Hockeyfans.at/Reinhard Eisenbauer

Alle gegen den ÖEHV: EBEL auf Konfrontationskurs



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Mittwoch, 20.Juni 2007 - 17:43 - Lei, lei; Helau, Alaaf.... wäre nicht Hochsommer, man würde sich vorkommen, als wäre gerade Fasching in Österreichs Eishockeyszene. Während der Saisonstart immer näher rückt, werden die Fragezeichen um die Durchführungsbestimmungen in der EBEL immer größer.Fasching im Sommer... die österreichische Eishockeyszene muss sich derzeit mit zahlreichen närrischen Begebenheiten herumschlagen. Die größten Lacher hat dabei die Entwicklung der Beziehung zwischen der EBEL und dem ÖEHV auf ihrer Seite.

Erst vor wenigen Wochen hatte der ÖEHV angekündigt, die Beschlüsse der EBEL Sitzung von Pörtschach, bei der das Punktesystem eingeführt wurde, nicht anzunehmen. Man wolle weniger Punkte und verpflichtend fünf U24 Spieler in den Reihen der österreichischen Bundesligisten.

Zu diesem Zeitpunkt hatte aber ein Großteil der Vereine seine Kaderplanung schon beinahe abgeschlossen. Hier noch auf derart späte Begehren einzugehen wirkte von Beginn an sehr fragwürdigt. Nun stellt sich die EBEL gegen die Forderungen des ÖEHV. Man beharre auf die Beschlüsse von Pörtschach und werde weiterhin mit 67 Punkten planen.

Mittlerweile haben fünf der sieben österreichischen EBEL Teams diesem Ansinnen zugestimmt. Selbst Rekordmeister KAC versteift sich auf die erhöhte Punkteanzahl, da man zum Zeitpunkt der ÖEHV Wünsche die Kaderplanung bereits beinahe abgeschlossen hatte.

Fällt auch Play Off Modus?
Die EBEL akzeptiert die Wünsche des ÖEHV also nicht. Seit Dezember 2007 versucht die Liga nun schon eine Einigung zu finden, wie die Durchführungsbestimmungen für die Spielzeit 2007/08 aussehen würden.

Neben dem Schauplatz des Punktesystems und dem dabei aufflammenden Streit um die Punkteanzahl bzw. den Einsatz von U24 Spielern gibt es aber noch andere närrische Schauplätze. Selbst die grundsätzlich sehr positiv bewertete neue Play Off Regelung soll wieder überdacht werden. Vor allem wegen der internationalen Betätigungen Salzburgs.

"Nix ist fix" in der Erste Bank Eishockey Liga. Außer, dass die Fans weiterhin darauf warten müssen, wie es weiter geht. Am 21. September ist offizieller Ligastart, das erste Live Spiel wäre für den 20. September geplant gewesen. An einen Spielplan ist bei den derzeitigen Diskussionen wohl wieder erst sehr spät zu denken. Aber daran hat man sich als Eishockeyfan in Österreich ohnehin bereits gewöhnt...

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