefunden. Aus aller Welt hat man die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Genauer gesagt in den Kabinentrakt der Eishalle. Und vielleicht erkennt man mittels der eigens eingerichteten Webcam den einen oder anderen ÖEHV-Crack.