KAC gewinnt Duell der Verfolger gegen HCI



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Donnerstag, 03.März 2005 - 22:03 - Titelverteidiger KAC hat seine Heimschwäche abgelegt! Die Rotjacken schlugen Mitkonkurrent HC Innsbruck mit 3:1 und sicherten damit ihren zweiten Tabellenrang ab. Für die Tiroler wird es weiter eng und die Haie drohen sich im Kampf um die Play Off Ränge wieder zu finden.[split]Spielbericht[/split]
Der KAC kann aufatmen: nicht nur, dass man endlich wieder einen Heimsieg feiern konnte, die Rotjacken haben auch das Play Off endgültig fixiert und können wohl auch nicht mehr von Rang 2 in der Tabelle geholt werden. Das Heimrecht im Halbfinale scheint somit in greifbarer Nähe.



Es war aber ein harter Weg, der den Titelverteidiger zu diesem Ziel brachte. Gegen den HC Innsbruck taten sich die Rotjacken sehr schwer, waren aber über 60 Minuten lang die bessere Mannschaft. Die Innsbrucker zeigten aber trotzdem ihre Gefährlichkeit und boten den Kärntnern die Stirn. Im ersten Drittel hätte es sogar anders aussehen, als jenes 1:0 für den KAC, das es nach den ersten 20 Minuten gab. Oft war es Dan Cloutier im Tor der Rotjacken, der seine Mannschaft vor einem Rückstand bewahrte.



Schließlich war es ein Power Play Abstauber von Horsky, der die Klagenfurter in der 15. Minute in Führung brachte. Im Mittelabschnitt war es dann Tony "Doppelpack" Iob, der mit zwei sehenswerten Treffern den Tabellenzweiten endgültig zum Sieg schoss. Auch das 1:3 knapp nach Wiederbeginn im letzten Abschnitt half den Innsbruckern nichts mehr - die Niederlage war nicht mehr abzuwenden.



Mit diesem Ergebnis kann sich der KAC bereits mit den Play Offs beschäftigen, für die Haie aus Innsbruck bleibt der tägliche Kampf um die Play Off Teilnahme bestehen. Mit den Spielen vom Freitag wird entweder Graz oder Linz noch näher heranrücken und dann ist man so richtig im Play Off Kampf.



[split]Presseaussendung HC Innsbruck[/split]
Rütli-Schwur nach dem 1:3 beim KAC
Selbst Eishockey-Experte Gary Venner attestierte in der Analyse nach dem Spiel beim KAC unserer Mannschaft eine gute Leistung - vor allem in den ersten 30 Minuten. Und weil auch der Schlussabschnitt ziemlich ausgeglichen verlief und Ergebnismässig sogar mit 1:0 gewonnen wurde, sollte man eigentlich zufrieden sein.



Aber die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist einfach zu groß in diesen letzten Wochen, speziell was die Chancenauswertung und das Powerplay betrifft. Zwei Faktoren die ausschlaggebend dafür sind, in welcher Lage unsere Haie derzeit stecken.



Natürlich kann die Mannschaft die Play-off-Teilnahme immer noch aus eigener Kraft schaffen und wahrscheinlich reichen zwei Siege in den beiden Heimspielen dazu aus. Aber um diese Vorhaben auch zu realisieren, muss es Trainer Samuelsson gelingen, die Verunsicherung aus den Köpfen zu knipsen, müssen die Spieler noch vehementer kämpfen.



Tatsächlich war es in Klagenfurt bei der 1:3-Niederlage phasenweise zum „Aus der Haut fahren". Das 0:1 fiel in Unterzahl nach einer Serie von Missverständnissen in den eigenen Reihen, davor schon hatten Isbister und Co. einige Hochkaräter nicht verwerten können. Und als erneut Isbister zu Beginn des zweiten Drittels alle ausgespielt hatte aber durch Cloutiers Beine hindurch nur die Torstange traf, ahnte man was kommen würde.



Das zweite Tor der Hausherren, die im Haie-Drittel viel konsequenter agierten und eiskalt die wenigen Chance verwerteten. Am Ende war's ein verdienter Sieg der Gastgeber, die sich Platz zwei sicherten und damit das Heimrecht im Halbfinale. Während der HCI in den noch ausstehenden vier Partien (Wien und Salzburg auswärts, Linz und VSV zuhause) zumindest vier Punkte benötigt, um die Qualifikation für das Semifinale abzusichern.



So sieht das auch Tommy Samuelsson: "Die Situation ist im Moment nicht einfach und wir müssen aufpassen. Denn viele Möglichkeiten, die Play-off Teilnahme zu fixieren haben wir nicht mehr. Aber da müssen wir jetzt durch, koste es was es wolle! Und wenn wir die Chancen, die wir haben verwerten, dann wird es einfacher."



Dagegen wusste auch Gerhard Unterluggauer nichts einzuwenden: "Stimmt, es läuft nicht so wie wir uns das vorstellen. Wir machen viel zu viele Fehler, spielen nicht defensiv - es ist der Wurm drinnen. Jetzt hoffen wir - nein es muss besser werden, damit uns der Play-off Zug nicht davon fährt. Die Situation ist zwar nicht sehr einfach, jetzt erst recht nicht mehr, aber wir müssen und werden alles geben!"



[split]Spielstatistiken[/split]
EC KAC - HC TWK Innsbruck 3:1 (1:0, 2:0, 0:1)
Zuschauer: 2.750
Referees: Ira H.; Maier E., Schichlinski G.
Tore: Horsky P. (14:50 / Fearns K., Ressmann G.), Iob A. (29:17 / Welser D., Washburn S.; 37:32 / Welser D., Washburn S.) resp., Sedlak Z. (41:27 / Klimbacher S., Kaspitz R.)
Goalkeepers: Cloutier D. (60 min. / 36 SA. / 1 GA.) resp. Dalpiaz C. (60 min. / 38 SA. / 3 GA.)
Penalty in minutes: 14 resp. 16



Die Kader:
KAC: Welser D., Ressmann G., Lindner H., Hager G., Schuller D., Ban C., Schaden M., Ofner H., Horsky P., Ibounig C., Wilfan F., Iob A., Washburn S., Kraiger J., Cloutier D., Enzenhofer H., Ivanov I., Reichel J., Ratz H., Fearns K., Siklenka M., Viveiros E.



Innsbruck: Sturm M., Pusnik A., Divis R., Hohenberger M., Schlögl H., Schönberger M., Schwitzer L.,
Kaspitz R., Isbister B., Zetterberg P., Sedlak Z., Mössmer P., Höller A., Dalpiaz C., Gottardis F., Mellitzer A., Klimbacher S., Rahm N., Schwitzer F., Johansson T.,

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