Special: Saisonvorschau UNIQA Liga (Teil 1)



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Montag, 17.September 2001 - 23:55 - Am 20. September um 19:30 ist es also so weit: die neue Eishockeysaison in der höchsten österreichischen Spielklasse startet in die neue Saison. Nachdem im Vorjahr das Experiment UNIQA Liga die finanziell aufwändige 4er Liga abgelöst hatte und trotz aller Skepsis zu einem respektablen Erfolg wurde, erwarten alle Eishockeyfachmänner für die Saison 2001/02 eine der spannendsten Spielzeiten seit vielen Jahren.

Auf Hockeyfans.at gibt es in drei Teilen die Saisonvorschau für die UNIQA Liga 2001/02. Der erste Teil beschäftigt sich mit den Rängen 1 bis 5 des Vorjahres, Teil 2 folgt morgen mit Platz 6 bis 9, Teil 3 am Mittwoch beinhaltet dann die offizellen Stellungnahmen der Teams und ihre Erwartungen an die neue Saison!
Obwohl die Liga mit Zeltweg und dem DEK Klagenfurt 2 Mannschaften verlor und nachdem die Vienna Capitals genannt hatten zu einer 9er Liga wurde, die den unangenehmen Nebeneffekt hat, dass in jeder Runde eine Mannschaft pausieren muss, sind sich alle Beteiligten einig, dass uns in der neuen Saison spannende, enge, aber auch härtere Spiele als in der letzten Saison bevorstehen.

Nach den finanziellen Abenteuern vergangener Zeiten wurden viele Teams durch die UNIQA Liga dazu gezwungen, ihr Budget zu verkleinern und wirtschaftlicher zu arbeiten. Dadurch wurden vor allem in Kärnten, bei KAC und VSV, die Kader der Spitzenteam verkleinert, was gut für den Rest der Liga ist, da sich das Niveau noch mehr anpassen wird. Der Vorteil der Kärntner ist jedoch, dass nun die jahrelange gute Nachwuchsarbeit ihre Früchte abwirft und man verstärkt auf junge Spieler zurückgreifen kann. Derzeit stehen beim KAC zum Beispiel 18 Spieler im 25 Mann - Kader, die aus der eigenen Jugend kommen.

Zwar ist mit diesem Abspecken auch ein gewisser Niveauverlust einhergegangen, der vor allem für das Kärntner Publikum nicht angenommen wurde, weshalb KAC und VSV mit niedrigen Zuschauerzahlen konfrontiert waren. Aber auch das dürfte sich durch gelungene Werbeaktionen und die breite Akzeptanz der Eishockeyliga in den anderen Hallen Österreichs heuer mehr und mehr legen und auch die Kärntner Eishockeyfans werden wieder in Massen in die Hallen strömen und darauf hoffen, dass eines der Kärntner Teams die Meisterkrone erringt.

Die Chancen für KAC oder VSV stehen dabei nicht schlecht, da sie weiterhin mit die besten Kader der Liga haben und wie erwähnt auf ihren exzellenten Nachwuchs zurückgreifen können. Dennoch könnte es heuer knapp werden. Mit Linz und Zell/See stehen gleich zwei Mannschaften bereit, die in dieser Saison grosse Ambitionen haben. Aber auch Innsbruck und Wien könnten vorne mitmischen.

Die grosse Saisonvorschau von Hockeyfans.at:

1. KAC

Der Meister aus Klagenfurt geht heuer mit einem beinahe unveränderten Kader in die neue Saison. So gab es über die Sommermonate keinen einzigen Neuzugang, dafür aber gleich 4 namhafte Abgänge. Mit Kapitän Pilloni und der Nachwuchshoffnung König gingen gleich zwei Spieler zum Liganeuling nach Wien. Goalie Gert Prohaska wechselte zum Lokalrivalen nach Villach. Noch schmerzlicher vermutlich der Abgang von Kämpfer Christian Perthaler, der in der ersten Linie des KAC mit Sicherheit fehlen wird.

