Hockeyfans.at/Reinhard Eisenbauer

Vorschau auf die Feiertagsrunde in der EBEL



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Freitag, 08.Dezember 2017 - 5:43 - Zu Mariä Empfängnis stehen in der Erste Bank Eishockey Liga fünf Spiele am Programm. Auch am Samstag wird in Szekesfehervar um Punkte gekämpft.

Fr, 08.12.2017: Vienna Capitals – KHL Medvescak Zagreb (16:00 Uhr)
Referees: HOFFARD, LEMELIN, Jensen, Nemeth.

Erstmals seit dem 15. Februar 2014 gastiert KHL Medvescak Zagreb am Freitag wieder in Wien. Vor 1.391 Tagen gewannen die Bären ein Freundschaftsspiel in Kagran mit 3:2 nach Penaltyschießen. Ein Jahr zuvor - am 13. Februar 2013 - kreuzten die beiden Teams zuletzt in der Erste Bank Eishockey Liga in Österreich die Schläger, auch damals behielten die Kroaten knapp mit 5:4 die Oberhand.

Zuletzt zeigten die beiden Teams unterschiedliche Gesichter: Die Vienna Capitals gewannen ihre letzten vier Partien und rührten dabei in der Defensive Beton an: Goalie JP Lamoureux ist seit mittlerweile 128 Minuten ohne Gegentreffer. KHL Medvescak Zagreb hingegen verlor seine letzten drei Spiele. Die Kroaten hatten dabei die „Hex“ am Schläger, trafen trotz 105 Torschüssen insgesamt nur ein Mal. In der Tabelle ist Wien klarer Leader, Zagreb Siebter. Aber Achtung: KHL Medvescak Zagreb ist der einzige Klub, der den Vienna Capitals heuer noch auf der Abschussliste fehlt. Der Leader verlor das erste Saisonduell in Zagreb deutlich mit 1:4. Gegen alle anderen zehn Liga-Konkurrenten hat der Meister 2017/18 schon zumindest einmal gewonnen.

Mit den Vienna Capitals und KHL Medvescak Zagreb treffen zu Mariä Empfängnis in Kagran die beiden besten Unterzahl-Teams der Liga aufeinander. Wien hält bei einer Penaltykilling Effizienz von 85,1%, die Kroaten bei 84,5%. Große Unterschiede gibt es im Powerplay: In der Überzahlwertung ist Wien Erster, Zagreb Letzter. Heimstärke vs. Auswärtsschwäche: Die Vienna Capitals kämpfen am Freitag um ihren elften Heimsieg 2017/18. Bisher holten die Wiener daheim schon zehn Siege bzw. 30 Punkte aus zwölf Heimspielen und sind damit auch in der Heimtabelle die Nummer 1. KHL Medvescak Zagreb ist hingegen das schwächste Auswärtsteam, die Kroaten holten in der Fremde aus zwölf Partien erst sieben Punkte (drei Siege). Dabei erzielten die Bären im Schnitt weniger als zwei Treffer pro Partie.

Riley Holzapfel, Stürmer Vienna Capitals: „Zagreb hat ein gutes Team. Wir müssen unser Spiel mit Vollgas durchziehen!“
Aaron Fox, ehemaliger Top-Stürmer des EV Vienna Capitals und nun Sportdirektor von KHL Medvescak Zagreb: „Wir haben mit Garrett Noonan einen neuen Spieler, er wird uns weiter helfen und unser Powerplay besser machen. Hier hatten wir bisher echte Probleme.“


Fr, 08.12.2017: EHC LIWEST Black Wings Linz – EC-KAC (17:30 Uhr)
Referees: KELLNER, M. NIKOLIC, Kontschieder, Sparer

Der EHC LIWEST Black Wings Linz (3) empfängt zu Mariä Empfängnis im Verfolgerduell den EC-KAC (2). Klagenfurt holte aus 25 Spielen bisher 50 Punkte (17 Siege) und liegt damit auf Platz, Linz sammelte in 25 Spielen 44 Punkte (14 Siege) und ist Dritter.