Dennoch haben die Wiener mit ihrem Legionär Strömwall und dem Top Scorer der letzten Saison, Ressmann, zwei Top Spieler der Liga in ihrer Paradereihe. Und auch die anderen Mannschaftsteile sind ausgezeichnet besetzt.Bei den Klagenfurtern wird es in dieser Saison vor allem darauf ankommen, dass sich die jungen Spieler gut in die Mannschaft einfügen und auch schon Führungsaufgaben erfüllen können. Wenn es Trainer Bergström gelingt, diese Mixtur aus jung und alt zu einer Einheit zu formen und die Nachwuchsspieler nicht mit allzu starken Leistungsschwankungen zu kämpfen haben, wird es sehr schwer werden, den KAC zu schlagen.

Vorbereitungsspiele:

Rosice 3:6 (A), Prostejov 4:7 (A), Berlau 4:3 (A), Laibach 5:1 (H), VSV (H in Villach) 4:0, Jesenice 3:2 nP (H), Laibach 1:3 (A), VSV 3:4 nV (A).

Kader:

Tor: 37 Michael Suttnig, 1 Hannes Enzenhofer

Verteidigung: 2 Alexander Mellitzer, 3 Emanuel Viveiros, 6 Christian Ban, 8 Jan Mertzig, 14 Johannes Reichel, 15 Herbert Ratz, 25 Christian Sintschnig, 33 Marc Brabant, Wolfgang Kitzler, Markus Brugger, Johannes Kirisits

Sturm: 10 Jens Kraiger, 11 Gerald Ressmann, 12 Johan Strömwall, 16 Philippe Horsky, 17 Patrick Brabant, 18 Thomas Koch, 19 Gregor Hager, 20 Daniel Welser, 21 Harry Lange, 31 Mario Schaden, Christoph Ibounig, Harald Offner

Trainer: Lars Bergström, Co-Trainer: Christian Mahkovec

2. VSV

Der Villacher SV ist wie auch schon im vergangenen Jahr der härteste Konkurrent für Meister KAC. Zwar hat man mit Gerhard Unterluggauer (Schwenningen) und Martin Hohenberger (Oberhausen) gleich zwei Mannschaftsstützen verloren, dafür ist Herbert Hohenberger aus Augsburg zurückgekehrt und mit Stewart wurde ein erfahrener und robuster Verteidiger nach Villach geholt.

Aber auch die Abgänge von Robert Lukas und Sven Klimbacher, beides zwei hoffnungsvolle Nachwuchsspieler, nach Linz ist für die Villacher nicht einfach zu kompensieren.

Wie beim KAC dürften sich die Abgänge insgesamt darin bemerkbar machen, dass der Abstand zu den anderen Teams etwas kleiner geworden sein dürfte. Auch beim VSV hängt in dieser Saison vieles davon ab, wie Jung und Alt miteinander auskommen und ob man über die gesamte Saison konstant genug spielen kann, um das grosse Ziel, den Meistertitel, zu erringen.

Vorbereitungsspiele:
Kapfenberg 5:2 (A), Jesenice 3:0 (H), KAC 0:4 (A – in Villach), Laibach 4:3 (H), Laibach 1:2 (A), Jesenice 0:2 (A), KAC 4:3 nV (H)

Kader:

Tor: 35 Gert Prohaska, 5 Markus Kerschbaumer.html'> Markus Kerschbaumer

Verteidigung: 30 Herbert Hohenberger, 4 Michael Stewart, 9 Tom Searle, 2 Stefan Hochenberger, 16 Patrick Albl, 17 Rene Wild, 22 Robert Steinwender, 11 Mario Berger

Sturm: 10 Kent Salfi, 7 Andreas Pusnik, 24 Günther Lanzinger, 27 Wolfgang Kromp, 18 Martin Pewal, 8 Roland Kaspitz, 6 Winfried Rac, 12 Stefan Wiedmaier, 26 Peter Floriantschitz, 19 Martin Leitner, 21 Nikolas Petrik

Trainer: Ron Kennedy, Betreuer: Kurt Hohenberger, Josef Schnitzer

3. Black Wings Linz

Der grösste Konkurrent von KAC und VSV kommt heuer aus Oberösterreich. Die Black Wings Linz haben sich in den Sommermonaten am besten von allen Teams verstärkt und holten unter anderem den österreichischen Nationalspieler Christian Perthaler, Ausnahmeverteidiger Stefan Bergkvist und mit Sven Klimbacher, Robert Lukas und Dietmar Rainer gleich drei Verstärkungen aus Kärnten.

Auch die restlichen Neuzugänge führen dazu, dass die Linzer heuer erstmals ebenfalls mit drei gleichwertig besetzten Linien antreten können und es für sie nur ein Ziel gibt: Finale! Im Vorjahr konnten die Linzer auf ein fanatisches Publikum und viele ehemalige Feldkircher Spieler bauen. Im heurigen Jahr hat der neue Trainer Barda eine vom Kader verbesserte Mannschaft zur Verfügung und arbeitet auch verstärkt mit den jungen Nachwuchsspielern aus Linz.

Für die Black Wings heisst es in den nächsten Jahren, eine solide Basis für den Eishockeysport in Oberösterreich zu schaffen.

Die Verantwortlichen bei den Linzern sind sich ihrer Sache, dem Meistertitel so sicher, dass sie sich sogar gegen etwaige Meisterprämien versichern liessen.

Der Abstand zu KAC und VSV dürfte heuer kleiner geworden sein, ob der nominell beste Kader der Liga auch am Ende ganz oben stehen wird, muss sich erst weisen.

Vorbereitungsspiele:
Vienna Capitals 5:4 (H), Kapfenberg 6:4 (H), Pisek 2:4 (A), Deggendorf 4:5 (A), Budweis 2:2 (H), Pisek 5:5 (H), Zell/See 4:4 (A), Zell/See 5:3 (H)

Kader:

Tor: 59 Pavel Nestak, 31 Patrick Schneider, 1 Phillip Hollinger

Verteidigung: 20 Dimitri Alekhin, 6 Michael Mayer, 11 Petr Kuchyna, 7 Norbert Obermayr, 33 Stefan Bergkvist, 55 Robert Lukas, 24 Roland Divis, 29 Sven Klimbacher, 15 Phillip Wiltsch

Sturm: 32 Christian Perthaler, 19 Bernd Damm, 30 Raimund Divis, 91 Thomas Eichberger, Alexander Holzleitner, 21 Philipp Lukas, 16 Richard Nasheim, 18 Georg Obermayr, 34 Markus Peintner, 12 Gerhard Puschnik, 69 Mark Szücs, 42 Thomas Gahleitner, 71 Patrick Steinmayr, 36 Dietmar Rainer

Trainer: Dr. Stanislav Barda, Co-Trainer: Artem Marterosian

4. Kapfenberger SV

Die Tigers aus Kapfenberg waren in der vergangenen Saison die Sensationsmannschaft. In der Abschlusstabelle auf Rang 8 schafften die Tigers gerade noch den Sprung in die Play Offs, wo sie dann die favorisierten Innsbrucker aus dem Bewerb warfen. Im Halbfinale war dann aber gegen den KAC Endstation. In der heurigen Saison wird es schwer für die Kapfenberger werden, dieses Kunststück zu wiederholen. Den Sommer über verpflichteten die Tigers vor allem Spieler aus Zeltweg und Graz.