Der EC-KAC ist derzeit das Team der Stunde. Die Rotjacken gewannen ihre letzten sieben Spiele, sind mittlerweile seit über einen Monat unbesiegt. Zuletzt rührte man in der Defensive Beton an, der EC-KAC ist seit 181:04 Minuten ohne Gegentreffer. Auf den Rekord des HC TWK Innsbruck „Die Haie“, der in der Saison 2007/08 mit dem Finnen Mikko Strömberg im Tor 249 Minuten ohne Gegentor blieb, fehlt dem Rekordmeister aber noch einiges. Die Black Wings gewannen zuletzt zwei Mal und zeigten sich dabei in Torlaune, trafen insgesamt neun Mal.

Der EC-KAC reist mit guten Erinnerungen nach Oberösterreich. Die Rotjacken gewannen die letzten drei Auftritte in Linz. Der EHC LIWEST Black Wings Linz konnte zuletzt am 25. September 2016 oder vor 438 Tagen ein Heimspiel gegen Klagenfurt für sich entscheiden. Die letzten drei Duelle dieser Teams endeten mit einem Sieg der Auswärtsmannschaft.

Bei beiden Vereinen führt ein Österreicher die Scorer- und die Torjäger-Wertung an: Brian Lebler (BWL) erzielte bereits 31 Punkte (19T/12A) aus 25 Spielen, Johannes Bischofberger (KAC) 23 Punkte (9T/14A).

Stimmen:
Troy Ward, Trainer EHC LIWEST Black Wings Linz: „Wir machen Fortschritte. Wir zeigen Sachen, die sich vielleicht noch nicht im Scoring niederschlagen oder in Siegen oder in Niederlagen zeigen. Aber ich denke die Mannschaft hat sich weiterentwickelt.“
Christoph Brandner, Assistant Coach EC-KAC: „Der Kampfgeist passt, die spielerischen Höhepunkte sind da, unser lange ersehnter Powerplay-Treffer ist uns zuletzt auch gelungen und wir haben ein sehr starkes Goaltending!“


Fr, 08.12.2017: HC TWK Innsbruck „Die Haie“ – Moser Medical Graz99ers (17:30 Uhr)
Referees: GRUBER, SCHUTZ, Angerer, Seewald.

Der HC TWK Innsbruck „Die Haie“ und die Moser Medical Graz99ers stehen sich gleich zwei Mal innerhalb von weniger als 48 Stunden gegenüber. Am Freitag kreuzen die beiden Teams in Innsbruck die Schläger und dann am Sonntag um 16:00 Uhr in Graz. Für die beiden Teams verliefen die letzten fünf Spiele genau konträr: Die Steirer blieben nach drei Siegen am Stück zuletzt zwei Mal in Folge sieg- und torlos, Innsbruck, wo Rob Pallin auch kommende Saison Trainer sein wird, startete hingegen nach drei Niederlagen am Stück mit zwei Erfolgen in den Dezember.

Die letzten fünf Duelle dieser Vereine endeten mit Heimsiegen. Die 99ers konnten zuletzt am 07. Februar 2016 oder vor 669 Tagen Innsbruck als Sieger verlassen, seither behielten die Tiroler vor eigenem Publikum drei Mal am Stück die Oberhand. Für die Moser Medical Graz99ers läuft es heuer in der Fremde noch nicht nach Wunsch. Die Steirer holten 2017/18 auswärts aus zwölf Spielen erst neun Punkte (drei Siege). Zuletzt konnten die Murstädter am 1. Oktober 2017 in Dornbirn voll Punkten, seither gab es für Oliver Setzinger und Co. in sieben Spielen in der Fremde nur drei Punkte (einen Overtime-Sieg in Bozen und eine Niederlage nach Penaltyschießen in Salzburg).

Für beide Teams ist es ein Richtungsweisendes Wochenende im Kampf um einen Top 6 Platz und die direkte Playoff Qualifikation. Der HCI belegt mit 38 Punkten (12 Siegen) aus 25 Spielen derzeit Platz 6, die 99ers mit 34 Punkten (12 Siegen) aus 25 Runden Platz 8. Die 99ers könnten somit mit einem Dreier zu Maria Empfängnis an den Tirolern in der Tabelle vorbei ziehen.
Mitch Wahl, Stürmer des HC TWK Innsbruck „Die Haie“: „Wir haben wieder das nötige Selbstvertrauen und auch die Leichtigkeit kommt mehr und mehr zurück. Unser Spirit macht den Unterschied!“

Brock Higgs, Stürmer Moser Medical Graz99ers: „Wir hatten zuletzt viel Chancen und haben hart gearbeitet, aber der Puck wollte einfach nicht ins Tor. Innsbruck ist wieder ein anderes Team als Wien. Wir müssen auf und schauen und unser Spiel machen. Wir können ausgeruht ins Spiel gehen und werden bereit sein!“


Fr, 08.12.2017: HCB Südtirol Alperia – EC VSV (17:30 Uhr, SKY Sport 2 HD live)
Referees: BULOVEC, K. NIKOLIC, Schauer, Zgonc.

Schlusslicht HCB Südtirol Alperia und der EC VSV (9) kämpfen am Freitag im Nachzüglerduell um die Trendumkehr. Die Italiener verloren ihre letzten fünf Spiele bzw. acht ihrer letzten neun Partien, Villach konnte in den letzten sieben Runden auch nur einen Sieg bejubeln. Nimmt man nur die letzten fünf Runden als Maßstab, dann treffen die formschwächsten Mannschaften aufeinander. Bozen holte in der Phase nur einen Punkt, Villach immerhin drei Zähler.

Der EC VSV reist mit guten Erinnerungen nach Bozen. Die Adler gewannen die ersten beiden Saisonduelle mit +1-Tor (5:4/SO und 4:3). Petan und Halmo (beide HCB) konnten sich in beiden Spielen in die Torschützenliste eintragen. Bei Villach feiert das Trainergespann Markus Peintner und Hans Winkler seine Premiere.

Die HCB-Cracks hatten zuletzt die „Hex“ am Schläger. In den letzten drei Runden trafen die Foxes nur einmal, in den letzten Runden insgesamt auch nur zehn Mal. Villach hingegen musste in den letzten vier Spielen gleich 18 Gegentreffer hinnehmen…
Alexander Egger, Kapitän HCB Südtirol Alperia: „In den letzten Begegnungen haben wir mehr Einsatz gezeigt. Das kommende Wochenende ist für uns von extremer Wichtigkeit: wir müssen unbedingt punkten und um dies umzusetzen, müssen wir mehr das gegnerische Tor suchen und entschlossener sein. Wir müssen Spiel für Spiel denken, der Abstand in der Tabelle ist groß geworden, wir müssen aber in erster Linie wieder zu uns selbst finden.“
Markus Peintner, Headcoach EC VSV: „Wir werden sicher ein modernes Eishockey spielen. Der Weg der heute das moderne „Villacher Hockey“ sein will, ist aktiv und zu jeder Zeit mit 4 Linien zu spielen. Wir wollen den Fans das Gefühl geben, dass jeder am Eis mit 100% Herz und Leidenschaft dabei ist um das Spiel zu gewinnen.“


Fr, 08.12.2017: HC Orli Znojmo – EC Red Bull Salzburg (18:30 Uhr)
Referees: KONC, Siegel, Kaspar, Tvrdon.

Der HC Orli Znojmo (10) und der EC Red Bull Salzburg (5) treffen am Freitag in Znojmo zum bereits vierten (und vielleicht letzten) Mal in dieser Saison aufeinander. Die Erinnerung an die letzten beiden Duelle (beide in der Mozartstadt) sind noch ganz frisch. Vor fünf Tagen siegten die Red Bulls mit 4:1 und vor 13 Tagen mit 5:2. Der HC Orli Znojmo benötigt dringend Punkte, um nicht den Anschluss an die Top 6 zu verlieren. Die Tschechen starteten mit zwei Niederlagen (1:4 in Salzburg und 2:4 in Dornbirn) in den Dezember und belegen in der Tabelle nur noch den zehnten Platz. Der EC Red Bull Salzburg hingegen startete diesen Monat erfolgreich und könnte mit einem weiteren Dreier gegen den HC Orli Znojmo seinen Top 5 Platz weiter absichern.