Das grosse Problem des Teams von Ken Tyler ist aber die Abwehr, die mit gerade mal 5 Mann minimal besetzt ist. Bei einer Verletzungsserie wie dies in der Vorbereitungsphase der Fall war, kann es sehr schnell zu Problemen kommen. Ein weiterer Zankapfel ist derzeit Werner Kerth, der zwar offiziell dem Kader angehört, aber in Kapfenberg noch nicht aufgelaufen ist.

Vorbereitung:

Linz 4:6 (A), VSV 2:5 (H), Graz 3:8 (H), Vienna Capitals 5:4 (A)

Kader:

Tor: 19 Markus Schilcher, 30 Daniel Höller, 68 Bernhard Winter

Verteidigung: 55 Ivan Osko, 72, Markus Dornhofer, 42 Michael Grundauer, 35 Petr Tejkl, 28 Michael Mana

Sturm: 74 Jimmy Provencher, 39 Daniel Zach, 21 Werner Kerth, 41 Arno Maier, 9 Hans-Peter Mitter, 27 Jason Melong, 29 Christian Schablas, 67 David Schuller, 79 Markus Höller, 71 Markus Strassegger, 32 Alexander Tomanek, 74 Stefan Janisch

Trainer: Jiri Svitak, Sportl. Berater: Ken Tyler, Betreuer: Rudolf Zangl

5. HC Innsbruck

Für den HC Innsbruck war die vergangene Saison im Grunddurchgang überraschend gut gelaufen und der abschliessende 4. Rang in der Tabelle beinahe schon sensationell. Vor allem, weil die Tiroler vor der Saison kaum jemand auf der Rechnung hatte und der junge Kader der Innsbrucker überraschend konstant spielen konnte. Die Niederlage im Viertelfinale gegen die schwächer eingeschätzten Kapfenberger hat das Gesamtbild der abgelaufenen Saison aber wieder etwas getrübt.

Aber in diesem Jahr soll alles anders werden. Die Mannschaft um Goalie Dalpiaz hat als Ziel das Halbfinale ausgegeben und sich auch entsprechend verstärkt. Mit dem Slowaken Jendek, dem Kanadier Brand und dem Finnen Arkiomaa hofft man in der Liga auch in höhere Tabellenregionen schnuppern zu können.

Die Innsbrucker werden es in dieser Saison nicht mehr so einfach haben, weil die gesamte Liga ihre Stärken kennt. Die Mannschaft wurde aber sinnvoll verstärkt und die Arbeit von Trainer Berek mit den jungen Spielern wird heuer noch mehr Früchte tragen, als im Vorjahr. Ob die Innsbrucker tatsächlich im Halbfinale enden werden hängt vor allem davon ab, wie sie sich gegen die Top Teams der Liga behaupten können und ob die Kraft der Mannschaft auch über die reguläre Saison hinaus hält.

Vorbereitungsspiele:

Riessersee 4:5 (A), Zell/See 5:9 (A), Sterzing 6:5 (A), Meran 1:6 (A), Milan 4:2 (H), Meran 3:3 (H)

Kader:

Tor:31 Claus Dalpiaz, 30 Josef Arnold

Verteidigung: 77 Jiri Hala, 96 Peter Kasper, 4 Rudolf Jendek, 20 Florian Schwitzer, 23 Manfred Unterweger, 81 Martin Volk, 83 Florian Stern, 15 Stefan Pittl

Sturm: 24 Tero Arkiomaa, 19 Aaron Brand, 16 Heimo Lindner, 10 Patrick Mössmer, 82 Thomas Müller, 47 Marc Huber, 9 Marc Schönberger, 22 Lukas Schwitzer, 7 Harald Springfeld, 97 Dominik Strobl, 27 Gilbert Kühn

Trainer: Miroslav Berek, Betreuer: Walter Sumerauer

Im nächsten Teil: Graz 99ers, Zell/See, Lustenau, Vienna Capitals!

passende Links:

Vienna Capitals - Fanclub Icefire
Vienna Capitals - Webseite