Der HC Orli Znojmo baut auf seine aktuelle Heimstärke. Die Tschechen gewannen ihre letzten drei Heimspiele. Die Red Bulls hingegen mussten in der Fremde zuletzt zwei Niederlagen in Wien (4:5) und in Zagreb (3:6) hinnehmen und kassierten dabei gleich elf Gegentreffer. Die letzten vier Duelle dieser Teams endeten mit Heimsiegen. Die Red Bulls konnten zuletzt am 27.11.2016 oder vor 375 Tagen Znojmo als Sieger verlassen.

Peter Mueller bestritt bisher zwei Spiele für den EC Red Bull Salzburg gegen den HC Orli Znojmo und konnte sich beide Male in die Torschützenliste eintragen.

Marek Schwarz, Goalie HC Orli Znojmo: „Wir haben im Kampf um die Top 6 schon ein wenig Druck. Wir spielen jetzt zum dritten Mal in 14 Tagen gegen Salzburg, wissen also was uns erwartet. Wir dürfen hinten nicht in Panik verfallen. Es wird ein harter Kampf, aber sie sind zu besiegen. Mit der Unterstützung der Fans können wir es schaffen.“
Thomas Raffl, Stürmer EC Red Bull Salzburg: „Wir kennen Znojmo jetzt ganz genau, es wird sicher wieder ein enges Spiel werden.“


Sa, 09.12.2017: Fehervar AV19 – Dornbirn Bulldogs (17:45 Uhr)
Referees: HOFFARD, LEMELIN, Jensen, Nemeth.
Auf die Dornbirn Bulldogs wartet ein intensives, zweites Advent-Wochenende im Osten der Liga. Die Vorarlberger sind am Samstag in Szekesfehervar im Einsatz und nur knapp 22 Stunden später schon wieder in Wien gefordert. Fehervar AV19 ist dann erst wieder am Dienstag in Zagreb im Einsatz.

Die Dornbirn Bulldogs hatten in den letzten Runden den Blinker draußen! Die Vorarlberger punkteten in den letzten sieben Runden immer und feierten dabei sechs Siege. Mit diesem Erfolgslauf sprangen die Bulldogs in der Tabelle auf Platz 4 nach vorne. In dieser Woche suchten Martin Grabher Meier und Company außerdem mit einem Training im Freien Abwechslung vom Trainings-Alltag. Die Dornbirn Bulldogs haben in den letzten Runden in der Defensive Beton angerührt, kassierten in den letzten drei Spielen nur zwei Gegentreffer. Dies ist auch ein Verdienst von Goalie Rasmus Rinne, der mit einer Fangquote von 95.5% die Nummer 1 in der Goalie-Statistik der Erste Bank Eishockey Liga ist.

Fehervar AV19 gewann die ersten beiden Saisonduelle mit +1-Tor-Differenz (2:1, 3:2/SO). Fehervar AV19 legte in seinen letzten Heimspielen in der Erste Bank Eishockey Liga eine interessante Serie hin. Seit Ende September bestritten die Ungarn daheim neun Spiele, dabei folgten auf zwei Niederlagen immer zwei Siege usw… Wenn diese Serie bestand hält, dann müssten die Magyaren am Samstag zu Hause auch gegen die Dornbirn Bulldogs erfolgreich sein.

Hannu Järvenpää, der sein Comeback als Headcoach von Fehervar AV19 feiert: „Wir hatten einige gute Trainings. Nun wollen wir gegen Dornbirn ein gutes, solides Spiel zeigen und drei Punkte holen.“

Martin Grabher-Meier, Stürmer der Dornbirn Bulldogs: „Es wird ein schweres Wochenende. Gegen die Ungarn haben wir bisher nicht gut gespielt und Wien ist klarer Leader und Favorit. Wenn wir die Leistung der letzten Woche abrufen können, ist einiges möglich. Es liegt nur an uns, wir müssen unser Spiel durchziehen!“

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Quelle:red/Erste Bank Eishockey Liga